Triumph des Jüngsten

Von Annette Laqua
ATS Formel-3-Cup
Feier mit dem Team: Trophy-Champion André Rudersdorf

Feier mit dem Team: Trophy-Champion André Rudersdorf

Der gerade erst 17 Jahre alte André Rudersdorf entschied am vergangenen Wochenende auf dem Nürburgring vorzeitig die Trophy-Wertung des ATS Formel-3-Cup für sich.

Der Hesse André Rudersdorf hatte vor einem knappen Jahr noch gar nicht im Sinn, schon 2012 in der Formel 3 zu fahren. Er wollte noch eine Saison im ADAC Formel Masters anhängen, die er in seinem Premierenjahr auf dem 18. Tabellenplatz abschloss. Doch dann ergab sich die Chance und er ergriff sie. Dabei war ihm, seinen Förderern und seinem Team ma-con um Chef Otto Schwadtke wichtig: Diese Saison soll ohne Druck einfach nur ein Lehrjahr werden.

Dass der erst seit diesem Monat 17-Jährige eine ordentliche Lernkurve hinlegte, zeigt ein Blick in seine Resultate, die er im Formel-3-Cup holte. Bis zu seinem ersten Triumph in der Trophy musste Rudersdorf sechs Rennen warten, erst im letzten Lauf am Sachsenring durfte erstmals einen Sieg bejubeln. Am vierten Rennwochenende des Jahres im belgischen Spa-Francorchamps räumte er dann erstmals alle Siegerpokale ab. Und auch bei allen folgenden Meetings des ATS Formel-3-Cup, an denen er teilnahm, gewann der ma-con-Pilot die Trophy-Wertung ohne Ausnahme. Dass sein zu Beginn der Saison härtester Gegner Luca Stolz nach den Läufen in Spa in die Cup-Wertung wechselte, bedauert Rudersdorf. «Wir hatten einige schöne Duelle. Ich denke, sonst wäre es in der Trophy enger geworden.»

Dass er sich den Trophy-Titel bereits vorzeitig sichern konnte, war dennoch keinesfalls selbstverständlich. Denn wegen Terminüberschneidungen liess er das Wochenende in Assen aus. In jenen August-Tagen zog er es vor, im tschechischen Most den Austria Formel-3-Cup zu bestreiten. Auch in diese Serie schrieb er sich zu Beginn des Jahres ein, und auch dort zeigte er von Beginn an sein Talent. Mit dem wesentlich erfahreneren Sandro Zeller teilte er sich bisher alle Siege und führt in der Tabelle vier Läufe vor Schluss deutlich vor dem Schweizer. «Sandro ist ein harter Gegner, vor allen lässt er sich nicht so leicht überholen», schätzt Rudersdorf seinen Rivalen ein.

Teamchef Otto Schwadte ist mit seinem jungen Schützling André Rudersdorf sehr zufrieden. «Er hat sich sehr gut entwickelt. Zu Beginn der Saison war er beim Start zum Beispiel noch extrem nervös, aber mittlerweile ist er ein richtig cooler Hund geworden. Diese Dinge kann man bei Testfahrten nicht trainieren, sondern nur im Rennen. Deshalb haben wir vor der Saison auch entschieden, lieber mehr Rennen zu fahren als zu oft testen zu gehen und uns noch zusätzlich im Austria F3-Cup eingeschrieben.»

Wohin ihn seine Reise in der Zukunft führen soll, vermag der stille und zurückhaltende André Rudersdorf noch nicht zu sagen. «Zuerst einmal möchte ich noch den Austria F3-Cup gewinnen. Alles andere kommt danach.»

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