MotoGP

Danilo Petrucci (Ducati): «Erfolge werden schwierig»

Von - 08.08.2018 16:33

Pramac-Ducati-Star Danilo Petrucci hält grosse Stücke auf WM-Leader Marc Márquez. Der Italiener schwärmt: «Marc kann noch viel gewinnen. Niemand weiß, wann er in der WM wieder einmal besiegt werden kann.»

Ducati Corse sorgte beim zehnten MotoGP-Wochenende für den ersten Brünn-GP-Sieg seit 2007 (Casey Stoner) und die ersten Brünn-Podestplätze seit 2010 (Platz 3 durch Stoner): Andrea Dovizioso gewann das Rennen vor seinem Stallgefährten Jorge Lorenzo und WM-Leader Marc Márquez. Danilo Petrucci steuerte seine Werks-Ducati für das Pramac-Team auf den sechsten Platz.

Hinterher erklärte der Italiener: «Ducati hat seit langer Zeit in Brünn nicht mehr gewonnen. Aber in den letzten Jahren haben wir gute Arbeit geleistet. Wir haben 2018 auf vielen Rennen erkannt, dass wir um Podestplätze fighten können. Für unsere beiden Werksfahrer Dovi und Jorge war das ein guter Grand Prix. der beste in diesem Jahr.»

Dovizioso hat jetzt Platz 3 in der MotoGP-WM inne; er gewann in Brünn den ersten Grand Prix seit Doha 2018. «Er ist großartig in Form», sagt Petrucci. «Leider hat er bei seinen Stürzen in Jerez, Le Mans und Assen viele Punkte verloren. Vor allem in Jerez, wo er mit Dani Pedrosa und Lorenzo kollidiert ist. Deshalb ist Márquez in dieser Saison in der Tabelle schon weit voraus. Deshalb kann er ein Rennen wie in Brünn kontrolliert angehen. Er konnte sich dort mit Platz 3 zufriedengeben. Aber Dovi kann sicher gegen Valentino Rossi und Maverick Viñales um den zweiten WM-Rang mitfahren», sagte Petrucci am Montag bei ServusTV.

Hat Marc Márquez den Sport auf ein neues Niveau gehoben? Petrucci dazu: «Er fährt extreme Schräglagen, fängt immer wieder arge Rutscher ab, und sehr oft denkt man, jetzt baut er einen Crash, aber er macht immer wieder großartige ‚Saves’. Unglaublich. Marc kann noch viel gewinnen. Niemand weiß, wann er in der WM wieder einmal besiegt werden kann.»

«Manchmal sieht es so aus, als sei Marc konkurrenzlos», pflichtete Moto2-WM-Leader Miguel Oliveira bei. «Er ist der Konkurrenz dank seiner Aggressivität immer ein Stück voraus, immer am Rande eines Crashs. Wir hoffen, es wird irgendwann der Tag kommen, an dem ihm jemand die Stirn bietet und ihn ernsthaft unter Druck setzt. Aber momentan fährt er in seiner eigenen Liga. Bei ihm stimmt die Mensch-Motorrad-Kombination erstklassig. Er kommt mit seiner Maschine vorbildlich klar.»

Danilo Petrucci verpasste den Sieg in Brünn nur um drei Sekunden. «Im Qualifying in Brünn gab es sechs Fahrer, die für den ersten Startplatz in Frage gekommen sind. Aber es haben ja nur drei Fahrer Platz auf dem Podium... Für mich wurde es schwierig, weil ich nicht unbedingt einen guten Start hatte. Ich hätte fast einen Frühstart hingelegt und konnte ihn gerade noch vermeiden. Und als ich dann zur Spitzengruppe vorgestoßen bin, war ich gleich schnell wie die Spitzenfahrer, aber sie hatten offenbar ihre Reifen besser geschont als ich. Ich habe durch die nachlassenden Reifen beim Beschleunigen Zeit verloren, Und als die Gegner am Schluss voll aufgedreht haben, hatte ich Probleme mit meinem Hinterreifen. Ich habe nicht das Maximum rausgeholt. Ein Rückstand von drei Sekunden auf den Sieger ist okay. Aber wenn vier Fahrer dazwischen sind, ist das nicht ganz so erfreulich», analysierte er rückblickend.

Petrucci ist sich bewusst, dass er 2019 als Teamkollege von Dovi im Ducati-Werksteam noch stärker und noch konstanter werden muss. Was wird sich im Werksteam ändern? «Ich weiß es eigentlich noch gar nicht. denn es passiert erst nächstes Jahr. Ich brauche das Werksmotorrad. Das ist wichtiger als das zusätzliche Geld, das ich verdienen werde. Ich werde im Werksteam mehr Techniker haben, mehr Leute, die sich um das Bike kümmern. Du trägst zur Weiterentwicklung der Maschine bei. Man trägt mehr Verantwortung. Und man muss natürlich schnell sein», lautet die Antwort des 27-Jährigen.

«Es wird durchaus schwierig sein, auf dieses Bike zu steigen und die gewünschten Erfolge herauszufahren», lautet Petruccis Prognose denn auch. «Aber ich freue mich auf diese Aufgabe. In diesem Jahr habe ich im Pramac-Kundenteam nicht so viel Druck. Klar, ich möchte unter die Top-Fünf fahren. Manchmal kann ich um das Podest kämpfen. 2018 ist ein wertvolles Lehrjahr für 2019. Ich habe beim Werk nur für ein Jahr unterschrieben. Ich muss also von Anfang an schnell sein. Denn ich will versuchen, auch für 2020 einen Werksvertrag zu bekommen.»

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