FIA WEC

Tatsache: Beide Ginetta LMP1 starten in Silverstone

Von - 13.08.2019 17:56

Beim Auftakt der Sportwagen-WM (FIA WEC) werden fünf LMP1 um den Gesamtsieg fighten. Ginetta hat nun definitiv zwei G60-LT-P1 bestätigt. Eine der Überraschungen am Steuer ist der US-Amerikaner Chris Dyson.

Wenn am Wochenende des 1. September im britischen Silverstone die achte Saison der FIA WEC in Angriff genommen wird, geben tatsächlich fünf LMP1 an der Spitze des Feldes Gas. Die beiden Toyota TS050 Hybrid sind mit Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López sowie Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima und Brendon Hartley bereits seit etlichen Wochen fixiert. Zudem hat Rebellion letzte Woche einen R13 für Bruno Senna, Gustavo Menezes und Norman Nato bestätigt. Dazu kommen die beiden Ginetta G60-LT-P1, die von zwei interessanten Fahrer-Trios bewegt werden.

Dem langjährigen Sportwagen-Begleiter fällt dabei sicherlich schnell der Name Chris Dyson auf. Er gewann beispielsweise im Jahre 2011 den Meistertitel in der LMP1-Klasse der ehemaligen American Le Mans Series (ALMS). Damals fuhr er für das Team seines Vaters Rob Dyson, welches lange Jahre in diversen amerikanischen Prototypen-Feldern unterwegs war. «Ich habe schon einige Zeit nach dem richtigen Programm gesucht, um in die LMP1 zurückzukehren. Als sich dann das Ginetta-AER-Projekt entwickelte, kamen alle Puzzleteile zusammen», erklärt Dyson, dessen Familie vor einigen Jahren den britischen Motorenbauer AER erworben hat.

Dyson fährt gemeinsam mit seinem langjährigen Weggefährten Guy Smith, dem Le-Mans-Sieger aus dem Jahre 2003 (damals im Bentley). Smith hatte den Ginetta bei einem Test in Le Castellet kennengelernt und trat auch beim 'Prologue' genannten Vorsaisontest der FIA WEC in Barcelona an. Der dritte Pilot ist Werksfahrer Mike Simpson, der für einen Großteil der Entwicklungsarbeit am G60-LT-P1 verantwortlich war und 2018 im Ginetta auch die 24h von Le Mans bestritt.

Den zweiten Ginetta pilotieren neben Werksfahrer Charlie Robertson auch noch Ben Hanley und Egor Orudzhev. Auch diese drei Fahrer haben bereits LMP1-Erfahrung gesammelt. Robertson unternahm ebenfalls 2018 die 24h von Le Mans für Ginetta. Hanley fuhr in der WEC-Saison 2018/19 im privaten BR1 von DragonSpeed und der Russe Orudzhev hatte im BR1 von SMP Racing (teilweise recht ordentlich) auf sich aufmerksam gemacht.

«Wir möchten unbedingt zeigen, was der Ginetta in dieser Saison leisten kann. Die Mischung aus Erfahrung, Beständigkeit und purem Speed, die wir für Silverstone ankündigen, hat eine große Chance, zu zeigen, wozu das Auto in einem Feld von wirklich schnellen Autos und Weltklasse-Fahrern fähig ist», ist Ginetta-Boss Lawrence Tomlinson von seinem Projekt überzeugt. Der Saisonauftakt der WEC geht diesmal sogar nur über eine Distanz von vier Stunden und ist somit das kürzeste Rennen in der Serien-Geschichte.

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