Die Rallye Mexiko blieb auch auf der zweiten Etappe die Show von Kris Meeke im bisher stark kritisierten Citroën C3 WRC. Abgeklärt blieb der Nordire auf dem teils rauen Schotter Mexikos in der Erfolgsspur und ließ die Verfolger im Staub stehen. Nach 17 von 19 Prüfungen notierte Meeke einen Vorsprung von 30,9 Sekunden auf den viierfachen Weltmeister und Titelverteidiger Sébastien Ogier im Ford Fiesta WRC. Bis zum ersten Sieg des Citroën C3 WRC bleiben nur noch 54,90 Bestkilometer für die beiden letzten Entscheidungen der ersten Schotterrallye des Jahres. Thierry Neuville hat gute Aussichten nach dem Pech bei den vorausgegangenen Rallyes in Monte Carlo und Schweden endlich aufs Podium zu kommen. Im Hyundai i20 Coupé WRC lag er vor dem Finale mit einem Rückstand von 1:10,5 Minuten auf einem sicheren dritten Platz.

«Wieder ein guter Tag. Auf der letzten Prüfung hatten wir einen schleichenden Plattfuß, sonst war alles okay. Wir gehen gelassen in den letzten Tag», sagte mit einem Lächeln im Gesicht Meeke. Sein Teamkollege Stéphane Lefebvre verabschiedete sich auf der zweiten Tagesprüfung mit einer Rolle aus dem Geschehen.

«Ich habe heute wirklich alles versucht. Durch einen Dreher haben wir etwa zehn Sekunden verloren, sonst wären wir viel näher an Meeke. Aber das ist Rallyesport. Aber unser Platz ist auch nicht so schlecht. Natürlich werden wir auch morgen angreifen», gab der dreifache Mexiko-Sieger und WM-Zweite Ogier zu Protokoll.

«Wir können mit dem Tag zufrieden sein. Wir sind durch. Wir hatten zwar keine perfekte Reifenwahl, aber wegen unserer Position wollte ich nichts riskieren», sagte Neuville, der in den französischen Alpen und in Schweden jeweils auf der letzten Samstag-Entscheidung seinen möglichen Sieg durch Fahrfehler verspielte.

Hinter ihm reihten sich Ott Tänak im zweiten Ford Fiesta WRC und Hayden Paddon im Hyundai i20 Coupé WRC auf den Plätzen vier und fünf ein. Auf dem sechsten Rang gab es einen Toyota internen Platztausch. Der Tabellenführer und Vorjahressieger Jari-Matti Latvala zog um nur drei Zehntelsekunden im Yaris WRC an seinem Toyota-Teamkollegen Juho Hänninen vorbei.

«Wir kamen durch, das war wichtig. Wir hatten einen schwierigen Tag, aber wir haben viele Daten gesammelt. Nun wollen sehen, ob wir morgen noch etwas unsere Zeit verbessern können», äußerte sich Latvala (4:32,6 Minuten Rückstand), der am Freitag durch den überhitzten Motor, der größtenteils nur in abgesicherten Modus lief, eingebremst wurde.

In der äußerst schwach besetzten WRC2 kämpften Pontus Tidemand im Skoda Fabia R5 und Eric Camilli im Ford Fiesta R5 knapp um die Führung. Am Tagesende blieb Tidemand um zwei Sekunden vor Camilli.

Stand nach der 17. von 19 Prüfungen:

1. Meeke/Nagle (GB/IRL), Citroën C3 WRC, 2:47:33,3 h.
2. Ogier/Ingrassia (F), Ford Fiesta WRC, + 30,9 sec.
3. Neuville/Gilsoul (B), Hyundai i20 Coupé WRC, + 1:10,5 min.
4. Tänak/Jarveoja (EE), Ford Fiesta WRC, + 2:12,6
5. Paddon/Kennard (NZ), Hyundai i20 Coupé WRC, + 3:25,5
6. Latvala/Anttila (FIN), Toyota Yaris WRC, + 4:32,6
7. Hänninen/Lindström (FIN), Toyota Yaris WRC, + 4:32,9
8. Sordo/Marti (E), Hyundai i20 Coupé WRC, + 5:16,1
9. Evans/Barritt (GB), Ford Fiesta WRC, + 8:41,9
10. Tidemand/Andersson (S), Skoda Fabia R5, + 9:26,4

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