Arie Vos: Ex-IDM-Pilot mischt BMW-Boxer-Cup auf

Von Esther Babel
IDM

Scheinbar hat der seit Jahren zurückgetretene Niederländer nichts verlernt. Im Rahmen der IDM war er in Zolder erfolgreich unterwegs und räumte die Pole-Position und den Sieg ab.

Sechs Jahr ist es her, dass Ari Vos in der IDM Superbike für das BMW-Team von Werner Daemen unterwegs war. Zuletzt stand er dort als Teamkollege von Markus Reiterberger beim Finale in Hockenheim 2013 auf dem Podest. Danach war Schluss mit einer kompletten IDM-Saison, stattdessen holte er sich zum Abschluss seiner aktiven Laufbahn noch in seiner niederländischen Heimat den Superbike-Titel 2014 auf Kawasaki.

Vos war vor allem in den Niederlanden sehr erfolgreich. 2006, 2007, 2008, 2010 und 2014 wurde er Superbike-Champion, 2006 und 2007 gewann er gleichzeitig auch die Supersport-Serie. Zwischen 2004 und 2009 bestritt er 25 Supersport-Rennen in der Weltmeisterschaft, 2008 versuchte er sich bei einem Gaststart in Assen auch an der Superbike-WM. Doch nach IDM und Niederländischer Superbikemeisterschaft war Schluss mit Rennen fahren in einer kompletten Meisterschaft. «Rennenfahren ist super», versichert der inzwischen 43-Jährige noch heute. «Aber ich war damals irgendwann zu alt. Auch im Team von Daemen standen junge Piloten vor der Tür und interessierten sich für einen Platz im Team und in der IDM. Ich habe dann nach dem Jahr in Holland aufgehört und was mal war, kommt nicht wieder.»

In Zusammenarbeit mit KTM und dem niederländischen Motorsportverband KNMW stampfte Vos 2015 den KTM RC390 Cup aus dem Boden, um Nachwuchspiloten eine Bühne zu geben. Aus diesem Projekt ging das Team KTM Fortron hervor, mit dem der Niederländer 2018 in die Supersport-WM 300 einstieg. Mit Koen Meuffels wurde der Saisonauftakt in Aragón gewonnen, zweiter Fahrer war Glenn van Straalen. Ende des Jahres wurde das Team verkauft.

Jetzt tauchte er im Rahmen der IDM wieder auf und fuhr als Gastfahrer des BMW Boxer Cups mal eben alle in Grund und Boden, ein Laufsieg inklusive. «Benny Wilbers hat mich gefragt, ob ich fahren will und ich habe ja gesagt. Wir haben nach wie vor geschäftlich Kontakt, ich verkaufe seine Fahrwerke bei mir im Laden. Bei der Gelegenheit hatte er mir auch von seinem Projekt mit dem Boxer Cup erzählt.»

Über seinen durchschlagenden Erfolg mit Pole-Position und Laufsieg war der Niederländer dann selbst ein wenig überrascht. «Ich bin seit vier Jahren kein Rennen mehr gefahren», meinte er anschließend. «Aber die Schnelligkeit bleibt wohl und den Rhythmus hatte ich gleich wieder drin.»

Im IDM-Fahrerlager blickte er sich mit gemischten Gefühlen um. «Ganz schön viele Cup-Klassen gibt es hier inzwischen», merkte er an. «Cups an sich sind ja nicht verkehrt. Aber leider gibt es nicht mehr soviel Superbike-Fahrer. Auch in der 300er-Klasse gibt es zu wenig Fahrer, in der WM läuft die Klasse doch sehr gut.»

Ein weiteres Wiedersehen ist bisher nicht geplant und Vos wird sich gemeinsam mit seinem Bruder wieder um seinen Laden in Oss kümmern. Aber wer weiß, was beim nächsten Telefonat mit Benny Wilbers herauskommt. Der Boxer-Cup ist im August auch noch im niederländischen Assen unterwegs. Wer in Zolder übrigens auf dem sechsten Platz einen weiteren Vos entdeckte, hatte keinen Knick in der Optik. Arie Vos’ Sohn Ryan war ebenfalls am Start.

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