Citroën hat seine einstige Domäne in Spanien nach 2012 wieder zurückerobert. Mit seinem zweiten Saisonsieg nach Mexiko und seinem fünften Gesamtsieg bescherte Kris Meeke im C3 WRC Citroën den neunten Triumph in Katalonien und den 98. Laufsieg. Erfolgreicher war das Zwei-Zacken-Team nur in Deutschland mit zehn Siegen. Für den in diesem Jahr mehr unglücklich agierenden Meeke war sein erster Spanien-Erfolg eine wahre Erlösung und der Aufstieg aus einem persönlichen Jammertal.

Der 38-jährige Nordire Meeke dominierte die Rallye Catalunya erst, als es am Samstagmorgen auf Asphalt ging. Dort spielte er die Qualitäten des C3 WRC voll aus. Er setzte auf acht Prüfungen die meisten Bestmarken, davon fünf am Sonntag. Der Mexiko-Gewinner lag nach 19 Prüfungen 28,0 Sekunden vor dem dreifachen Spanien-Sieger Sébastien Ogier, der damit im Ford Fiesta WRC von M-Sport einen weiteren großen Schritt Richtung fünften WM-Titel machte, nachdem sein Titelrivale Thierry Neuville mit einem abgescherten Rad am Hyundai i20 Coupé WRC auf der 16. Entscheidung ausschied.

«Das war ein außergewöhnliches Wochenende», freute sich Meeke. «Ich weiß, wie es ist, wenn man etwas unten ist und dann wieder hochkommt. Das habe schon einige Male erlebt. Wir wussten immer, dass das Auto auf Asphalt stark ist. Dieses Ergebnis ist der Beweis. Und das gibt uns allen im Team einen großen Vertrauensschub.» Meeke hat in diesem Jahr sowohl auf Schotter in Mexiko und auch auf größtenteils Asphalt gewonnen.

Ogier: «Wichtige Punkte»

«Ich fühle mich gut. Wir machten an diesem Wochenende einen guten Job», sagte Ogier. «Es war nicht immer leicht, aber am Samstag fanden wir auf Asphalt einen guten Rhythmus. Wir haben wir wichtige Punkte geholt und das ist gut.» Er baute seine Tabellenführung auf 198 Punkte aus und liegt nun 37 Zähler vor seinem Teamkollegen Ott Tänak, der um einen Punkt den in Spanien gescheiterten Neuville auf den dritten WM-Rang verdrängte. Ogier ließ aber seine sportliche Zukunft weiter offen.

Auch wenn der zweifache Saisonsieger und Deutschland-Gewinner Ott Tänak im zweiten Ford Fiesta WRC 5,0 Sekunden knapp hinter Ogier den letzten Podiumsplatz belegte und damit zu den 33 Spanien-Punkte für seinen Arbeitgeber beitrug, so reichte es M-Sport für den möglichen vorzeitigen Titelgewinn in der Hersteller-Wertung noch nicht. Drei Punkte fehlten. Nun darf M-Sport dies beim WM-Heimspiel auf der britischen Insel nachholen. M-Sport hat nun 358 Punkte, 83 Zähler vor Huyndai bei noch 86 zu vergebenden Punkten.

«Wir haben während der ganzen Rallye unser Bestes gegeben. Ich hatte diesmal auf Asphalt ein gutes Gefühl. Ein fast perfektes Wochenende. Die Punkte waren für das Team sehr wichtig», merkte der zweifache Saisonsieger Tänak an.

Das Hyundai-Desaster

Der Vize-Champion Hyundai hat nach dem spanischen Desaster nur noch eine Rechenschieber-Chance auf die erste Herstellerkrone. Das nahe Frankfurt in Alzenau ansässige WM-Team des südkoreanischen Automobilherstellers Hyundai kann dies aus eigner Kraft nicht schaffen. M-Sport darf dann in den beiden letzten Läufen höchstens insgesamt fünf Punkte einfahren. Auf der letzten Samstagentscheidung führte der gleiche Felsen zum vorzeitigen Feierabend von Dani Sordo und Neuzugang Andreas Mikkelsen. Sordo belegte bei seinem etwas missglückten Heimspiel am Ende den 15. Rang, Mikkelsen, der die erste Etappe gewann, erreichte den 18. Platz.

Wie in Deutschland war Juho Hänninen auch an der Costa Dorada mit dem vierten Rang (Rückstand: 54,1 Sekunden) der schnellste, aber auch der einzige Toyota Yaris. Der Schweden-Sieger Jari-Matti Latvala musste wegen einer beschädigten Ölwanne auf den Re-Start am Samstag verzichten. Der Finnland-Gewinner Esapekka Lappi verabschiedete sich als Gesamtsechster auf der 15. Prüfung mit einem Ausritt neben die Asphaltpiste. «Ich war ganz nahe an meiner besten Rallye in meiner Karriere. Es hat gut getan, wenn man sieht, dass man mit den Jungs da vorne kämpfen kann», meinte Hänninen.

Die WRC2-Wertung gewann Teemu Suninen im Ford Fiesta R5 31,6 Sekunden vor Jan Kopecky im offiziellen Skoda Fabia R5 und 4:38,9 Minuten vor dessen Markenkollegen Benito Guerra.

Beim Finale der Juinior-Meisterschaft erreichte der Deutschland-Gruppensieger Julius Tannert im Ford Fiesta R2 hinter dem einheimischen Titelgewinner Nil Solans und Terry Folb einen guten dritten Rang, verpasste aber den dritten WM-Rang.

Endstand nach 19 Prüfungen:

1. Meeke/Nagle (GB/IRL), Citroën C3 WRC, + 3:01:21,1 h.
2. Ogier/Ingrassia (F), Ford Fiesta WRC, + 28,0 sec.
3. Tänak/Jarveoja (EE), Ford Fiesta WRC, + 33,0
4. Hänninen/Lindström (FIN), Toyota Yaris WRC, + 54,1
5. Östberg/Eriksen (N), Ford Fiesta WRC, + 2:26,2
6. Lefebvre/Moreau n(F), Citroën C3 WRC, + 2:43,0
7. Evans/Barritt (GB), Ford Fiesta WRC, + 4:37,4
8. Suninen/Markkula (FIN), Ford Fiesta R5, + 8:22,7
9. Kopecky/Dresler (CZ), Skoda Fabia R5, + 8:54,5
10. Veiby/Skjaermoen (N), Skoda Fabia R5, + 9:04,8

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