Befreiungsschlag: Deniz Öncü (Marc VDS) jagte sich in Silverstone selbst
Marc-VDS-Hoffnungsträger Deniz Öncü konnte sich beim Moto2-Rennen in Silverstone über sein bislang bestes Saisonergebnis freuen. Die besonderen Umstände seiner starken Leistung gingen dabei unter.
Der spektakuläre Moto2-Premieren-Sieg des Tschechen Filip Salac (American Racing) und Platz 3 von Forward-Pilot Alex Escrig sorgten in Silverstone zuletzt für die Höhepunkte der mittleren Grand-Prix-Klasse, in einem Rennen, das im Finish von viel Hektik geprägt war. Der achte Platz von Marc-VDS-Pilot Deniz Öncü ging unter – doch es war ein echter Befreiungsschlag.
Für den Sachsenring-Sieger von 2025 – der Türke hatte in Deutschland auf seinem Motorrad vor Freude getanzt– war es das bisher beste Saisonergebnis. Die Art und Weise, wie sich Öncü Position 8 gesichert hatte, war bemerkenswert und hat nichts mit den unsicheren Auftritten 2026 zu tun: Der fünffache GP-Sieger wetzte von Startplatz 21 durch das nervöse Feld. An der Ziellinie fehlte weniger als eine Sekunde auf Alonso Lopez, der Sechster wurde.
Die Fahrt auf der Insel war erst Öncüs fünfte Zielankunft in den WM-Punkten 2026 für das Team VDS. Ausnahme-Talent Öncü, er hat in der Sommerpause Ende Juli seinen 23. Geburtstag gefeiert, konnte bislang nur einen zehnten Platz in Mugello vorweisen. Für Platz 8 in Silverstone wurde Öncü von der Crew um Teammanagerin Marina Rossi geherzt, als hätte er es auf das Podium geschafft.
Fakt ist: Die Verletzungen in der Saison 2025 und der anschließende Wechsel von Kalex auf das Boscoscuro-Chassis haben dem einstigen türkischen Wunderkind gravierende Probleme bereitet. Unklar bleibt derweil die Zukunft des jungen Türken: Während sein spanischer Teamkollege Aron Canet (26) noch über einen Vertrag bis Ende 2028 mit der VDS-Truppe verfügt, ist der Planungshorizont beim Schützling von Kenan Sofuoglu und Toprak-Kumpel Öncu ein anderer. Öncü hat für die kommende Saison noch keine Vereinbarung getroffen. Der Deal mit dem belgischen Team, das erst vor Wochen Gründer und Inhaber Marc van der Straten verloren hat, läuft Ende 2026 aus.
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