Bathurst: Bentley sauer, Brabham im Krankenhaus

Von Oliver Runschke
12h Bathurst

Bentley war nach den 12h von Bathurst verärgert über den Sieger-Nissan und verlor ein Podium nach einem «unsportlichen Manöver». Brabham nach Unfall mit Mücke im Krankenhaus.

Die letzten beiden Runden der 12h von Bathurst hatten es in sich. In einem Vierkampf zwischen Bentley, Nissan, Audi und Aston Martin entschied sich der Sieg in den letzten beiden Runden. Bentley musste am Ende ohne Pokal nach Hause gehen. Dabei sah es in der letzten Rennstunde noch nach einem Triumph der Briten aus. Machte Audi in den kühleren Morgenstunden das Tempo, war es am Nachmittag der Werks-Bentley, der den beiden finalen Rennstunden seinen Stempel aufdrückte. «Es liegt deutlich mehr Gummi auf der Strecke, das kommt uns entgegen», sagt Werksfahrer Steven Kane.

Doch dann kam Nissan und Katsumasa Chiyo. Beim Restart beschleunigte Chiyo auf der Start-Ziel-Geraden erst Vanthoor im Audi R8 aus und auf der darauffolgenden Geraden dann Matt Bell im Bentley (Sehen Sie selbst im Video unten bei Minute 4:15). Wie sich der Nissan an der Konkurrenz vorbei und schliesslich zum Sieg katapultierte, rief Bentley auf die Barrikaden. Bentley bezichtigte Nissan nach dem Rennen eines deutlichen Leistungsvorteils bei der Fahrzeugeinstufung. Besonders bitter für die Konkurrenz: Der Nissan von Florian Strauß aus Berlin, Wolfgang Reip aus Belgien und dem Japaner Chiyo starte auch noch in der Amateur- und nicht in der Pro-Am-Klasse. 

Bei einem Husarenritt von Laurens Vanthoor (Audi) verlor Bentley in der letzten Kurve dann auch noch Rang zwei, das hob die Stimmung im Lager der Briten nicht besonders. Stefan Mücke, im Aston Martin Vantage GT3 Mitten im Geschehen, zog ebenfalls in der letzten Kurve am Bentley vorbei: «Wir sind zu dritt durch die letzte Kurve, wobei der Audi von aussen mit mehr Schwung die Nase vorn hatte und ich am Bentley vorbeikam. Solch eine letzte Runde habe ich in einem Langstrecken-Rennen noch nicht erlebt.»

Bentley-Motorsportchef Brian Gush war nicht ganz so begeistert: «Die Bentley-Boys haben ein Klasse Rennen gefahren und es ist sehr hart, wenn all ihre Mühe in der letzten Runde durch ein ganz offenbar unsportliches Manöver zu Nichte gemacht werden.»

Zu dem verlorenen Podiumsplatz landete Bentley-Pilot David Brabham obendrein noch im Krankenhaus. Brabham, der in einem Continental des privaten Bentley-Kundenteams Flying B Racing startete, geriet beim vorletzten Restart mit Stefan Mücke aneinander und landete hart in der Mauer. Der Australier wurde zum Check ins Hospital gebracht, dort wurden einige geprellt Rippen diagnostiziert. Noch am Sonntagabend wurde Brabham wieder aus dem Krankenhaus entlassen.

«Es war ein Wochenende mit mehreren Premieren. Ich bin erstmals bei den 12h von Bathurst gefahren und bin erstmals nach einem Rennwochenende im Krankenhaus gelandet», so Brabham. «Ein grosser Dank gilt den Streckenposten, Ärzten und Krankenschwestern, die sich gut um mich gekümmert haben. Ich habe einige geprellte Rippen, die in den kommenden Wochen sicherlich sehr schmerzen werden, aber zum Glück ist nichts gebrochen.» 

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