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Grandioser Michael van der Mark: Ein Gewinn für BMW

In zwölf von 18 Runden fuhr BMW-Neuling Michael van der Mark im zweiten Hauptrennen der Superbike-WM in Aragon in den Top-3. Den Grundstein dafür legte er mit einer mutigen Entscheidung vor dem Sprintrennen.

Superbike WM

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Michael van der Mark soll Tom Sykes ordentlich einheizen, so die Idee der BMW-Verantwortlichen. Seit der werksseitigen Rückkehr in die Superbike-WM 2019 war es stets der Engländer, der den Ton angab. Aufgrund seiner eigenwilligen Fahrweise lässt sich aber kein Motorrad entwickeln, mit dem auch andere Piloten schnell sind. Mit Michael van der Mark im Werksteam sowie Jonas Folger und Eugene Laverty in den Satelliten-Teams gibt es nun drei Gegenpole zum schnellen Sykes.

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FP1 am Freitagvormittag beendete van der Mark mit 1,014 sec Rückstand auf den Schnellsten Toprak Razgatlioglu (Pata Yamaha) als Neunter. FP2 bei deutlich wärmeren Bedingungen war für den Niederländer nach einem Sturz nach drei Runden beendet, in der kombinierten Zeitenliste landete er deshalb nur auf Platz 11. In FP3 am Samstagmorgen konnte van der Mark nur eine gezeitete Runde absolvieren, da im von der FIM vorgeschriebenen, zugelieferten Reifendruck-Überwachungssystem TPMS ein CAN-Bus-Fehler aufgetreten war, der von BMW nicht unmittelbar identifiziert werden konnte.

Startplatz 15 in der Superpole war nicht die erhoffte Ausgangsposition, der 28-Jährige war auf der M1000RR erstmals mit einem Qualifyer-Reifen unterwegs. Im ersten Rennen konnte sich van der Mark dann immerhin auf Platz 11 vorarbeiten.

Unter schwierigsten Voraussetzungen am Sonntag zeigte "Magic Michael" dann seine ganze Klasse. Auf abtrocknender Strecke riskierte er im Sprintrace als Einziger, mit einem Slick-Hinterreifen zu starten und arbeitet sich in den zehn Runden von Startplatz 15 bis auf Rang 5 nach vorne!

Weil das Ergebnis des Superpole-Rennens die Basis für die ersten drei Startreihen im zweiten Hauptrennen bildet, hatte van der Mark eine deutlich verbesserte Ausgangsposition. Und diese nützte er.

Von Runde 3 bis 14 war van der Mark stets in den Top-3, vorübergehend führte er das Rennen sogar an! Lediglich Ducati-Werksfahrer Scott Redding, der als einer von drei mit Slicks unterwegs war, während sich alle anderen Fahrer für Intermediates entschieden hatten, war unerreichbar.

Im Ziel musste sich der Niederländer neben Redding auch Weltmeister Jonathan Rea, Alex Lowes und Teamkollege Tom Sykes beugen. Trotzdem, Rang 5 ist in Anbetracht des schwierigen Wochenendes vieler Ehren wert.

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"Als ich die Möglichkeit sah, dachte ich mir, dass ich das Rennen mal anführen muss", grinste van der Mark. "Nur, um uns mal zu zeigen und um ins Fernsehen zu kommen. Das war ein guter Sonntag. Im Warm-up am Morgen fuhr ich die BMW zum ersten Mal im Nassen, fühlte mich sofort gut und hatte viel Vertrauen. Als wir in das Superpole-Rennen in die Startaufstellung rausfuhren sah ich die trockene Linie und wünschte mir, es wäre nass. Als ich dann in der Startaufstellung stand war es trocken, es regnete nicht. Also sagte ich meinen Jungs, sie sollten mir Slicks reinbauen, wir riskieren es. Kurz bevor es losging nieselte es wieder und ich befürchtete schon, die falsche Wahl getroffen zu haben. Aber schon in der ersten Runde konnte ich an den Kurvenausgängen viele Gegner überholen. Obwohl es leicht nieselte, wurde die trockene Fahrspur breiter. Es war knifflig, aber ich traf die richtige Wahl für mich, weil ich von so weit hinten kam."

Der Supersport-Weltmeister von 2014 weiter: "Alle waren stolz auf mich, dass ich diese riskante und richtige Entscheidung mit den Reifen traf. Aber für das zweite Rennen war ich eine Pussy, tat das Gleiche wie fast alle anderen und fuhr mit Intermediates. Als ich aus der Boxengasse kam, war die Strecke richtig nass. In der Warm-up-Runde gab es dann bereits eine trockene Linie und mir war klar, dass sich Redding mit Slicks richtig entschieden hatte. Ich machte einen guten Start und genoss das Rennen sehr, ich hatte gute Kämpfe. Ich konnte mit Rea und Lowes kämpfen, unsere Motorräder waren gleichauf. Aber ich habe meine Reifen so hart rangenommen, dass mir klar war, dass sie irgendwann nachlassen würden. Glücklicherweise geschah das erst gegen Ende, aber dann ging Sykes auch noch an mir vorbei."

Nach drei Rennen liegt van der Mark mit 21 Punkten auf WM-Rang 7, zwei Punkte hinter Teamkollege Sykes. Weltmeister Johnny Rea führt mit 57 Punkten.

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BARNI Spark Racing Team

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