Marc Wildisen: Wirbelbruch nach Bremsdefekt

Von Esther Babel
IDM Superstock 1000
Bei einem Sturz auf dem Red Bull Ring brach sich IDM-Superstock-Pilot Marc Wildisen zwei Lendenwirbel. Ein Bremsdefekt war die Ursache. Seine Saison ist gelaufen.

«Tja da hatte ich ein ernstes Problem», fasst der Schweizer Marc Wildisen seine Erlebnisse von vor zehn Tagen auf dem Red Bull Ring zusammen. Nach einem Sturz in der Schlossgold-Kurve beim zweiten freien Training zum IDM-Lauf war der BMW-Pilot in der Klinik von Judenburg, unweit der in der Steiermark gelegenen Strecke, gelandet.

«Ich hatte einen totalen Bremsausfall», schildert er die Geschehnisse. «Inzwischen haben wir das genau analysiert. Ich hatte ausgangs der vorangehenden Kurve heftiges Lenkerschlagen. Dabei wurden dann wohl die Bremskolben zurückgedrückt. So ganz sicher weiss ich es nicht. Aber das ist die einzige vernünftige Erklärung. Denn bis dahin lief alles optimal.»

Nach wenigen Tagen in der österreichischen Klinik ging es für Wildisen mit der Rettungsflugwacht zurück in die Schweizer Heimat. Erst nach Zürich und von dort in eine Klinik nach Luzern. Dort wurde die Diagnose bestätigt. «Ein Lendenwirbel ist gebrochen» erklärt Wildisen, «ein anderer angebrochen. Da man da jetzt ausser Warten nicht viel machen kann, wurde ich unter gewissen Auflagen nach Hause entlassen.»

Dort heisst es für den Sportler jetzt strenge Bettruhe halten. Lediglich für den Gang zur Dusche und Toilette darf er aufstehen, dann aber nur mit vorher angelegtem Korsett. «Die Ärzte sprechen von acht bis zwölf Wochen Genesungszeit», erklärt der Patient. «Damit dürfte die Saison gelaufen sein.»

«Jetzt käme für mich eigentlich das Acht-Stunden-Rennen in Suzuka», zählt er auf. «Ich war noch nie in Japan und hatte mich total drauf gefreut. Danach verpasse ich die IDM-Läufe in Schleiz und auf dem Sachsenring. Und ob ich Ende September mit dem Team Bolliger zur Langstrecken-WM nach Le Mans kann, glaube ich ja jetzt eher nicht. Selbst wenn mein Rücken bis dahin wieder gut ist, kann ich ohne Training ja kein 24-Stunden-Rennen fahren.»

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