Polesetter Jules Cluzel: «Kein Alleingang im Rennen»
Nach seiner überragenden Pole-Position gilt Honda-Pilot Jules Cluzel auch für das Rennen der Supersport-WM auf dem Chang International Circuit in Buriram/Thailand als Favorit.
Ducati gelang der erste Sieg der Saison, doch alle Aprilia-Racer landeten in Jerez in den Top-6. Der Test endete mit drei Bikes aus Noale in Front. Eine Bestandsaufnahme nach dem MotoGP-Europaauftakt.
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Als Honda-Pilot Jules Cluzel in der Superpole der Supersport-WM über die Ziellinie brauste und einen Vorsprung von fast 0,5 sec auf den Zweitplatzierten Wildcard-Piloten Chalermpol Polamai herausfuhr, ging ein Raunen durchs Media-Center. Auf den WM-Mitfavoriten Patrick Jacobsen (MV Agusta) zeigte die Zeitenliste sogar einen Vorsprung von fast einer Sekunde an.
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Für das Rennen auf der thailändischen Rennstrecke ist Cluzel somit der klare Favorit, zumal Rekordweltmeister Kenan Sofuoglu wegen seiner Handverletzung erst beim Europa-Auftakt im MotorLand Aragón zurückkehrt. Die größte Gefahr für den schnellen Franzosen im PTR Honda-Team scheint von den beiden thailändischen Gaststartern auszugehen. SPEEDWEEK.com unterhielt sich mit Jules Cluzel, wie er seine Chancen für das Rennen am Sonntag einschätzt.
Jules, kann man sagen, dass du deine Gegner in der Superpole zerstört hast?
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Nein, ich denke so darf man das nicht sagen. Ich habe attackiert und das werde ich auch im Rennen am Sonntag tun. Mein Ziel ist aber nicht, meine Gegner zu zerstören. Ich möchte es lieber so wie auf Phillip Island machen und in der Spitzengruppe mitfahren. Dabei werde ich die Reifen schonen und am Ende schauen, was herauskommt.
Ducati gelang der erste Sieg der Saison, doch alle Aprilia-Racer landeten in Jerez in den Top-6. Der Test endete mit drei Bikes aus Noale in Front. Eine Bestandsaufnahme nach dem MotoGP-Europaauftakt.
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In der Superpole warst du überragend, wie schätzt du deinen Speed im Renntrimm ein?
Bisher fuhr ich maximal neun Runden am Stück. Die Reifen sahen zwar gut aus, das Rennen geht aber doppelt so lange. In den letzten Runden kann dann sowieso alles mögliche passieren. Ich denke auch nicht, dass ich den anderen davonfahren kann. Ich werde also versuchen, konzentriert und klug zu bleiben. Du warst auf eine Runde so viel schneller, warum sollte dir nicht auch ein Alleingang gelingen?
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Das Layout der Strecke mit der langen Geraden macht das schwierig. Kurven und eine lange Gerade wechseln sich ständig ab. Im Windschatten lässt sich dann wieder viel Zeit aufholen. Mein Bike ist zwar schnell, aber auch 2016 habe ich gewonnen, weil ich auf den richtigen Zeitpunkt gewartet habe – und das war in der letzten Runde. Ich glaube, das wird auch am Sonntag die richtige Taktik sein. Sei ehrlich, hast du jemals die Namen der beiden thailändischen Wildcard-Piloten gehört? Pfff, vielleicht, ja. Ihre Namen sind so schwierig auszusprechen. Aber es ist super, schnelle Thailänder im Feld zu haben. Es ist ein großartiger Event hier, ich glaube, jeder ist gerne hier, auch wenn es so heiß ist. Aber wir sind in einem schönen Land mit tollen Menschen und gutem Essen – auch die Rennstrecke ist Klasse.
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Die Thais haben natürlich viel mehr Streckenkenntnisse als jeder andere im Feld. Kann das möglicherweise zum Sieg reichen – so wie es Wilairot vor zwei Jahren geschafft hat? Ich habe auch viel Erfahrung! Ich denke auch nicht, dass sie so viel mehr Erfahrung haben. Aber sicher wird es gegen die Thais schwierig. Vor allem sind sie sehr motiviert. Ich habe auch noch diesen schlimmen Crash von Phillip Island im Hinterkopf, aber ich werde kämpfen. Es kann auch sehr gefährlich werden, aber wir alle wollen den Zuschauern eine Spitzenshow bieten. Wir müssen uns aber der Gefahren bewusst sein. Für dich positiv ist, dass Rekordweltmeister Kenan Sofuoglu nicht am Start ist. Und WM-Leader Roby Rolfo steht weit hinten in der Startaufstellung. Ich denke momentan nicht an die Meisterschaft, überhaupt nicht. Dafür ist es noch viel zu früh. Ich will nur das Rennen bestmöglich beenden.
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