Nicolo Bulega: Seine erste MotoGP-Saison wird besser als die von Toprak
Der 26-Jährige Nicolo Bulega aus Italien hat als Erster den Weltmeistertitel in den Klassen Supersport und Superbike gewonnen, ab 2027 fährt er MotoGP. Was er diese Saison leistet, ist einmalig.
Die Erfolgsgeschichten von Nicolo Bulega und Toprak Razgatlioglu in der Superbike-WM könnten kaum unterschiedlicher sein. Der Türke hat Yamaha 2021 nach zwölf Jahren Durststrecke wieder zur Nummer 1 gemacht, zum zweiten Mal überhaupt in der 1988 gegründeten seriennahen Weltmeisterschaft. Dann wechselte er zu BMW, bescherte dem deutschen Hersteller 2024 den
Ganz anders Bulega. Einst ein großes Talent in der Moto3-WM, dann aus verschiedenen Gründen in der Moto2 gescheitert. Teammanager Serafino Foti und Aruba-Firmenchef Stefano Cecconi schenkten ihm das Vertrauen und brachten ihn 2022 in die Supersport-WM. Nach Bronze im ersten Jahr wurde Nico 2023 in überlegener Manier Champion. Damals war einhellige Meinung im Fahrerlager, dass diese Erfolge zu einem großen Teil auf das Konto der schnellen Ducati V2 gehen.
Nico Bulega machte die Kritiker mundtot
Mit seinem tadellosen Wechsel in die Superbike-WM machte Bulega alle Kritiker mundtot. Seinen 2024er-Teamkollege Alvaro Bautista, in den beiden Jahren davor Weltmeister, führte er von Anfang an vor, was teilweise auch an der Etablierung des Mindestgewichts aus Fahrer und Motorrad lag,
Wer sagt, Bulega säße in diesem Jahr auf dem besten Motorrad, hat recht. Aber acht weitere Fahrer in der Startaufstellung pilotieren eine Panigale V4R – und sind für gewöhnlich chancenlos gegen den 26-Jährigen. Nicht nur das Team macht den Unterschied, auch der Fahrer.
Nicolo Bulega sorgte in diesem Jahr für mehrere Rekorde. Die wichtigsten: Er gewann die ersten 21 Rennen, saisonübergreifend sogar 25 in Folge. Achtmal gelang ihm das Triple, nur viermal unterlag er einem Gegner, jeweils Aruba-Teamkollege Iker Lecuona. Neun Poles in zehn Events und 25 schnellste Rennrunden in 30 Läufen unterstreichen die Dominanz des Ducati-Asses zusätzlich. 602 WM-Punkte in zehn Events: So viele holte keiner vor ihm.
Und – das hat vor allem einen hohen emotionalen Stellenwert – Nico wurde als erster Italiener auf einer Ducati Superbike-Weltmeister. Einziger anderer SBK-Champ aus Italien ist Max Biaggi, der 2010 und 2012 mit Aprilia brillierte. Bulega ist zudem der Einzige, der nach dem Supersport-Titel auch den in der höchsten Kategorie Superbike gewann.
Bulega wird erfolgreicher sein als Toprak
Für 2027 und 2028
Es bedarf keines Nostradamus, um vorherzusagen, dass sich Bulega in seiner ersten MotoGP-Saison deutlich besser schlagen wird als Razgatlioglu. Denn während Ducati in der Königsklasse seit Jahren den Ton angibt, wandelt Yamaha im Tal der Verlorenen. Dass sich an dieser Rangordnung mit neuem technischem Reglement 2027 viel ändern wird, bezweifeln selbst optimistische Yamaha-Fans.
Zahlreiche Experten sehen Bulega in seiner ersten MotoGP-Saison in den Top-6 und sind überzeugt, dass er sich auch in dieser Konkurrenz gut entwickeln wird. Ob Razgatlioglu den Weg zurück auf die Erfolgsstraße findet,
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