Steckbrief

Nicky Hayden Verstorben

Rennfahrer

Vorname: Nicholas Patrick
Nachname: Hayden
Spitzname: Trick Daddy oder Kentucky Kid
Webseite: www.nickyhayden.com
Twitter: NickyHayden69
Nationalität: USA
Geburtsdatum: 30.07.1981 in Owensboro, USA (38 Jahre, 2 Monate und 23 Tage)
Sterbedatum:22.5.2017, Italien (Kollision mit Auto beim privaten Radtraining)
Familienstand: Ledig
Wohnort: Owensboro
Größe: 173 cm
Gewicht: 69 kg
Hobbys: Basketball, Freunde, Tischtennis, Basketball
Lieblingssportart(en): Basketball, Tischtennis
Lieblingsstrecke: Laguna Seca, Peoria TT, Sachsenring
Lieblingsspeise(n): Pizza, Mama's Küche
Lieblingsmusik: Hip Hop - Nappy Roots, Tupac und Eminem

Schon als Jugendlicher fuhr Nicky Hayden zusammen mit doppelt so alten Konkurrenten in der Central Motorcycle Roadracing Association (CMRA). Weil er zu klein war, um den Boden zu erreichen, musste ihm am Start immer jemand helfen, das Motorrad auszubalancieren, bis das Rennen los ging. Dieser Umstand führte dazu, dass der kleine Nicky immer vom letzten Platz startete.

Mit 17 Jahren (1998) ging Hayden auf einer Honda in verschiedenen US-Meisterschaften an den Start. 2002 gewann er die US-Superbike-Meisterschaft und die Daytona 200.

Daraufhin wechselte er 2003 in die MotoGP-Klasse und wurde auf Anhieb WM-Fünfter sowie «Rookie of the year». Hayden wurde somit zu einem der wenigen Rennfahrern, die nicht durch die 125er-/250er-WM in die MotoGP-Klasse gekommen sind, aber trotzdem sehr erfolgreich waren.

Bei seinem Heim-Grand-Prix auf dem Laguna Seca Raceway im Jahr 2005 feierte Hayden seinen ersten MotoGP-Sieg. Er wurde in diesem Jahr Dritter in der Gesamtwertung.

2006 gewann Hayden den MotoGP-Weltmeistertitel mit nur zwei Rennsiegen. Dank konstanter Platzierungen in den Punkterängen konnte er sich am Jahresende mit 252 Punkten knapp vor Yamaha-Pilot Valentino Rossi, der 247 Punkte erreichte, den Titel sichern.

In den folgenden Jahren konnte der US-Amerikaner nicht an diese Erfolge anknüpfen und erreichte nur noch vereinzelte Podestplatzierungen. Auch in der Gesamtwertung konnte er nicht mehr in die Top-5 vorstoßen, auch ein Wechsel von Honda zu Ducati im Jahr 2009 änderte daran nichts. Im Gegenteil: Als WM-13 wurde es seine schlechteste MotoGP-Saison.

Haydens Zeit bei Ducati endete nach der Saison 2013 als WM-Neunter. 2014 fuhr er im spanischen Aspar-Team eine Production-Honda, die jedoch hoffnungslos unterlegen war. Zudem hatte Hayden starke gesundheitliche Probleme. Sein Handgelenk schwoll nach jedem Rennen auf die doppelte Grösse an. Bei einer Operation wurden ihm daraufhin drei Knochen aus dem Handgelenk entfernt. Der Amerikaner erreichte nur WM-Rang 16.

Über den Winter erlangte Hayden seine Fitness zurück. Für die Saison 2015 erhielt das Team nun letztjährige Werks-Honda ohne Seamless-Getriebe, welche auf die Einheitselektronik von Magneti Marelli abgestimmt werden müssen. Die Saison endete auf Platz 20 ohne besondere Highlights, seinen Teamkollegen Eugene Laverty hatte Hayden aber im Griff.

Hayden spürte frühzeitig, dass sich seine Zeit in der MotoGP dem Ende neigt und nahm beim Meeting der Superbike-WM in Laguna Seca Kontakt erste Gespräche auf. Schnell kam es zur Einigung mit dem einzigen Honda-Team, wo ein Nachfolger für Sylvain Guintoli gesucht wurde, der sich zu Yamaha verabschiedete. Der US-Amerikaner ist der erste MotoGP-Weltmeister, der in die Superbike-WM wechselt, deren Gewinn er anstrebt.

Die Umstellung auf das Honda Superbike gelang Hayden problemlos. Obwohl die CBR1000RR 2016 nicht zu den besten Motorrdern zählte, gelangen ihm in 28 Rennen vier Podestplatzierungen, darunter ein Sieg im Regenrennen von Sepang. Die Saison beendete der US-Amerikaner auf einem tadellosen fünften WM-Rang.

2017 strebt Hayden mit einer neuen Honda Fireblade nach dem Gewinn der Serie. Sein Teamkollege war der Deutsche Stefan Bradl, der wie Hayden von der MotoGP in die Superbike-WM wechselte. Doch am 17. Mai endete sein Traum, als Erster MotoGP- und Superbike-Weltmeister zu werden, abrupt.

Bei einem Unfall am 17. Mai 2017 mit seinem Rennrad in unmittelbarer Nähe zum Misano World Circuit kollidierte Hayden mit einem PKW und wurde schwerst verletzt. Ärzte kämpften mehrere Tage um das Leben des 35-Jährigen, doch die Lage war aussichtslos. Am 22. Mai wurden die lebenserhaltenden Maschinen abgestellt und der beliebte US-Amerikaner für tot erklärt. Haydens Mutter Rose, sein Bruder Tommy sowie seine Verlobte Jackie waren bei ihm.

Nicky Hayden ist eines von fünf Kindern, auch seine beiden Brüder Tommy und Roger Lee sowie sein Vater Earl war/sind Rennfahrer. Von seinem Vater hatte Nicky die Startnummer 69 übernommen.

Nicky Hayden © Red Bull Honda Nicky Hayden Nicky Hayden 2009 © DPPI Nicky Hayden 2009 Nicky Hayden 2010 © DPPI Nicky Hayden 2010 Nicky Hayden 2002 © DPPI Nicky Hayden 2002

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