Schon in den drei vorausgegangenen drei WM-Läufen hat Thierry Neuville das Potenzial des Hyundai i20 Coupé WRC durch seine Führungen in Monte Carlo und in Schweden, leider nach Fahrfehlern ohne erfolgreichen Abschluss, und auch durch den dritten Platz in Mexiko offen gelegt. Bei der ersten Asphaltrallye des Jahres auf der französischen Mittelmeerinsel Korsika wurde die starke Leistung des Vizechampions endlich zum verdienten Erfolg geführt. Nach dem Ausfall von Kris Meeke, der bis zur sechsten Prüfung im Citroën C3 WRC geführt hatte und dann wegen eines Motorproblems ausgeschieden war, wechselte die Führung auf Neuville. Letztlich konnte Neuville ohne großen Druck seine Führung ins Ziel bringen. Bei seinem dritten Gesamtsieg und dem vierten Laufsieg von Hyundai verwies er den Titelverteidiger Sébastien Ogier im Ford Fiesta WRC von M-Sport um klare 54,7 Sekunden auf den Ehrenrang. Den Erfolg von Hyundai komplettierte Dani Sordo, der nur 1,3 Sekunden hinter Ogier Dritter wurde.

«Ich fühle mich einfach großartig», freute sich Neuville über diesen verdienten Sieg unter dem sonnigen Himmel Korsikas. «Mein ganz besonderer Dank gilt dem Team, das immer an mich geglaubt und mich auch nach Monte Carlo und Schweden immer wieder motiviert hat. Ich war mir nach dem ersten Tag nicht sicher, dass wir diese Rallye gewinnen können. Aber das änderte sich am zweiten Tag. Und nun bin ich sehr glücklich.»

Neuville triumphiert

Er setzte auf den zehn Prüfungen viermal die Bestmarke. Allerdings musste er am Freitagnachmittag um seine Führung zittern, als Ogier bis auf 2,2 Sekunden an ihn herankam. Doch gravierende Hydraulikprobleme am Ford Fiesta WRC bremsten Ogier stark ein. Neuville startete mit einem Vorsprung von 39,8 Sekunden auf Ogier am Sonntag ins Korsika-Finale mit nur noch zwei Entscheidungen. Nach der vorletzten Prüfung sah es sogar mit Sordo nach einem Doppelsieg aus, weil Ogier dort schwächelte. Dann aber drückte Ogier noch einmal kräftig aufs Pedal und verdrängte Sordo um 1,3 Sekunden auf den dritten Rang.

«Das war in der Tat eine schwere Rallye. Ich bin froh, im Ziel zu sein. Wir hatten keine Leistung mehr. Das Differenzial war blockiert und wir hatten auf der letzten Prüfung keine Handbremse mehr», erklärte Ogier.

«Ich hatte schon vor der Rallye gesagt, dass wir hier eine schwere Rallye haben werden, und das war sie auch. Ich freue mich daher über meinen dritten Platz», meinte Sordo.

Heißes Duell um Rang vier

Noch spannender als um den Ehrenrang wurde es im Duell um den vierten Platz zwischen dem Schweden-Sieger Jari-Matti Latvala im Toyota Yaris WRC und Craig Breen im besten Citroën C3 WRC. Am Ende konnte sich Latvala, der die Rallye Frankreich 2014 im Elsass und 2015 auf Korsika gewonnen hatte, um den Wimpernschlag von nur einer Zehntelsekunde gegen Breen durchsetzen. «Ich machte hier zuerst langsamer, dann ritt ich aber eine verrückte Attacke, das war wohl etwas zu viel, weil ich an manchen Stellen an starkes Untersteuern hatte», führte Latvala an. Dennoch gewann die Power Stage und fünf Bonuspunkte vor Ogier und Breen. In der Tabelle führt weiter Ogier mit 88 Punkten vor Latvala mit 75 Zählern und Neuville (54). Bei den Herstellern behauptete M-Sport mit 129 Punkten vor dem neuen Zweiten Hyundai mit 105 Zählern.

«Ich habe hier mein Bestes gegeben. Wir hatten einen tollen Kampf. Ich bin zufrieden», sagte Breen, der nach dem Ausfall von Meeke und dem erneuten Scheitern von Stéphane Lefebvre mit dem 50. Gesamtplatz die Ehre von Citroën beim WM-Heimspiel auf Korsika rettete.

Wie beim Auftakt in Monte Carlo ließ der Australien-Sieger Andreas Mikkelsen bei seinem zweiten Gastspiel für Skoda auch auf Korsika in der WRC2-Wertung nichts anbrennen. Auf den siebten Gesamtplatz gewann er im offiziellen Fabia R5 klar die WRC2 1:06,2 Minuten vor Teemu Sunninen im Ford Fiesta W´R5 und 4:46,4 Minuten vor Yohan Rossel im Citroën DS3 R5.

Der Deutsche Julius Tannert erreichte bei seiner WM-Premiere Im Ford Fiesta R2T in der Junioren-Wertung einen respektablen vierten Rang.

Endstand nach 10 Prüfungen:

1. Neuville/Gilsoul (B), Hyundai i20 Coupé WRC, 3:22.53,4 h.
2. Ogier/Ingrassia (F), Ford Fiesta WRC, + 54,7 sec.
3. Sordo/Marti (E), Hyundai i20 Coupé WRC, + 56,0
4. Latvala/Anttila (FIN), Toyota Yaris WRC, + 1:09,6 min.
5. Breen/Martin (IRL/GB), Citroën C3 WRC, + 1:09,7
6. Paddon/Kennard (NZ), Hyundai i20 Coupé WRC, + 2:16,3
7. Mikkelsen/Jaeger (N), Skoda Fabia R5, + 8:10,7
8. Suninen/Markkula (FIN), Ford Fiesta R5, + 9:17,0
9. Sarrazin/Renucci (F), Skoda Fabia R5, + 9:23,6
10. Rossel/Fulcrand (F), Citroën DS3 R5, + 12:57,1

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