Pol Espargaró nutzte auf Phillip Island die grosse Chance, die sich ihm durch das verletzungsbedingte Aus von WM-Leader Scott Redding (Handgelenksbruch) bot. Der Spanier ging beim Start von der Pole-Position in Führung und hielt sich danach die Gegner vom Leib. Im wegen Sicherheitsbedenken bei den Dunlop-Einheitsreifen auf 13 Runden verkürzten Rennen bedeutete dies der fünfte Saisonsieg für den Kalex-Fahrer.

Espargaró übernahm nun zwei Rennen vor Saisonende die WM-Führung, sein Vorsprung auf Redding beträgt nun 16 Punkte. Gleichzeitig verpasste Pons-Teamkollege Esteve Rabat als WM-Dritter beim Australien-GP eine Chance, der Spanier erreichte nach einem Fehler in der ersten Kurve nur den achten Rang und hat nun in der WM 36 Zähler Rückstand auf Espargaró. «Das war das grösste Ding in meinem Leben», atmete der neue WM-Leader durch. «Ich habe das ganze Jahr darauf hin gearbeitet. Es ist aber schade, dass Scott nicht dabei war, denn er war das ganze Wochenende schnell.»

Einzig Tom Lüthi hätte Espargaró gefährlich werden können, im letzten Renndrittel hatte der Schweizer Suter-Pilot das kleine Polster des Spaniers massiv verkleinert, fiel danach aber wieder leicht zurück. Der zweite Rang ist aber das beste Ergebnis Lüthis in dieser Saison. Lüthi: «Ich habe versucht zu gewinnen, aber dieser kurze Rennen war zu kurz für mich. Ich bin rangekommen, aber nach einem kleinen Fehler tat sich die Lücke wieder auf. Aber das Podest ist grossartig, für einmal ist es nicht der dritte Rang.» Der Schweizer hatte 2013 bisher vier dritte Ränge geholt.

In den siebenköpfen Spitzengruppe sicherte sich Jordi Torres (Suter) seinen zweiten GP-Podestplatz der Karriere nach seinem Sieg auf dem Sachsenring. Dominique Aegerter steuerte seine Suter auf Rang 6, weil er in der letzten Runde noch Mika Kallio überlisten konnte.

Sandro Cortese (Kalex) konnte seinen siebten Startplatz nicht verteidigen und wurde Elfter. Auch für Marcel Schrötter wären Punkte möglich gewesen – wenn nicht ein Frühstart das Rennen des Bayers zerstört hätte. Nach der Boxendurchfahrtsstrafe war nicht mehr möglich als der 21. Platz.

Das Rennen (13 Runden) im Stenogramm:

1. Runde: Espagaró führt vor De Angelis, Lüthi, Rabat, Torres, Simón. Kallio, Aegerter. Cortese auf Rang 10. Marcel Schrötter und Takaaki Nakagami mit Frühstarts.

3. Runde: Stürze von Pasini und Simón.

4. Runde: Espargaró, De Angelis, Rabat, Lüthi, Torres, Kallio, Corsi, Aegerter, Zarco, Terol. Cortese ist auf P12, Schrötter P15. Zarco stürzt.

5. Runde: Rabat muss einen Umweg in der ersten Kurve fahren und fällt auf Rang 9 zurück. Louis Rossi stürzt.

7. Runde: Siebnergruppe mit Espargaró, Lüthi, De Angelis, Torres, Corsi, Kallio und Aegerter setzt sich ab.

8. Runde: Espargaró will flüchten. Rabat am zurückgefallenen Terol vorbei auf Rang 8. Cortese auf Rang 11. Schrötter nach der Boxendurchfahrtsstrafe auf Rang 24.

10. Runde: Lüthi macht mächtig Druck auf Leader Espargaró.

11. Runde: Espargaró, Lüthi, Torres, Corsi, De Angelis, Kallio, Aegerter, Rabat, Terol. West, Cortese. Schrötter auf Rang 23.

12. Runde: Espargaró setzt sich von Lüthi wieder leicht ab.

13. Runde: Espargaró siegt! Vor Lüthi, Torres, Corsi, De Angelis, Aegerter, Kallio, Rabat, Terol, West. Cortese auf Rang 11, Schrötter wird 21.

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