Weltmeister Sébastien Ogier feierte im mondänen Fürstentum an der Côte d'Azur sein silbernes Jubiläum in der Siegerliste. Bei seinem 25. Gesamtsieg lag der 31-jährige Franzose 58 Sekunden vor seinem finnischen Stallgefährten Jari-Matti Latvala und 2:12,3 Minuten vor seinem norwegischen Markenkollege Andreas Mikkelsen. Mit einem Rückstand von 2:43,3 Minuten wurde dessen Landsmann Mads Östberg im Citroën DS3 WRC als bester Nicht-Wolfsburger Vierter.  

Der neunfache Rekord-Champion Sébastien Loeb betrieb bei seinem vorerst einmaligen Comeback in der ersten Rallyeliga Schadensbegrenzung. Der zuvor führende Franzose war am späten Freitagnachmittag wegen eines abgerissenen Hinterrads am Citroën DS3 WRC auf den 15. Platz abgefallen. Der siebenfache «Monte»-Sieger kämpfte sich später auf den achten Endplatz (8:34,7 Minuten Rückstand) vor. Die Frage nach einem nochmaligen Gaststart in der Rallye-WM ließ der 78-fache Gesamtsieger, ansonsten für Citroën in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft am Start, offen. Mit der zweitschnellsten Zeit auf der mit Bonuspunkten bewerteten «Power Stage» und dem achten Rang rettete er noch sechs WM-Zähler.  

Volkswagen zieht mit Audi gleich

Die Wolfsburger Meistertruppe feierte beim Auftakt zur Rallye-Weltmeisterschaft ihren ersten Dreifach-Triumph in der Königsdisziplin. Zuletzt stellte Citroën 2003 mit dem Sébastien Loeb, dem im September 2007 tödlich verunglückten Schotten Colin McRae und dem Spanier Carlos Sainz ein komplettes Ein-Marken-Podium. Volkswagen zog mit dem 24. Gesamterfolg in der ewigen Siegerliste mit der Konzernschwester Audi gleich. In der Hersteller-WM führt der Weltmeister mit 43 Punkten, 16 Zähler vor Hyundai Motorsport.  

Im Hyundai-Team schnappte Thierry Neuville noch kurz vor dem Ziel Dani Sordo um nur acht Zehntelsekunden den fünften Platz (Rückstand: 3:12,1 Minuten) vor der Nase weg.  

Der dreifache deutsche Meister Armin Kremer, Titelgewinner in der Europameisterschaft und im Asien-Pazifik-Championat, schaffte zusammen mit seinem Beifahrer Klaus Wicha im Skoda Fabia S2000 den 14. Gesamtrang. In der für ihn wichtigeren WRC2-Wertung musste er am Ende noch Craig Breen (Peugeot 208 T16) zum zweiten Platz hinter Stéphane Lefebvre (Citroën DS3 R5) ziehen lassen und wurde dort Dritter. Christian Riedemann beendete seine «Monte»-Premiere im Citroën DS3 R3 auf der 22. Gesamtposition. In der für ihn bedeutenderen Junior-WM schaffte er den zweiten Platz hinter Quentin Gilbert.  

Als bester Schweizer erreichte Jonathan Hirschi im Peugeit 208 T16 den 18. Gesamtrang und den fünften Platz in der WRC2-Kategorie.  

Stimmen nach der Prüfung:  

Sébastien Ogier: «Ein Sieg bei der Rallye Monte Carlo ist immer etwas Besonderes, gerade für mich wegen meiner nahen Heimatstadt Gap. Diese Rallye hat die beste Atmosphäre, die ich kenne,»  

Jari-Matti Latvala: «Ich bin erleichtert und freue mich. Das war mehr, als ich vor der Rallye erwartet hatte. Ich hatte mit einem vierten oder fünften Platz gerechnet. Ich muss mich bei meinen Eisspionen für ihre Informationen bedanken.»  

Andreas Mikkelsen: «Ein große Rallye für uns.»  

Mads Östberg: «Wir hatten wieder Motorprobleme und mussten wieder anhalten. In Schweden gibt es ein neues Auto, da hoffe ich, dass das nicht wieder passiert. Ich freue mich, durchgekommen zu sein ohne Fehler von meiner Seite.»  

Sébastien Loeb: «Das war nicht das Comeback, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich habe noch versucht, das Beste daraus zu machen. Wir hatten aber etwas Spaß. Ich mag diese Rallye mit dieser tollen Atmosphäre. Es ist immer wieder schön. hier zu sein.»  

Endstand nach der 15. Prüfung:  

1. Ogier/Ingrassia (F), VW Polo R WRC, + 3:36:40,2 h.
2. Latvala/Anttila (FIN), VW Polo R WRC, + 58,0 sec
.3. Mikkelsen/Floene (N), VW Polo R WRC, + 2:12.3 min.
4. Östberg/Andersson (N/S), Citroën DS3 WRC, + 2:43,6
5. Neuville/Colsoul (B), Hyundai i20 WRC, + 3:12,1
6. Sordo/Marti (E), Hyundai i20 WRC, + 3:12,9
7. Evans/Barritt (GB), Ford Fiesta RS WRC, + 5:23,7
8. Loeb/Elena (F/MC), Citroën DS3 WRC, + 8:34,7
9. Prokop/Tomanek (CZ), Ford Fiesta RS WRC, + 9:54,8
10. Meeke/Nagle (GB/IRL), Citroën DS3 WRC, + 10:55,6

Lewis Hamilton: Hunger auf mehr als Formel 1

Mathias Brunner
​Lewis Hamilton ist nach 2008, 2014, 2015, 2017, 2018 und 2019 zum siebten Mal Formel-1-Weltmeister. Doch sein Erbe besteht nicht aus Bestmarken, die er reihenweise niederreisst. Sein Erbe reicht erheblich weiter.
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