Sarah Heide: «Blinde Ecken in Almeria»

Von Esther Babel
Sarah Heide fährt fünf Tage lang

Sarah Heide fährt fünf Tage lang

Beim Pirelli-Test in Spanien war die IDM-Supersport-Pilotin Sarah Heide mit ihrer Suzuki fünf Tage lang unterwegs. Am Ende wurde sie beinahe von der Strecke gefegt.

Für die IDM-Supersport-Pilotin Sarah Heide vom Team Laux Suzuki ging es mit gemischten Gefühlen zu den Pirelli-Tests nach Almeria in Spanien. Das lag allerdings weniger an ihr, den Reifen oder der Suzuki GSX R 600, sondern an der Strecke. «Vor drei Jahren war ich schon mal zur Präsentation der neuen GSX-R 600 dort und da bin ich zehn Runden im Cruiser-Modus für die Presse rumgerollt», erinnert sich Heide. «Damals habe ich schon gesehen dass der Kurs mit seinen blinden Ecken recht tricky ist.»

Am ersten Tag kam Heide beim Pirelli-Test wie alle anderen Piloten nicht viel zum Fahren, da es regnete. «Am zweiten Tag fuhren wir auf letztjährigen Reifen raus, um erst mal wieder ein Gefühl aufzubauen», erklärt sie dann. «Das Fahrwerk arbeitete hervorragend und so konnte ich mich Runde für Runde steigern. Am Abend standen dann tiefe 1.43 er Zeiten auf dem Display. Da ich mich schwer tat, in die blinden Ecken rein zu fahren und wegen meiner mangelnden Streckenkenntnis, waren wir ganz zufrieden.»

Einen Tag später, nach zahlreichen Reifentests, stand dann eine tiefe 1:41er-Rundenzeit auf der Stoppuhr. «Was mich ehrlich gesagt», so Heide, «beim Blick auf die tiefen 1:39er-Zeiren meiner Supersport-Konkurrenten Roman Stamm und Marvin Fritz doch leicht frustrierte. Mein Lieblingskurs wird Almeria sicherlich nicht mehr werden.»

Heide war vom ersten bis zum letzten Tag des fünftägigen Pirelli-Tests fleissig und nutzte nach Absprache mit ihrem Teamchef Stefan Laux auch noch das trockene Wetter am letzten Tag aus. «Ich fuhr bei noch mässigem Wind raus», schildert die Suzuki-Pilotin. «In der ersten Runde legte ich gleich eine Zeit von1.40,4 vor und wollte noch weiter puschen. Doch der Wind wurde so stark, dass auf der Geraden der 5. Gang nicht mal mehr ausdrehte.»

Nach fünf windigen Runden brach Heide den Turn ab. Eine Besserung der Bedingungen war nicht in Sicht und das Duo Heide-Laux packte zusammen. «Gegen das Wetter ist man machtlos», ist sich Heide bewusst. «Der Test war sicherlich nicht optimal und ich hatte mir mehr erhofft. Andererseits wissen wir jetzt, dass das Fahrwerk auch mit den neuen Reifen gut funktioniert und wie es auf Veränderung reagiert.»

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