Ayrton Senna Steckbrief

Rennfahrer
  • Vorname: Ayrton
  • Nachname: Senna da Silva
  • Nationalität: Brasilien
  • Geburtsdatum: 21.03.1960 in São Paulo, Brasilien mit 34 Jahren
  • Verstorben:  1. 5. 1994 ,Italien Er verunglückte tödlich beim Grand Prix von San Marino auf dem Kurs von Imola

Ayrton Senna wurde am 21. März 1960 im brasilianischen Sao Paulo als Sohn einer wohlhabenden Familie geboren. Ein Umstand, der ihm in seinem Karriereverlauf zu Gute kam.

Im Alter von 13 Jahren bestritt der Brasilianer erste Kartrennen und sicherte sich 1977 und 1978 den Titel des südamerikanischen Kartmeisters. In den Jahren darauf wurde er noch vier Mal brasilianischer Meister. In der Kart-WM sicherte er sich einmal den Vize-Weltmeistertitel, was ihn den Einstieg in die europäischen Formel-Serien wagen liess. Zunächst fuhr er in der Formel-Ford-1600-Meisterschaft, die er gleich in seinem Debütjahr gewinnen konnte.

In der Formel Ford 2000 wurde er 1982, ein Jahr später souverän britischer Formel 3-Meister.

Im Winter 1983 absolvierte der junge Brasilianer erste Formel-1-Testfahrten bei Brabham, McLaren, Williams und dem Toleman-Team, das ihn für die kommenden drei Jahre verpflichtete. Mit einem zunächst unterlegenen Auto aus dem Vorjahr gelangen Senna keine grossen Erfolge. Erst als dem Team das neue Auto zur Verfügung stand, konnte Senna sein Talent zeigen und fuhr beim Regenrennen in Monaco der Konkurrenz auf und davon, einzig Alain Prost lag zu Rennmitte vor ihm, als das Rennen vorzeitig abgebrochen wurde. Sein ungeheuer grosses Talent, bei schlechter Witterung trotzdem voll zu fahren, sowie sein harter Fahrstil sicherten ihm den Spitznamen «The Magic».

Nach dem Rennen in Monaco erhielt er ein Angebot vom Lotus-Team. Da Senna eigentlich bis 1986 vertraglich an das Toleman-Team gebunden war, kaufte ihn sein Vater kurzerhand aus dem Vertrag frei, damit Senna die nächste Saison in einem Top-Team bestreiten konnte. WM-Rang 9 in dieser Saison war einfach zu wenig.

Senna gewann 1985 im Regen von Estoril gleich das zweite Saisonrennen und lieferte mit fünf weiteren Podestplatzierungen eine gute Saison ab, er wurde WM-Vierter. Diesen Erfolg wiederholte er im Jahr darauf mit insgesamt acht Podestplätzen, darunter zwei Siege genau wie im Vorjahr.

1987 war das letzte Jahr beim Lotus-Team, und es sollte mit Rang 3 in der Gesamtwertung auch das erfolgreichste sein.

1988 war Senna erstmals für das McLaren-Team am Start. Eine Fahrer-Team-Paarung, die Erfolg versprach. Senna sicherte sich gleich im ersten Jahr den WM-Titel vor seinem Teamkollegen und Dauer-Erzrivalen Alain Prost.

Ein Vizetitel im Jahr darauf sowie zwei weitere WM-Titel 1990 und 1991 krönten Sennas Karriere.

Die Zusammenarbeit mit McLaren hielt noch zwei Jahre. Mit einem vierten WM-Rang 1992 und einem weiteren Vize-WM-Titel 1993 endete die Zusammenarbeit, denn McLaren hatte seit 1993 nur noch Kundenmotoren von Ford zu Verfügung und war so wenig konkurrenzfähig. Da Sennas Vertrag jedoch versprach, mit Werksmaterial ausgestattet zu werden, fuhr dieser nur unter der Bedingung, pro Rennen 1.000.000 US-Dollar zu bekommen.

Während der Zeit im Team sorgte Senna im Streit mit seinem Teamkollegen Prost immer wieder für Aufsehen. Höhepunkt der Streitigkeiten war ein Zusammenprall der beiden beim letzten Saisonrennen 1989 im japanischen Suzuka. Prost musste gewinnen, um sich den WM-Titel zu sichern. In der Schikane vor Start und Ziel kollidierten beide miteinander. Prost war aus dem Rennen, Senna konnte nach Anschieben durch die Streckenposten und einem Boxenstopp das Rennen gewinnen und war Weltmeister. Im Nachhinein wurde er zunächst wegen Inanspruchnahme fremder Hilfe zur Weiterfahrt disqualifiziert. Diese Anschuldigung erwies sich jedoch als falsch, woraufhin die FIA unter Führung des Franzosen Jean-Marie Balestre die Begründung in «gefährliches» Fahren und Abkürzen der Strecke änderte. Prost war nun doch Weltmeister, und Senna warf den Regelhütern vor, dass sie parteiisch seien. Am Ende kassierte er eine saftige Geldstrafe und nahm die Vorwürfe zurück.

1994 fuhr Senna dann für das Willliams-Team. Eigentlich auch eine Paarung, die Erfolg versprach. Die Zusammenarbeit wurde jedoch abrupt beendet, als der Brasilianer beim Grand Prix von San Marino bei einem schweren Unfall tödlich verunglückte.

Die Saison begann nicht wie gewünscht. Senna, der sich selbst zum Titelanwärter ernannt hatte, lag in der Weltmeisterschaft hinter Michael Schumacher und war unter Zugzwang. Er hatte die ersten zwei Rennen der Saison von der Pole-Position aus in Angriff genommen, war aber nicht ins Ziel gekommen. So war es leider auch beim dritten Saisonrennen in Imola. Am Samstag wurde das Rennwochenende bereits von einem schweren Trainingsunfall von Rubens Barrichello und dem tödlichen Unfall des Österreichers Roland Ratzenberger überschattet. Es sollten nicht die einzigen beiden Unfälle bleiben. Senna begann das Rennen von der Pole. Nach der von einem Startunfall verursachten Safety-Car-Phase in den ersten Runden blieb Senna weiter vor Schumacher. In der sechsten Runde schoss der Brasilianer zwar gebremst, aber ohne Lenkmanöver in der Tamburello-Kurve in die Mauer. Senna erlitt schwere Kopfverletzungen und wurde später im Krankenhaus für tot erklärt. Der brasilianische Präsident rief nach dieser schockierenden Nachricht eine dreitägige Staatstrauer aus, und bei der Trauerfeier in Sao Paulo waren mehr als drei Millionen Menschen, die sich von ihrem Idol verabschieden wollten.

Sowohl 2004 als auch 2006 wurde Senna von einer Expertenjury (Teamchefs, Fahrer, Journalisten) zum schnellsten Fahrer der Geschichte gewählt.

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