Sébastien Ogier hat beim Finale der Rallye-Weltmeisterschaft in Wales in VW Polo R WRC seinen achten Saisonsieg erzielt. Doch Freude über seinen 32. Gesamtsieg wollte bei dem 31-jährigen Franzosen angesichts der grausamen Ereignisse in seiner Landeshauptstadt Paris nicht aufkommen. Nach 19 Prüfungen lag Ogier, der bereits beim zehnten Lauf in Australien seine dritte Weltmeisterschaft in Folge vorzeitig perfekt gemacht hatte, 26,0 Sekunden vor Kris Meeke im Citroën DS3 WRC.  

«Das war die beste Art, eine Saison zu beenden, aber es gibt nichts um diesen zu feiern. Wir haben nun ganz andere Dinge im Kopf», sagte Ogier zu seinem Hattrick-Sieg auf der britischen Insel. «Der Fehler in Spanien hat Sébastien noch stärker gemacht», ergänzte seine Frau Andrea Kaiser. «Aber dieser Sieg ist anders. Für Sébastien war einer seiner schwersten Siege. Es wird keinen Champagner und auch kein Jubeln geben.»  

Meeke war mit seiner Leistung und seinem Ergebnis vollauf zufrieden. «Das war wirklich ein gutes Wochenende», führte er an. 

Ogiers VW-Kollege Andreas Mikkelsen, der beim vorletzten Lauf in Spanien seinen ersten Sieg eingefahren hatte, wurde Dritter (Rückstand: 36,2 Sekunden). «Ich habe auf der Power Stage noch zu pushen versucht, aber nicht zu viel, weil ich unbedingt auf das Podium wollte. Unsere Performance in diesem Jahr war gut, viele Podiumsplätze und mein erster Sieg. Ich kann das nächste Jahr gar nicht erwarten», merkte Mikkelsen an. 

Vize-Titel an Latvala und Citroën

VW-Pilot Jari-Matti Latvala verteidigte trotz zweier Ausfälle beim Saisonausklang fast kampflos seine Vize-Weltmeisterschaft. Diese verpasste sein VW-Partner Mikkelsen um zwölf  Bei den Herstellern konnte sich im Kampf um den zweiten Tabellenplatz hinter Meister Volkswagen der achtfache Titelgewinner Citroën um sechs Zähler gegen Hyundai durchsetzen. Die Citroën-Piloten Meeke und Mads Östberg erreichten die Plätze zwei und sieben und damit 24 Hersteller-Punkte. Die Hyundai-Piloten Dani Sordo und Hayden Paddon belegten die Ränge fünf und sechs mit 22 Zählern für die Herstellerwertung. «Kein so schlechtes Ergebnis, es war ein gutes Resultat, um das Jahr zu beenden», meinte Sordo.  

Volkswagen dominierte auch 2015

Auch in diesem Jahr stand das Championat ganz im Zeichen der Volkswagen-Dominanz. Bei der zehnten Saisonstation in Australien sicherten die «Blauen» aus Norddeutschland vorzeitig die Titel in der Fahrer- und Beifahrerwertung und auch bei den Herstellern. Die Wolfsburger gewannen erneut zwölf von 13 möglichen Rallyes, nur der Lauf in Argentinien ging mit dem Sieger Kris Meeke an Citroën. Damit egalisierten sie den Rekord aus dem Vorjahr. In Wales feierte der dreifache Champion Ogier seine 400. Bestzeit und Volkswagen die 500. Bestmarke mit dem Polo R WRC seit dem offiziellen Einstieg in die Weltmeisterschaft bei der Rallye Monte Carlo im Januar 2013. In der Fahrertabelle belegen wie 2014 die VW-Piloten die ersten drei Plätze.  

In der WRC2-Wertung ging der Sieg an Teemu Suninen im Skoda Fabia S2000 mit einem Vorsprung von 19,2 Sekunden auf den zuvor führenden Eric Camilli im Ford Fiesta R5 und von 1:02,0 Minuten auf Craig Breen im Peugeot 208 T16.

Endstand nach 19 Prüfungen.

1. Sébastien Ogier/Julien Ingrassia (F) VW Polo R WRC 3:03:02,0 Stunden;
2. Kris Meeke/Paul Nagle (GB/IRL) Citroën DS3 WRC + 26,0 sec.;
3. Andreas Mikkelsen/Ola Floene (N) VW Polo R WRC + 36,2;
4. Dani Sordo/Marc Marti (E) Hyundai i20 WRC + 2:51,3;
5. Hayden Paddon/John Kennard (NZ) Hyundai i20 WRC + 3:00,5;
6. Elfyn Evans/Daniel Barritt (GB) Ford Fiesta RS WRC + 3:09,1;
7. Mads Östberg/Jonas Andersson (N/S) Citroën DS3 WRC + 4:28,4; 8. Stéphane Lefebvre/Stéphane Prévot (F/B) Citroën DS3 WRC +
5:38,4;
9. Robert Kubica/Maciek Szczepaniak (PL) Ford Fiesta RS WRC + 6:22,7;
10. Lorenzo Bertelli/Lorenzo Granai (I) Ford Fiesta RS WRC + 8:05,0;  

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Mathias Brunner
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