Racing-Raritäten - Unser Foto-Spiel
Aus dem Archiv der Agentur LAT stellen wir jeden Dienstag-Morgen ein kleines Stück Motorsport-Historie vor. Sagen Sie uns, wer zu erkennen ist, wo und wann das Bild entstand (Beispiel: Jo Siffert, Monza, 1970) und gewinnen Sie mit etwas Glück einen kleinen Preis.

Bitte Name, Adresse, Geburtsjahr und Telefonnummer nicht vergessen. Schicken Sie Ihre Lösung an: mathias.brunner@speedweek.com. Einsendeschluss ist jeweils Sonntag der gleichen Woche, 23.59 Uhr.

Das Bild der Vorwoche (28. Juli bis 2. August 2020):

Die Lösung vom letzten Mal: Yannick Dalmas mit seinem Larrousse LH94-Ford in Estoril, der Südfranzose belegte im Grossen Preis von Portugal den 14. Platz. Als Tipp hatten wir mit auf den Weg gegeben, dass der Fahrer seine grössten Erfolge nicht in der Königsklasse errang (Dalmas ist vierfacher Le-Mans-Sieger) und dass für den Ort gilt – zurück in die Zukunft. Dieser Hinweis bezieht sich darauf, dass wir 2020 wieder einen Grossen Preis von Portugal haben werden, aber nicht mehr in Estoril bei Lissabon, sondern im Autódromo Internacional do Algarve bei Portimão.

Yannick Dalmas aus Le Beausset bei der Rennstrecke Le Castellet durchlief die klassische französische Rennschule: Formel Renault, Formel 3, Formel 3000 (heute Formel 2), Formel 1. In den 70er und 80er Jahren wurden französische Talente gezielt gefördert, Dalmas stammte aus einer Welle mit Fahrern wie Alain und Michel Ferté, Michel Trollé, Pierre-Henri Raphanel, Olivier Grouillard, Éric Bernard, Jean Alesi und Érik Comas.

Dalmas holte sich 1984 den Landestitel in der Formel Renault, zwei Jahre danach mit sechs Siegen in elf Rennen auch die Formel-3-Meisterschaft. In der Formel 3000 lief es weniger gut, der ORECA-Rennstall war zu wenig konstant konkurrenzfähig, 1987 wurde er Gesamtfünfter.

Ex-Rennfahrer und Renault-Teamchef Gérard Larrousse holte Dalmas in die Formel 1. Dalmas ging in der Königsklasse 24 Mal an den Start, 1987 bis 1989 für Larrousse, 1989 und 1990 für AGS, 1994 noch einmal für Larrousse. Über Rang 7 (Monaco und Detroit 1988) kam er nicht hinaus. Zur Erinnerung: Damals gab es nur für die ersten Sechs WM-Punkte.

Das Problem von Dalmas war nicht mangelndes Talent, sondern schlechte Autos. Das zeigte sich bei den Sportwagenrennen.

Dalmas schaffte das Kunststück, vier Mal in Le Mans zu gewinnen – und jedes Mal mit einem anderen Team! Der erste Triumph kam 1992 mit Peugeot und an der Seite der beiden früheren Formel-1-Fahrer Mark Blundell und Derek Warwick. Nach Rang 2 im Jahr darauf folgte der zweite Sieg 1994 als Mitglied des Porsche-Werksteams, diees Mal an der Seite von Hurley Haywood und Mauro Baldi.

Ein Jahr später trat Dalmas für McLaren an und gewann an der Seite von JJ Lehto und Masanori Sekiya. 1999 schliesslich holte ihn BMW, und Dalmas bedankte sich mit einem weiteren Sieg, nun mit den Co-Piloten Joachim Winkelhock und Pierluigi Martini.

Vier Siege mit vier verschiedenen Herstellern, das hat kein anderer Rennfahrer in Le Mans geschafft.

2002 hörte Dalmas auf: «Ich war dreissig Jahre lang Rennfahrer. Mit Audi hatte ich auf der Hunaudières-Geraden einen Mörderunfall, mein Wagen hob ab und landete nur zufällig auf den Rädern. Am nächsten Tag war mein Auto repariert, aber ich merkte, dass mein Vertrauen weg war. Das war mir nach einem Unfall noch nie passiert. Meine Sehnsucht nach Rennfahren war dahin. Und nur herumrollen, daran hatte ich kein Interesse. Also hörte ich auf.»

Heute arbeitet der nunmehr 59jährige Dalmas als Berater der FIA, der Organisation hinter dem Grossen Preis von Frankreich in Le Castellet und des 24-Stunden-Rennens von Le Mans. «Ich mag diese Rolle, denn so bleibe ich dem Sport verbunden und bin Teil eines Teams. Das hat mir immer gefallen.»

Zum neuen Rätsel: Einer der grössten Skandale der Formel 1 war Ausgangspunkt für den grössten Erfolg dieses Fahrers.

Hier das neue Fotospiel (4. bis 9. August 2020)
Wer war es?
Wo war es?
Wann ist das Bild entstanden?

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Mathias Brunner
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