Sieg für Ehepaar Wohlenberg

Von Helmut Zwickl
Vermischtes Sonstiges
David Coulthard mit dem Sieger-Duo.

David Coulthard mit dem Sieger-Duo.

Karsten und Monika Wohlenberg feierten im Mercedes-Benz 230 SL den ersten Sieg bei der Ennstal-Classic.

Der letzte Tag der 17. Ennstal-Classic begann im strömenden Regen. Erst nach dem Grand Prix von Gröbming, als das Finale der Kult-Rallye gestartet wurde, hatte der Himmel ein Erbarmen mit den noch im Rennen verbliebenen Lenkradakrobaten. Am Ende durften Karsten Wohlenberg und seine Navigatorin und Ehefrau Monika ihren ersten Sieg bei der Ennstal-Classic bejubeln. Das deutsche Ehepaar pilotierte einen Mercedes-Benz 230 SL aus dem Jahr 1964 und beendete die Gleichmässigkeits-Rallye mit 396 Strafpunkten. Das bedeutet: Insgesamt ist man 396 Hundertstelsekunden vom verlangten Schnitt abgewichen. Ein vom Sieger-Champagner durchnässter Karsten Wohlenberg jubelte: «Das ist unglaublich – denn die Ennstal-Classic ist aus unserer Sicht die schönste und anspruchsvollste Veranstaltung. Und wenn man dann ganz oben steht, ist das schon etwas Einmaliges.»

Das Duo Wohlenberg/Wohlenberg hatte die Führung bereits am ersten Tag der dreitägigen Veranstaltung übernommen, was für viele überraschend war. Wohlenberg erklärte: «Als wir gleich am ersten Tag in Führung lagen, hat auch uns das überrascht – die Top-10 hatten wir schon angepeilt. Wir waren die letzten Jahre immer mit einem sehr alten Auto hier, mit dem man natürlich nicht so weit vorne fahren kann. So gesehen ist unser Sieg von aussen her betrachtet überraschend. Mit diesem Mercedes ist es schon sehr angenehm, Rallyes zu fahren – dieses Auto hat 70000 Rallye-Kilometer mit uns beiden erlebt. Wir kennen es in- und auswendig. Das war sicher ein Grundstein für unseren Sieg.»

Pius Weckerle und sein Navigator Stefan Hommel im Porsche 914/6 aus dem Jahr 1969 zählten zu den Topfavoriten und wurden dieser Rolle auch mit Platz 2 gerecht. Sie schlossen die Rallye mit 505 Punkten ab. Navigator Stefan Hommel reagierte zunächst mit einer Parodie auf so manchen Formel-1-Piloten und erklärte: «I wanna thank my mum, my wife, my father, my brother, my basti… – nein, im Ernst, es war super, ich freue mich riesig, das war der grösste Erfolg, das ist ganz lässig, ganz lässig.» Lässig verlief auch das Ennstal-Classic-Debüt von Rallye-Ass Beppo Harrach, der mit Navigator Wolfgang Artaker im Ferrari 246 GT Dino aus dem Jahr 1971 gleich den dritten Platz belegen konnte. Harrach erklärte: «Das ist natürlich grossartig – wobei mein Navigator Wolfgang Artaker einen grossen Beitrag dazu geleistet hat, dem ich dazu herzlich gratulieren möchte. Er hat das sensationell gemacht. Und ganz ehrlich: Ich schätze, dass der Anteil des Co-Piloten 70 Prozent beträgt.»

Wie erging es den Stars bei der Ennstal-Classic? Das finnisch-österreichische Duo Rauno Aaltonen und Helmut Artacker beendete die Rallye auf Rang 23, Andi Aigner und Samsung-CEO Martin Wallner schafften es als 93. noch in die Top 100. Jochen Mass und Herbert Völker wurden 96., während Rudi Stohl als 126. die Top-100 verpasste. Das Chopard-Duo Karl Scheufele und Thomas Koblmüller belegte Platz 130, Sir Stirling Moss und seine Frau Suzie wurden 150.

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