Valentino Rossi hat seinen zukünftigen Fahrer: Nur die Unterschrift fehlt
Die Fahrerpaarung im MotoGP-Team VR46 für die Jahre 2027 und 2028 steht fest. Ducati unternimmt alles, um für die neue Ära mit 850-ccm-Motoren und Pirelli-Reifen bestmöglich vorbereitet zu sein.
Das monatelange Mutmaßen hat ein Ende: Während des MotoGP-Wochenendes in Mugello haben die VR46-Mannschaft um Eigentümer Valentino Rossi sowie Ducati-Geschäftsführer Claudio Domenicali und Rennchef Gigi Dall’Igna die Weichen gestellt
Dass die momentane Nummer 1 von VR46, Fabio Di Giannantonio, für die nächsten zwei Jahre zu Red Bull KTM wechselt, steht schon länger fest. Ebenso, dass Franco Morbidelli seinen Platz verlieren und voraussichtlich auch in keinem anderen MotoGP-Team unterkommen wird.
Fix ist außerdem, dass Ducati Fermin Aldeguer von Gresini zu VR46 transferiert. Um den zweiten Platz neben dem Spanier buhlten Academy-Mitglied Celestino Vietti (24) aus der Moto2, Superbike-WM-Dominator Nicolo Bulega (26) und Rossis Halbbruder Luca Marini (28), der seinen Platz im Honda-Werksteam nach dieser Saison verlieren wird.
Die Würfel sind gefallen
Inzwischen steht fest: Bulega erhält den Zuschlag! Es fehlt nur noch die Unterschrift auf dem Vertrag.
Der Italiener ist nach dem Aragon-Samstag seit inzwischen
Doch das ist nicht das Hauptargument für die Verpflichtung von Bulega. Der zweifache Superbike-Vizeweltmeister schlägt sich auch auf der MotoGP-Ducati hervorragend. Mit seinen Testfahrten und Einsätzen als Ersatz für Marc Marquez im Vorjahr hat er alle im Werk in Borgo Panigale verblüfft.
Nicolo Bulega ist für Ducati sehr wertvoll
Bei Tests mit der neuen 850-ccm-Maschine hat Bulega zuletzt in Misano herausragende Leistungen gezeigt und Testfahrer der anderen Hersteller wie Dani Pedrosa (KTM), Augusto Fernandez (Yamaha) oder Lorenzo Savadori (Aprilia) bei 62 Grad Celsius Asphalttemperatur um 1 bis 2 sec deklassiert.
Neben Yamaha-Ass Toprak Razgatlioglu und den Aufsteigern aus der Moto2 wird Bulega einer von wenigen im MotoGP-Feld 2027 sein, der über umfassende Erfahrung mit den Reifen des zukünftigen Einheitsausrüsters aus Mailand verfügt. Als Siegfahrer bei den Superbikes hören ihm die Techniker von Pirelli immer besonders genau zu.
Bis zum Saisonende wird Bulega voraussichtlich sieben Tage mit der 850er-Ducati und auf Pirelli-Reifen getestet haben. Wenn am Dienstag nach dem Finale in Valencia, am 1. Dezember, die nächstjährigen Werksfahrer Marc Marquez und Pedro Acosta auf dem Circuito Ricardo Tormo mit der 850er ausrücken, wird Bulega über mehr Erfahrung als jeder andere mit dieser Maschine verfügen und ist für Ducati damit besonders wertvoll. Die Edelmarke wird auf bergeweise Daten seines Rennfahrers zurückgreifen können, während aktuelle MotoGP-Stammpiloten außerhalb der offiziellen IRTA-Tests nicht mit der Rennmaschine fahren dürfen.
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