Steckbrief

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Helmut Marko

Rennfahrer

Vorname: Helmut
Nachname: Marko
Spitzname:
Webseite:
Twitter:
Nationalität: Österreich
Geburtsdatum: 27.04.1943 in Wien, Österreich (76 Jahre, 11 Monate und 5 Tage)
Familienstand: Verheiratet
Wohnort:
Größe:
Gewicht:
Hobbys:
Lieblingssportart(en):
Lieblingsstrecke:
Lieblingsspeise(n): Italienisch
Lieblingsmusik: Jazz

Helmut Marko wurde am 27. April 1943 im österreichischen Graz geboren und war ein enger Freund von Jochen Rindt, seinem Schulkameraden auf dem Gymnasium von Bad Aussee. Nach dem Abitur studierte er Rechtswissenschaften, 1967 promovierte er.  Neben seinem Studium war er mit Jochen Rindt auch im Motorsport aktiv und startete in verschiedenen Rennserien, wie bei Sportwagenrennen, der Formel V und der Formel 3.

In den Jahren 1971 und 1972 fuhr er für BRM neun Formel-1-Rennen, schaffte es aber nie in die Punkteränge. Dafür gewann er 1971 in einem Porsche 917 gemeinsam mit Gijs van Lennep die 24 Stunden von Le Mans. Bei diesem Rennen stellten sie einen Distanzrekord auf, der erst 39 Jahre später, 2010, nach Umbauten an der Strecke geknackt wurde. Außerdem hält er mit einer Rundenzeit von 33:41 Minuten immer noch den Rekord beim legendären Targa-Florio-Rennen auf Sizilien.

Helmut Markos Rennkarriere endete am 2. Juli 1972, als ein vom Vordermann aufgewirbelter Vulkanstein beim Grand Prix von Frankreich in Clermont-Ferrand das Visier seines Helms durchschlug und er durch eine Verletzung auf dem linken Auge erblindete. Nach dem Ende seiner Rennkarriere baute sich Marko ein zweites Standbein auf und eröffnete in seiner Heimatstadt Graz das Schlossberghotel und das Augarten Hotel.

1984 gründete Marko sein eigenes Rennteam, RSM-Marko, mit dem er bis 1989 in der DTM und ab Mitte der 1980er Jahre auch in der deutschen Formel-3-Meisterschaft antrat. 1989 wurde RSM-Marko mit Karl Wendliner und 1994 mit Jörg Müller Meister. Müller holte im Debütjahr auch den Titel in der Internationalen Formel-3000-Serie, in der das Team von 1996 bis 2003 antrat.

Neben seinem Engagement als Teamchef war Marko auch für verschiedene Fahrer wie Gerhard Berger und Karl Wendlinger als Manager tätig und leitet seit 1999 das Nachwuchsprogramm von Red Bull, aus dem unter anderen Sebastian Vettel den Sprung in die Formel 1 schaffte. Seit 2005 ist er als Red-Bull-Motorsportchef weiter für das Nachwuchsprogramm verantwortlich.

Nach Vettel schafften auch Daniel Ricciardo und Daniil Kvyat erfolgreich den Schritt in die Formel 1 und von Toro Rosso zum Hauptteam Red Bull Racing.

2015 ging Marko das Risiko ein, den 17jährigen Formel-3-Fahrer Max Verstappen aus den Niederlanden direkt in die Formel 1 zu Toro Rosso zu holen. Das Risiko zahlte sich aus – Verstappen fuhr so gut, dass ihn Marko vor dem Spanien-GP 2016 zu Red Bull Racing holte. Max bedankte sich auf seine Weise: Sensationeller Sieg beim Debüt, WM-Schlussrang 5.

Mit dem Schritt zur neuen Formel 1 2017, also mit breiteren Reifen und mehr Abtrieb, würde Red Bull Racing zum Klassenbesten Mercedes-Benz aufschliessen können. Dann aber war es Ferrari, die sich lange mit den Silbernen um den Titel rauften.

RBR kämpfte zu Beginn der Saison mit Abgleichungsproblemen der Daten aus Flussdynamikberechnung, Windkanal und Rennstrecke. Als dieses Problem erkannt und bereinigt war, legte der Rennstall aus Milton Keynes tüchtig zu – Siege von Daniel Ricciardo in Baku und von Max Verstappen und Malaysia und Mexiko.

Gute Nachricht Ende Oktober: Max Verstappen bleibt Red Bull Racing-Fahrer, bis Ende 2020. Dr. Marko: «Wir haben ihm einfach dargelegt, wie unsere Pläne für die Zukunft aussehen. Wir haben ihm garantiert, dass wir die Top-Leute alle bis 2020 unter Vertrag haben. Und dass wir auf dem Motorsektor eine Alternative haben. Wir sind zu Honda nach Sakura geflogen, die haben eine unglaubliche Fabrik. All das hat ihn überzeugt. Klar hat er die Situation auch genutzt und eine Gehaltserhöhung ausgehandelt, auch wenn er in Sachen Salär noch lange nicht in der Liga von Hamilton und Vettel ist. Wenn er Weltmeisterschaften gewinnt, dann kann er in diese Regionen aufsteigen. Wir haben ein relativ niedriges Fixum, aber ein starkes Boni-System, pro Punkt, pro Sieg, pro WM-Titel, da klingelt dann schon kräftig die Kasse.»

 

2018 konnte Red Bull Racing vier Siege herausfahren (Daniel Ricciardo in China und Monaco, Max Verstappen in Österreich und Mexiko), vor allem jedoch hat RBR einen Vertrag mit Honda unterzeichnet. Dr. Marko sagt: «Bis jetzt sind alle Versprechungen auf technischer Seite gehalten worden. Wenn es so weitergeht, dann haben wir eine relle Chance, in der kommenden Saison um den Titel mitzufahren.»

«Wir haben zu Honda einen anderen Zugang als McLaren. Erstmals in vierzehn Jahren haben wir mit einem Motorlieferanten Werksstatus. Wir haben gesagt: Bringt uns den stärksten Motor, den ihr bauen könnt. Was immer ihr bringt, wir passen es ins Auto. Bei McLaren ware der Ansatz anders. Wir haben zudem ein Jahr Erfahrung dank Toro Rosso, Teamchef Franz Tost ist schon ein halber Japaner. Japan ist eine andere Kultur, da muss man sich drauf einstellen. Aber Honda hat das Potenzial und die finanziellen Mittel, um in der Formel 1 Erfolg zu haben, und wir sehen, wie sich sich ins Zeug legen.»

Helmut Marko ist verheiratet und hat drei Kinder.

Helmut Marko © Pan Images Helmut Marko

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