Sarah Heide: Mühsamer Valencia-Test

Von Esther Babel
IDM Supersport
Sarah Heide spult Testkilometer ab

Sarah Heide spult Testkilometer ab

Beim ihren Testfahrten in Spanien hatte IDM-Supersport-Pilotin Sarah Heide mit gebrauchten Reifen und schlechtem Wetter zu tun.

In Cartagena, der ersten Station ihrer Testfahrten, war Sarah Heide mit ihrer von Stefan Laux vorbereiteten Suzuki GSX R 600 noch unterhalb ihres eigenen Runderekords aus dem Vorjahr unterwegs gewesen. Bei der zweiten Teststation in Valencia war vorzeitig Schluss.

«Der Test in Valencia war eher kontraproduktiv», muss Sarah Heide nach ihrer Rückkehr zugeben. «Da wir den kompletten Wintertest mit gebrauchten Reifen gefahren sind, hatte wir am ersten Tag Mühe, überhaupt die richtige Mischung heraus zu finden, da der Asphalt sehr aggressiv war. Die Temperaturen lagen noch bei angenehmen 20 Grad.»

«Beim Fahrwerk hatte ich angesichts der hohen Rundenzeiten keinerlei Probleme», schildert die Suzuki-Pilotin weiter. «Stefan Laux hatte hinten noch etwas an der Federvorspannung geändert und dann passte das. Wir haben uns dann darauf konzentriert, wie das Fahrwerk auf diverse Einstellungen reagiert und mit der Elektronik ein bisschen gespielt. Ich bin dann zwar tiefe 40er Zeiten gefahren aber das war viel zu langsam. Zwei Sekunden schneller hätte es schon gehen müssen.»

Am zweiten Tag musste Heide den Test nach nur zwei Turns abbrechen. Windböen mit über 100 km/h machten die Linienwahl auf der Start-Ziel-Geraden zu einer Lotterie. Auch am dritten Tag lief es nicht besser. Die Asphalttemperatur war über Nacht auf gerade Mal fünf Grad gefallen. «Da fuhr ich nur einen Turn am Mittag und das 600er Rennen mit», so Heide. «Ich belegte zwar den zweiten Platz hinter dem Schweizer von Gunten, aber kaufen kann ich mir dafür auch nichts. Von Gunten war mit neuen Reifen unterwegs und fuhr hohe 38er Zeiten. Das wäre auch mein Ziel gewesen. Aber da die Reifen nicht mehr hergaben, liessen wir es dabei.»

«Zum Fahrwerk muss ich sagen, dass ich bis jetzt noch nie so zufrieden war wie bei den Tests», schwärmt sie. «Wir mussten fast nichts einstellen und es fühlte sich wunderbar an. Ich denke, dass ist wieder ein kleiner Schritt nach vorne. Genau kann man das erst sagen, wenn es von den Zeiten auf ein höheres Level geht. Wenn dann noch alles so funktioniert ist es top.»

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