Schweden ist vergessen, es lebe Mexiko! Sébastien Loeb ist «El Matador» von Mexiko. Zum fünften Mal in Folge siegte Loeb in Mittelamerika. Bei seinem 63. Laufsieg liess er im Citroën DS3 WRC den Auftaktsieger Mikko Hirvonen um 1:38,4 Minuten hinter sich. Schweden-Sieger Hirvonen führt aber mit 46 Punkten vor Loeb (36 Zähler) weiterhin die Tabelle an.

Das mexikanische Schotter-Finale begann voller Dramatik. Sébastien Ogier startete als Leader in die drei letzten Entscheidungen. Bereits auf der ersten Sonntag-Prüfung aber war sein Traum vom dritten Laufsieg geplatzt. Er schlug mit seinem Citroën DS an und riss dabei das linke Vorderrad ab. Adiós Mexiko! Dies spielte Loeb erneut die Führung und damit den Sieg in die Hände.

«Es war nicht schön, Ogier stehen zu sehen. Wir hatten einen tollen Kampf, aber ich kämpfe um die Weltmeisterschaft, deswegen habe ich laufend attackiert. Ich denke, wir haben hier gezeigt, dass unser Auto auf Schotter stark ist», äusserte sich Loeb zu seinem ersten Saison-Triumph und zum ersten Schottersieg mit der neuen WRC-Generation.

«Das war schon eine verrückte Rallye», konstatierte Hirvonen, der auf der so wichtigen, mit drei Siegpunkten bedachten Powerstage seine einzige Bestzeit markierte. «Ich konnte nie dem Tempo von Citroën folgen, und dann bin ich plötzlich Zweiter.»

Sein Teamkollege Jari-Matti Latvala setzte immerhin zwei Bestzeiten und erreichte nach seinem Reifenschaden am Freitag mit einem Rückstand von 2:23,9 Minuten den letzten Podestplatz. Der letztjährige Mexiko-Zweite Petter Solberg notierte nach seinem Pech am Freitag diesmal im privaten Citroën DS3 den vierten Platz (Rückstand: 7:18,4 Minuten), der ihm die ersten zwölf Punkte in der Hersteller-Wertung seines eigenen Teams brachte. Er führte die norwegische Fraktion vor dem Schweden-Zweiten Mads Östberg und seinem älteren Bruder Henning, beide im Stobart Ford Fiesta WRC, an.

Eine ungewöhnliche Rallye erlebte der «youtube»-Millionär Ken Block mit seinem Ford Fiesta RS WRC. Wegen eines Elektrikproblems blieb er vom Start zur ersten Prüfung liegen und kassierte deswegen zehn Strafminuten. Auf der achten Prüfung blieb er erneut mit einem Elektrikdefekt liegen. Auf der zweiten Etappe warf er sich am Ende selbst aus der Rallye. Am Finaltag war er auf der vorletzten Prüfung für 20 Minuten ausser Gefecht gesetzt. Letztlich erreichte er mit einem Rückstand von 1:04:04,7 Stunden auf Rang 12 endlich das Ziel.

Den sehr schwach besetzten Saisonauftakt der S2000-WM gewann der Dakar-Sieger Nasser Al-Attiyah mit 13,5 Sekunden vor seinem Ford Fiesta-Kollegen Martin Prokop und 1:27,2 Minuten vor dem IRC-Champion Juho Hänninen im Fabia des Skoda Red Bull-Teams.

Endstand nach 3 Etappen, 22 Prüfungen (= 354,87 km) und 1.031 Gesamtkilometern:

1. Sébastien Loeb/Daniel Elena (F/MC), Citroën DS3 WRC, 3:53:17,0 h
2. Mikko Hirvonen/Jarmo Lehtinen (FIN), Ford Fiesta RS WRC, + 1:38,4 min.
3. Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila (FIN), Ford Fiesta RS WRC, + 2:23,9
4. Petter Solberg/Chris Patterson (N/GB), Citroën DS3 WRC, + 7:18,4
5. Mads Östberg/Jonas Andersson (N/S), Ford Fiesta ES WRC, + 8:43,5
6. Henning Solberg/Ilka Minor(N/A), Ford Fiesta RS WRC, + 9:50,0
7. Nasser Al-Attiyah/Giovanni Bernarcchini (QA/I), Ford Fiesta S2000, + 13:21,5
8. Martin Prokop/Jan Tomanek (CZ), Ford Fiesta S2000, + 13:35,0
9. Juho Hänninen/Mikko Markkula (FIN), Skoda Fabia S2000, + 14:48,7
10. Federico Villagra/Jorge Perez Companc (RA), Ford Fiesta RS WRC, + 48:17,2

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