Superbike WM • Neu
Cremona, Lauf 1: Lecuona überragend, Bulega Zweiter – Applaus für Dixon
Mit der Pole-Position und dem Sieg im ersten Superbike-Lauf drückte Iker Lecuona dem Samstag in Cremona seinen Stempel auf. Da staunte sogar sein Aruba.it Ducati-Teamkolleg Nicolò Bulega.
Die Zuversicht, die Iker Lecuona nach Bestzeiten in den freien Trainings am Freitag versprühte, war gerechtfertigt. Der Spanier münzte seine Fortschritte mit der Ducati V4R am Samstag in seine erste Pole-Position und den Sieg im ersten Lauf auf dem Cremona Circuit perfekt um.
Was daran so besonders ist: Der Spanier fügte seinem bisher so dominierenden Aruba.it Ducati-Teamkollegen Nicolò Bulega im Qualifying die erste Niederlage in der Superbike-WM 2026 zu, zudem fuhr er dem WM-Leader im Rennen zeitweise um fast sieben Sekunden davon – auf der Ziellinie waren es 5,5 sec – so wurde der Italiener schon lange nicht mehr vorgeführt!
«Auf dieser Piste fühle ich mich einfach hervorragend auf der Ducati», jubelte Lecuona. «Am Freitagnachmittag ist uns bei der Abstimmung noch ein Fortschritt gelungen und am Samstag holten wir endlich eine Pole. Im Rennen versuchte ich hauptsächlich, konstante und fehlerfreie Runden zu fahren. In Kurve 10 wäre mir beinahe das Vorderrad weggerutscht, weshalb ich mich danach darauf konzentrierte, meinen Vorsprung zu verwalten. Es war klasse, das Rennen von Beginn an anzuführen, es zu kontrollieren und meine Emotionen zu spüren.»
Seinem souveränen Sieg misst Lecuona selbst wenig Bedeutung bei. «Mit einem solchen Vorsprung habe ich zwar nicht gerechnet, aber ich glaube, Nicolò war nicht zu 100 Prozent fokussiert und denkt hier wahrscheinlich mehr an die Weltmeisterschaft. Außerdem hatte er einen schlechten Freitag und ihm war vermutlich bewusst, dass er ein höheres Risiko hätte eingehen müssen, um mich heute zu schlagen. Ich denke also nicht, dass er alle seine Karten gezeigt hat.»
Analysiert man Lecuonas Rundenzeiten, so sind nur die erste und die letzte Runde langsamer als 1:28 min. Kein anderer Pilot war so konstant.
«Als ich langsamer machte, habe ich ein wenig den Fokus verloren und ich sagte mir, zieh es einfach durch», grinste der 26-Jährige. «Die hohen 1:28 min konnte ich recht locker aus dem Ärmel schütteln. Wir haben super gearbeitet und das Bike zu fahren hat richtig Spaß gemacht. Selbst wenn es rutschte, konnte ich es kontrollieren und fühlte mich in jedem Moment sicher. Vielleicht gelingt uns für Sonntag noch eine kleine Verbesserung, aber für den Moment bin ich sehr glücklich mit dem Sieg – es ist erst mein zweiter Sieg in diesem Jahr und in der Superbike-WM überhaupt.»
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