Honda CBR650R: Die kleine Fireblade

Von Rolf Lüthi
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Honda hat die vormals recht brave CBR650F überarbeitet und zur CBR650R umbenannt. Es handelt sich weiterhin um einen Mittelklasse-Sporttourer, der nun aber wesentlich schärfer aussieht

Auf den ersten Blick ist am neuen Modell die aggressivere Linienführung zu erkennen, und auch die Sitzposition ist sportlicher geworden. Doch auch an der technischen Basis gibt es markante Änderungen. Dem Reihenvierzylinder werden 1000/min mehr Drehzahl zugestanden, die Leistung erhöhte sich um 4 PS auf die für ein A2-taugliches Motorrad maximal zulässigen 95 PS bei 12.000/min. Auch das Drehmoment will Honda über den ganzen Drehzahlbereich gesteigert haben, mit einem Maximalwert von 64 Nm bei 8.500/min.

Honda hat dazu einen bemerkenswert hohen Aufwand betrieben: Die Verdichtung wurde von 11,4 auf 11,6 zu 1 erhöht, dazu die Brennräume und die Form der Kolben modifiziert. Verstärkt wurde weiterhin der Ventiltrieb, auch die Steuerzeiten sind überarbeitet. Langlebige Iridium-Zündkerzen sind serienmäßig verbaut. Kolben mit asymmetrischen Kolbenhemden minimieren die Reibungsverluste an den Zylinderwänden.

Stachelige Ausformungen auf der Außenseite der Zylinderbuchsen tragen dazu bei, den Wärmeaustausch zum Kühlmittel zu optimieren. Eine laufruhige SV-Zahnkette zum Antrieb der Nockenwellen mit aufwändig Vanadium-beschichteten Bolzen unterstützt die reibungsarme Funktion. Der Kühlkreislauf wird über innere Kanäle bewerkstelligt, damit möglichst wenig Kühlschläuche den Anblick des um 30° nach vorne geneigten Reihenvierers stören.

Zwei neue Zuführungen seitlich in der Verkleidung führen der Airbox mehr Luft für die Gemischbildung zu als beim Vormodell, das einen zentralen Lufteinlass aufwies. Das Ansauggeräusch wird damit kräftiger vernehmbar. Die Auspuffanlage erhielt ein größer dimensioniertes Durchgangsrohr (38,1 mm statt 35 mm), um einen höheren Gasdurchsatz zu unterstützen. Damit dieses Einsteigermodell niemanden abwirft, ist neu eine Traktionskontrolle und eine Assist-Slipperkupplung installiert. Eine 35 kW/48 PS-Variante für A2- Führerschein-Inhaber ist erhältlich.

Am Fahrwerk finden wir neu eine 41er USD-Gabel von Showa in SFF-Bauweise, bei der in einem Holm (rechts) die Feder und im anderen die Dämpfung eingebaut ist. Ebenso neu ist der leichtere Stahlrahmen, die Schwinge aus Aluminiumguss und die Räder. Radial-Vierkolben-Bremszangen verbessern die Bremsleistung.

Wie die Scheinwerfer sind Rücklicht und Blinker nun ebenfalls mit LED-Lichttechnik ausgestattet. Das neue LCD-Instrumentendisplay im Cockpit wird durch eine Ganganzeige und einen Schaltindikator aufgewertet. Insgesamt wurde Hondas 650er sechs Kilo leichter und wiegt nun 207 kg vollgetankt.Der preis steht noch nicht fest, es wird die CBR650R in Rot und Dunkelgrau geben.

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