SBK-Rookie Stefano Manzi (Yamaha) ernüchtert: Das Glas ist nicht halb voll
Als Supersport-Weltmeister war es Stefano Manzi gewohnt, um Siege zu kämpfen. Als Rookie in der Superbike-WM 2026 war der Yamaha-Pilot davon aber weit entfernt. Sehr weit.
Der Wunsch von Stefano Manzi, nach dem Gewinn der Supersport-WM 2025 in die Superbike-Kategorie aufzusteigen, war nachvollziehbar. Der Zeitpunkt dafür war aber ungünstig – zumindest als Yamaha-Pilot. Denn die R1 war gegen Ducati und Bimota chancenlos, selbst Kawasaki war konkurrenzfähiger und gegen Saisonende schickte sich auch noch Honda an, an Yamaha vorbeizuziehen. Zudem profitiert der Italiener durch den Wechsel von Pirelli auf Michelin für 2027 nur bedingt von den Erfahrungen in diesem Jahr als Rookie.
Zwei zehnte Plätze bei seinem Heimrennen in Misano waren die besten Ergebnisse des 27-Jährigen in der Superbike-WM 2026. In 15 von 36 Rennen erreichte Manzi nicht die Top-15. Mit 46 Punkten beendete der Yamaha-Pilot seine erste Saison als WM-18.
«Es war auch nicht das beste Jahr meiner Karriere, noch das schlechteste. Es ist aber wirklich schwer, das Glas als halb voll zu betrachten – ich sehe das einfach nicht», gab Manzi zu. «Es war eine herausfordernde Debütsaison. Aber ich glaube, dass ich im Laufe des Jahres viel gelernt habe, und wir haben jeden Tag gemeinsam mit dem gesamten Team hart gearbeitet. Der Kampfgeist und der Wunsch, mich selbst zu beweisen, haben mich in den letzten Jahren dazu gebracht, dorthin zu kommen, wo ich heute bin. Das ließ die Flamme auch in den härtesten Momenten brennen. Wenn die Dinge nicht gut laufen, werden die Fragen immer stärker und die Zweifel immer größer. Aber der Wunsch, mich selbst zu beweisen, ist immer noch da. Deshalb ist es in der Winterpause Zeit, meine Ärmel hochzuziehen und noch härter zu arbeiten.»
Nicht nur der Reifenausrüster ist für die kommende Saison neu, auch das aktualisierte Balancesystem könnte die Kräfteverhältnisse verändern und Yamaha wieder konkurrenzfähiger machen.
«Wir blicken bereits nach vorn auf das, was als Nächstes kommt», betonte Manzi. «Wir sind alle hoch motiviert, gestärkt zurückzukommen, und werden bald wieder auf die Strecke zurückkehren, um uns bestmöglich auf die Saison 2027 vorzubereiten.»
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