Sébastien Ogier hat in Portugal den Rekord von Markku Alen mit fünf Siegen eingestellt. Mit seinem zweiten Saisonsieg und dem 40. Laufsieg in seiner Karriere zog er nun mit Alen beim portugiesischen Schotter-Klassiker gleich. Portugal ist für Ogier eine wahre Fundgrube für Erfolge. 2010 feierte er im Süden Portugals an der Algarve im Citroën C4 WRC seinen ersten WM-Triumph und im Norden machte er jetzt an Siegen die 40 voll. Bei seinem zweiten Saisonsieg und seinem ersten Volltreffer im Ford Fiesta WRC auf Schotter verwies der vierfache Champion und Tabellenführer den Vizechampion Thierry Neuville, der im Hyundai i20 Coupé WRC auf Korsika und in Argentinien gewonnen hatte, um 15,6 Sekunden auf den Ehrenrang. Die vierte Podiumsplatzierung aber reichte Neuville, um mit 106 Punkten auf den zweiten Tabellenplatz vorzurücken, 22 Zähler hinter dem Titelverteidiger.

«Ich fühle mich großartig», freute sich Ogier. «Es ist ein tolles Gefühl wieder zurück auf dem Podium ganz oben zu sein. Danke an das Team. Das Auto war perfekt.»

«Die Fiesta waren diesmal schneller, wir konnten sie nicht schlagen», gestand Neuville, der am Hattricksieg in Portugal knapp scheiterte. Dafür standen mit dem Dritten Dani Sordo zwei Hyundai-Pilotenauf dem Podium. «Ich fühle mich bestens. Okay, der Sonntag war nicht so stark für mich. Es war toll, hier so viele Menschen zu sehen, die mich unterstütz haben», meinte Sordo.

28,5 Sekunden hinter Sordo reihte sich Ott Tänak im zweiten Ford Fiesta WRC von M-Sport auf dem vierten Platz ein. «Wir hatten hier nicht gerade den perfekten Start, doch wir konnten uns steigern und hier wichtige Punkte holen», äußerte sich der Tabellenwierte Tänak.

Der vor der Saison erklärte Top-Favorit Citroën avanciert vom einst siegreichen Thronverwalter zum erfolglosen Hinterbänkler. Craig Breen auf Rang fünf war wieder einmal der schnellste der vier C3 WRC, während Kris Meeke und Stéphane Lefebvre erneut strauchelten. Meeke gab am Freitag nach seinem Crash seinen fünften vorzeitigen Ausstand. Wie lange dürfte seine Crashserie im Zwei-Zacken-Team noch geduldet werden, bleibt eine Frage für den Teamchef Yves Matton, für den sich Andreas Mikkelsen empfehlen könnte.

Toyota war auch in Portugal auf der Suche nach der Schotterstärke, die Jari-Matti Latvala mit seiner kurzen Führung am Freitag leicht andeutete. Die Yaris-Piloten brachten trotz einiger Tests nicht die erwartete Leistung. Bester war diesmal Juho Hänninen auf dem siebten Platz. «Die Prüfungen waren für mich total neu», erklärte Hänninen, dem der rechte Glanz fehlte. Latvala schaltete sich am Freitag durch seinen Überschlag selbst aus und wurde dann vom Fieber, das ihn die letzte Nacht im Krankenhaus verbringen ließ, gebremst. Rang neun für den Portugal-Sieger von 2015. «Ich bin froh, endlich hier zu sein. Ich musste diese Woche viel mit mir selbst kämpfen», führte der Schweden-Sieger Latvala an. Aber ein leichter Trost, alle drei Toyota Yaris WRC erreichten die Top 10.

Andreas Mikkelsen verspielte bei seinem dritten Einsatz im offiziellen Skoda R5 auf der letzten Entscheidung durch eine Rolle seinen sehr nahen dritten Sieg in der WRC2. Dieser wechselte zu seinem Teamkollegen Pontus Tidemand, der mit seinem vierten WRC2-Triumph nun 100 Maximalpunkte hat. 11,2 Sekunden hinter ihm erreichte Teemu Suninen im Ford Fiesta R5 Evo2 den zweiten Gruppenplatz.

Endstand nach 19 Prüfungen:

1. Ogier/Ingrassia (F), Ford Fiesta WRC, 3:42:55,7 h.
2. Neuville/Gilsoul (B), Hyundai i20 Coupé WRC, + 15,6 sec.
3. Sordo/Marti (E), Hyundai i20 Coupé WRC, + 1:01,7 min.
4. Tänak/Jarveoja (EE), Ford Fiesta WRC, + 1:30,2
5. Breen/Martin (IRL/GB), Citroën C3 WRC, + 1:57,4
6. Evans/Barritt (GB), Ford Fiesta WRC, + 3:10,6
7. Hänninen/Lindström (FIN), Toyota Yaris WRC, + 3:48,9
8. Östberg/Floene (N), Ford Fiesta WRC, + 5:29,7
9. Latvala/Anttila (FIN), Toyota Yaris WRC, + 5:43,6
10. Lappi/Ferm (FIN), Toyota Yaris WRC, + 8:13,3

 

 

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