Citroen hat vorzeitig beim vorletzten Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft zum siebten Mal die Hersteller-Wertung mit einem Vorsprung von 46 uneinholbaren Punkten auf Ford gewonnen. Für den vierten Titelgewinn hintereinander sorgte primär Sébastien Loeb mit seinem siebten Spanien-Triumph in Folge. Sein Landsmann und Teampartner Sébastien Ogier schied als Gesamtfünfter auf der vorletzten Entscheidung mit Motorschaden aus. «Das war nach drei schlechten Rallyes für mich endlich ein gutes Wochenende», sagte Loeb.

Der 37-jährige Wahlschweizer Loeb verbesserte mit seinem fünften Saisonsieg seine Chance auf seine achte WM-Krone hintereinander. Nach seinem 67. Gesamtsieg konnte sich der Titelverteidiger vor dem Finale in Wales (11. bis 13. November) um acht Zähler von seinem ärgsten Titelrivalen Mikko Hirvonen absetzen.

Hirvonen, für den sein Landsmann und Ford-Teamkollege Jari-Matti Latvala seinen zweiten Platz opferte, lag vor dem vorletzten Lauf mit jeweils 196 Punkten gemeinsam mit Loeb an der Tabellenspitze. Im Ziel lag er 2:06,9 Minuten hinter Loeb. Der Rückstand des auf Platz drei zurückgefallenen Vize-Champion Latvala stieg von 28,2 Sekunden auf 2:32,4 Minuten.

«Ich habe das ganze Wochenende mit meiner Pace gekämpft. Ich bedanke mich bei Jari-Matti. Jetzt kann ich kaum noch auf die Rallye Grossbritannien. Dort hatten wir immer einen guten Speed», meinte Hirvonen.

Für eine Überraschung sorgte auf der letzten Prüfung, der «Power Stage», Kris Meeke im Mini John Cooper Works. Der Nordire gewann diese wichtige Entscheidung vor seinem Teampartner Dani Sordo und Loeb und erzielte damit auch seine erste Bestzeit. Meeke kassierte hierfür drei Extra-Punkte zu seinen zehn Zählern für seinen fünften Platz hinter Sordo. Damit fuhr Meeke erstmals in diesem Jahr in die Punkteränge.

Mit seinem Divisionssieg als Gesamtzehnter gewann Juho Hänninen, der Titelverteidiger in Intercontinental Rally Challenge, im Fabia S2000 des Red Bull Skoda-Teams die Super 2000-Weltmeisterschaft. Sein Teampartner Hermann Gassner jr. blieb mit 18. Gesamtrang Bester des deutschen Trios, das brav hintereinander ins Ziel kam. Hinter ihm reihten sich nämlich auf den nächsten Plätzen Aaron Burkart im Ford Fiesta S2000 und Christian Riedemann im von VW eingesetzten Skoda Fabia S2000 ein.

Endstand nach Etappen, 18 Prüfungen (= 406,52 km) und 1.589 Gesamtkilometern:

1. Sébastien Loeb/Daniel Elena (F/MC), Citroën DS3 WRC, 4:05.39,3 h.
2. Mikko Hirvonen/Jarmo Lehtinen (FIN), Ford Fiesta RS WRC, + 2:06,9 min.
3. Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila (FIN), Ford Fiesta RS WRC, + 2:32,4
4. Dani Sordo/Carlos Del Barrio (E), Mini John Cooper Works WRC, + 3:24,1
5. Kris Meeke/Paul Nagle (GB/IRL), Mini John Cooper Works WRC, + 5:14,9
6. Mads Östberg/Jonas Andersson (N/S), Ford Fiesta RS WRC, + 5:54,1
7. Evgeny Novikov/Denis Giraudet (RUS/F), Citroën DS3 WRC, + 9:31,7
8. Henning Solberg/Ilka Minor (N/A), Ford Fiesta RS WRC, + 9:40,1
9. Dennis Kuipers/Frédéric Miclotte (NL/B), Ford Fiesta RS WRC + 11:13,8
10. Juho Hänninen/Mikko Markkula (FIN), Skoda Fabia S2000 + 13:49,1

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