Steckbrief

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Zak Brown

Management

Vorname: Zakary
Nachname: Brown
Spitzname: Zak
Webseite: www.zakbrown.com/
Twitter: ZBrownCEO
Nationalität: USA
Geburtsdatum: 07.11.1971 in Los Angeles, USA (48 Jahre, 1 Monat und 4 Tage)
Familienstand: Verheiratet
Wohnort: London
Größe:
Gewicht:
Hobbys:
Lieblingssportart(en): Motorsport
Lieblingsstrecke:
Lieblingsspeise(n):
Lieblingsmusik:

Zachary C., kurz «Zak», Brown sagt über sich selber: «Ich bin ein Racer. Die Leidenschaft für den Motorsport wurde bei mir entfacht, als ich zwölf Jahre alt war. Mein Vater nahm mich zusammen mit meinem Bruder zu Autorennen im Grossraum Los Angeles mit, wir sahen Dragster-Läufe und NASCAR-Rennen, wir fuhren oft nach Riverside. Ich war schon als Junge autobegeistert. In der High School ging ich mit dem Neffen eines Offroad-Racers zur Schule, und der begeisterte mich für Karting. Der Rest ist Geschichte.»

Brown begann 1986 mit Gokart-Rennen. Bis 1990 geawnn er 22 Läufe, dann zog es ihn nach England: «Ich bin ein grosser Historien-Fan, und es war naheliegend, die Wiege des Motorsports zu besuchen.» Ein Sieg in der Formel Ford 1991 in Donington Park liess aufhorchen. Brown wechselte für 1992 in die britische Opel-Lotus-Serie und wurde dort 1993 Gesamtvierter.

Zak Brown begann, auf beiden Seiten des Teichs Rennen zu fahren, in Europa und in Amerika. So tauchte er Mitte der 90er Jahre in der Indy-Lights-Serie auf, aber auch in der deutschen Formel-3-Meisterschaft. Mit der Zeit konzentrierte er sich auf Rennen in seiner Heimat und auf Sportwageneinsätze. 1998 wurde er Gesamtzweiter beim 24h-Rennen von Daytona in der Klasse GT2, 1998 Zweiter in Sebring.

Von 2000 bis 2005 war erst mal Schluss mit Racing – Brown baute seine eigene Sportmarketingfirma «Just Marketing International» auf. Dazu gründete er zusammen mit Richard Dean den Rennstall «United Motorsports».

Am 21. November 2016 gab McLaren bekannt: Zak Brown wird neuer Direktor der McLaren Technology Group.

Zak Brown sagte: «Ich bin überaus stolz, zur McLaren Technology Group zu kommen. Ich habe den allergrössten Respekt und enorme Bewunderung dafür, was diese Firma alles erreicht hat. Und ich freue mich darau, eine wichtige Rolle bei der weiteren Entwicklung der Gruppe zu spielen. Ich habe im Laufe der Jahre oft mit McLaren zu tun gehabt. Die Begabung und die Hingabe der gesamten Belegschaft hat mich immer tief beeindruckt.»

Zak Brown hatte im Rahmen seiner Arbeit für die von ihm gegründete Sportmarketing-Firma Just Marketing McLaren die Sponsoren Johnnie Walker, GSK, Hilton, Lenovo, Chandon und NTT vermittelt.

Im Frühling 2017 ein Coup: McLaren bestätigte, dass zusammen mit dem Rennstall von Michael Andretti ein Dallara-Honda für Fernando Alonso beim Indy 500 eingesetzt wird!

Das Indy-500-Abenteuer von Fernando Alonso war ein Märchen, leider ohne Happy-End: Die Motorsportgemeinde verfolgte die Fortschritte des Spaniers im ungewohnten IndyCar-Umfeld mit enormem Interesse, die Formel 1 sprach über IndyCar, die Amerikaner sprachen von der Formel 1, der McLaren in Papaya-Orange war Stammgast auf Bildschirmen, Online-Portalen und in den Zeitungen und Zeitschriften, bis auf eine Ausnahme gab es hier nur Gewinner. Leider schied Alonso, für 27 der 200 Runden in Führung, kurz vor Schluss des Indy 500 aus.

Zak Brown: «Indy war ohne Zweifel eine tolle Erfahrung. Wir sind trotz des Ausfalls mit einem guten Gefühl abgereist. Ja, ich würde McLaren gerne regelmässig beim Indy 500 sehen. Aber die Entscheidung ist noch nicht gefallen. Wir werden das frühestens in einigen Monaten entscheiden. Wenn es nach mir ginge, dann werden wir zurückkehren. Aber wir haben bei McLaren sehr viel aufgegleist, und wenn wir das so gut umsetzen wollen wie erwünscht, dann ist IndyCar derzeit kein Thema. Nein, McLaren vollzeit in der IndyCar-Serie, das wird frühestens in einigen Jahren passieren. Wenn überhaupt.»

McLaren hat in den 70er Jahren drei Indy-500-Siege errungen (mit Mark Donohue 1972 sowie mit Johnny Rutherford 1974 und 1976), dazu mit Roger McCluskey 1973 und Tom Sneva 1977 zwei IndyCar-Meistertitel (in der damaligen USAC-Serie).

Im Sommer wurde klar: Einen Indy-Einsatz 2018 von Alonso wird es nicht geben, Zak Brown hatte andere Baustellen zu entrümpeln.

Brown schaute der mageren Erfolgsbilanz von McLaren mit Honda nicht lange zu: Im Spätsommer 2017 zog er die Reissleine – Trennung von den Japanern, Dreijahresvertrag mit Renault von 2018 bis Ende 2020. Der Kalifornier wusste: Ohne einen konkurrenzfähigen Motor würde er Superstar Fernando Alonso nicht im Team halten können.

An welchem Punkt ahnte der Kalifornier Brown, dass die Ehe zu Honda zerbröselt? Zak: «Wir wussten im Testwinter 2017, dass wir in Schwierigkeiten stecken.» Denn da merkte McLaren: Honda hatte die schlimmstmögliche Kombination eines Formel-1-Motors gebaut – ein Triebwerk, das weder standfest, noch kraftvoll ist.

Zak Brown: «Im Laufe der Monate wurde immer klarer, dass wir einen Neuanfang brauchen. Wir sind überzeugt, dass Honda alles versucht hat, aber es war für uns an der Zeit weiterzuziehen. Wir haben in aller Öffentlichkeit versucht, zusammen mit Honda besser zu werden, wir haben es nicht geschafft.»

Berechtigte Frage: Wie will McLaren-Direktor Brown jenen Budget-Teil abfedern, der Honda bis Ende 2017 beisteuerte? Zak: «Die McLaren-Teilhaber sind sich bewusst, dass wir hier auf einen stattlichen Verlust zusteuern. Aber sie sind bereit, allfällige Ausfälle auszugleichen. Zudem liegt es an uns, zusätzliche Geldgeber zu finden.»

McLaren wird die gleichen Motoren erhalten, wie sie Renault beim Werksteam einsetzt und wie sie 2018 auch Red Bull Racing erhält. Wie will Renault-Sport-Geschäftsleiter Cyril Abiteboul verhindern, dass sie von Red Bull Racing und McLaren geschlagen werden? Abiteboul: «Das ist sehr einfach. Da wir alle den gleichen Motor haben, müssen wir halt ein besseres Chassis bauen.»

«Wir haben es uns mit der Entscheidung pro McLaren nicht leicht gemacht. Uns ist klar, dass wir einen starken Gegner noch stärker machen. Aber unser Ziel als Teilnehmer in der Formel 1 war immer auch, eine nachhaltige Lösung zu finden. Derzeit sind wir als Werksteam vertreten, es gab zwischendurch auch Phasen, in welchen wir reiner Motorenlieferant waren. Ich erinnere an die Partnerschaft mit Williams, die uns beide zum Weltmeister gemacht hat. Und an die Zusammenarbeit mit Red Bull Racing, die ebenfalls WM-Titel einbrachte.»

Für seinen Star-Fahrer Fernando Alonso ist die Ausgangslage ganz leicht: Er strebt den Sieg in den grössten drei Rennen der Welt an, beim Monaco-GP (2006 und 2007 abgehakt), beim Indy 500 (2017 viel Eindruck gemacht), bei den 24 Stunden von Le Mans. Generell giert der Spanier danach, sich in fremden Rennwelten zu bewähren. Und das macht ihn zu dem, wofür ihn viele halten: zum besten Rennfahrer der Welt.

Im Rahmen des Mexiko-GP 2017 ist bestätigt worden, dass Alonso im kommenden Jahr bei den 24 Stunden von Daytona in Florida antritt. Im United-Autosports-Team von McLaren-Direktor Zak Brown. Der 45jährige Kalifornier sagt: «Wir hatten einige vage Gespräche darüber, denn wir sprechen die ganze Zeit über andere Rennserien. Ich sass mit Fernando und seinem Manager Luis zusammen, und auf einmal sagt Alonso: „Ich will in Daytona fahren.“»

«So langsam habe ich mich nach der ganzen Indy-Geschichte an solche Vorschläge gewöhnt. Ich drehte mich also zu Luis hinüber und fragte: „Das meint er ernst, nicht wahr?“ Und Luis antwortet: „Und ob.“ Also musste ich bei Fernando nicht nachhaken.»

Zak Brown beginnt zu lachen: «Wir haben ein Monster erschaffen – ein Rennmonster!» Aber auch Monster werden müde: Im Sommer teilte Fernando Alonso seinem Chef mit: Er wird 2019 nicht mehr Formel 1 fahren. Da nützten auch die ganzen personellen Rochaden nichts: Teamchef Eric Boullier reichte die Kündigung ein, der Brasilianer Gil De Ferran wurde Sportdirektor, von Toro Rosso wurde Technikchef James Key weggelockt, im Winter dockte Ex-Porsche-Langstreckenchef Andreas Seidl in Woking an.

Alonso bleibt dem Team verbunden und fährt 2019 mit einem von McLaren eingesetzten McLaren-Chevy das Indy 500. In den GP-Rennern sitzen aber Carlos Sainz und Lando Norris.

Fernando Alonso hat sich die Hintertür offenstehen lassen. Er sagt: «Ich will im Sommer 2019 in mich hineinhorchen. Vielleicht spüre ich ja eine Leere und merke, dass ich die Formel 1 vermisse.» Möglicherweise funktioniert das aber auch umgekehrt. Im Fahrerlager des Yas Marina Circuit von Abu Dhabi sagte McLaren-Chef Zak Brown: «Wenn ich einen Fahrer bräuchte, dann wäre die Nummer von Alonso die erste, welche ich wähle. Michael Schumacher ist zurückgekommen, Alain Prost ist zurückgekommen. Ich würde nichts ausschliessen, auch nicht, dass Fernando 2019 mal für uns testet. Alonso fährt in absoluter Hochform.»

«Fernando hat mir gesagt, dass er sich vorstellen kann, eines Tages eine Management-Rolle zu übernehmen. Er liebt einfach die Atmosphäre an einer Rennstrecke. Wenn er nicht in der Formel 1 ist oder bei einem Langstreckenrennen, dann triffst du ihn auf der Kartbahn. Er kann es einfach nicht lassen.»

«Und keiner sollte vergessen, dass er noch immer ein McLaren-Fahrer ist. Wir fahren ja 2019 gemeinsam beim Indy 500. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie Fernando unserem Team helfen kann.»

«Ich bedaure es sehr, dass Fernando ohne Chance auf einen Podestplatz gegangen ist. Vor allem deshalb, weil wir sehen, auf welch hohem Niveau er fuhr. Ich finde es sehr schade, dass er in seiner Karriere nur zwei WM-Titel gewinnen konnte. Hätte er die richtigen Autos gehabt, dann wäre er auf der Stufe von Schumacher und Hamilton mit fünf oder sechs Titeln.»

Zak Brown © McLaren Zak Brown

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