Experte ist überzeugt: MotoGP-Fahrer müssen sich für 2027 gewaltig anpassen
2027 beginnt in der MotoGP nicht nur technisch eine neue Ära, mit Pirelli gibt es auch einen anderen Lieferanten für die Einheitsreifen. Das hat gravierende Auswirkungen auf die Fahrer und Ingenieure.
Sie sind schwarz, rund – und ab 2027 von Pirelli. Nach elf Jahren auf Michelin treten ab nächster Saison die Fahrer der MotoGP mit Einheitsreifen aus Norditalien statt von Michelin an. Für einige Rennsportfans kein besonders spannendes Thema, doch der Einfluss auf die Entwicklung der Motorräder ist gewaltig.
Die fünf in der Königsklasse engagierten Hersteller Aprilia, Ducati, Honda, KTM und Yamaha müssen für 2027, wenn erstmals das neue Technikreglement greift, nicht nur Motoren mit 850 statt 1000 ccm entwickeln und deutlich weniger innovative Aeropakete austüfteln, die zukünftigen Maschinen werden auch um die Pirelli-Reifen herum gebaut, bei Verzicht auf höhenverstellbare Fahrwerke.
Am 22. Juni gingen in Brünn/Tschechien erstmals einige MotoGP-Stammfahrer mit nächstjährigen Maschinen gemeinsam auf die Strecke,
«Wir stellen allen Herstellern verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung und entscheiden uns anschließend, welche Bandbreite wir später nutzen werden», erklärte Pirelli-Rennchef Giorgio Barbier im Vieraugengespräch mit SPEEDWEEK.com. «Deshalb war der Brünn-Test so wichtig für uns, aber auch der in Misano einen Monat zuvor. Wenn alle Hersteller am gleichen Tag auf der Strecke sind, bekommen wir die besten Rückmeldungen.»
Hersteller und Fahrer haben viel Arbeit vor sich
Schnell wurde offensichtlich, dass es Motorräder gibt, die besser zu den zukünftigen Einheitsreifen passen als andere, bis zum Saisonstart Anfang März 2027 in Thailand liegt noch viel Arbeit vor allen Beteiligten.
«Der Grund, dass die Fahrer gewisse Aspekte unserer Reifen nicht mögen, hängt damit zusammen, dass die Motorräder für die jetzigen abgestimmt sind», hielt Barbier fest. «Sie mussten bislang auf eine spezielle Art und Weise fahren, um dem Charakter der Reifen zu entsprechen, das haben sie elf Jahre lang gelernt. Die neuen Reifen haben aber andere Stärken, weil der Hersteller ein anderer ist.
Von den
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach






