Das in diesem Jahr schon öfter bei Ogier am Finaltag einer Rallye aufgetretene Nervenflattern blieb bei der Saisonhalbzeit in Hellas diesmal aus. Beim siebten Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft in Griechenland erzielte Ogier seinen dritten Saisonsieg erzielt. Nach 18 harten und rauen Schotterprüfungen des griechischen WM-Klassikers lag Ogier bei seinem fünften Gesamtsieg 10,5 Sekunden vor seinem Citroën-Partner Sébastien Loeb. «Das war eine tolle Rallye für mich. Ich fand einen guten Rhythmus und habe ständig attackiert», sagte Ogier, der damit den Citroën-Rekord mit sechs Siegen in Folge aus den Jahren 2005 und 2009 egalisierte. Das Zwei-Zacken-Team hat damit in diesem Jahr alle Schotterrallyes gewonnen.

Mit einem Rückstand von 13,4 Sekunden komplettierte Ford-Werkspilot Mikko Hirvonen das Hellas-Podium am Sonntagmittag in Loutraki. Mit 146 Punkten baute der 65-fache Rekordsieger und siebenfacher Weltmeister Loeb seine Tabellenführung zu einem Vorsprung von 17 Zählern auf Hirvonen weiter aus. In der Hersteller-Wertung setzte sich der Tabellenführer und Titelverteidiger Citroën mit exakt 250 Punkten um 55 Zählern von seinem Verfolger Ford ab.

«Das Ergebnis war mein Preis der gestrigen Taktik. Ich wurde wieder einmal als Strassenfeger bestraft», kommentierte Loeb etwas enttäuscht seinen Ehrenrang. «Ich machte keinen Fehler. Ich hatte keine Chance, es besser zu machen. Am Ende war mir nur noch die Weltmeisterschaft wichtig.»

Petter Solberg, der in seinem privat eingesetzten Citroën DS3 bis zur neunten Entscheidung geführt hatte, kam mit einem Rückstand von 38,7 Sekunden auf dem vierten Rang ins Ziel in Loutraki.

Für den Vize-Champion Jari-Matti Latvala war die Rallye Akropolis 2011 eine Tour der technischen Leiden. Am Freitag fiel der Fronantrieb aus. Am Samstag bremste ihn sehr stark ein defekter Turbolader am zweiten Werks-Ford Fiesta ein. Auf der letzten Prüfung, der 4 km langen Powerstage, verhinderte ein gebrochener hinterer Stabilisator die mögliche sechste Hellas-Bestzeit. Er erreichte mit einem Rückstand von 13.08,8 Minuten den neunten Endrang.

Ex-Formel 1-Weltmeister Kimi Räikkönen, der seine letzte Schotter-Rallye dieses Jahr mit dem sechsten Platz in Jordanien abschloss, kommt auf dem losen Untergrund immer besser zurecht. Bei seinem vierten Saisonstart erreichte er in seinem privat eingesetzten Citroën DS3 den siebten Platz (8:29,3 Minuten zurück).

Den vierten Lauf zur Super 2000-WM gewann Juho Hänninen im Red Bull Skoda. Bei seinem zweiten Gruppensieg nach 2010 in seiner finnischen Heimat fuhr der IRC-Champion einen sehr klaren Vorsprung von 4:54,6 Minuten auf Bernardo Sousa im Ford Fiesta S2000 heraus. Mit einem Gruppenrückstand von 7:08,7 Minuten erreichte sein deutscher Teamkollege Hermann Gassner jr. auf dem 14. Gesamtplatz den vierten Rang in der S2000-Wertung.

Endstand nach 3 Etappen, 18 Prüfungen (= 348,80 km) und 1.217 Gesamtkilometern:

1. Sébastien Ogier/Julien Ingrassia (F), Citroën DS3 WRC, 4:04:44,3 h.
2. Sébastien Loeb/Daniel Elena (F/MC), Citroën DS3 WRC, + 10,5 sec.
3. Mikko Hirvonen/Jarmo Lehtinen (FIN), Ford Fiesta RS WRC, + 13,4
4. Petter Solberg/Chris Patterson (N/GB), Citroën DS3 WRC, + 38,7
5. Henning Solberg/Ilka Minor (N/A), Ford Fiesta RS WRC, + 5:24,7 min.
6. Matthew Wilson/Scott Martin (GB), Ford Fiesta RS WRC, + 6:54,6
7. Kimi Räikkönen/Kaj Lindström (FIN), Citroën DS3 WRC, + 8:29,3
8. Juho Hänninen/Mikko Markkula (FIN), Skoda Fabia S2000, + 11:34,6
9. Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila (FIN), Ford Fiesta RS WRC, + 13:08,8
10. Dennis Kuipers/Frédéric Miclotte (NL/B), Ford Fiesta RS WRC, + 12:25,7

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