Robert Schotman gewinnt den Junior-Cup-Krimi in Assen

Von Andreas Gemeinhardt
ADAC Junior Cup
Der niederländische Wildcard-Pilot Robert Schotman gewinnt in Assen das spannende Rennen des ADAC Junior Cups powered by KTM vor Tim Georgi und Lukas Tulovic.

Der sechste Lauf des ADAC Junior Cup powered by KTM im niederländischen Assen war ein fesselnder Krimi. Die Hauptdarsteller waren Tim Georgi, der Führende des Gesamtklassements, und Gaststarter Robert Schotman. Nach einem 12-Runden-Duell sicherte sich der niederländische Wildcard-Pilot, der 2014 im MotoGP Red Bull Rookies Cup am Start ist, knapp den Sieg vor seinem Kontrahenten.

«Ich hatte einen guten Start, schon in der ersten Kurve lag ich an zweiter Position hinter Tim und bemerkte noch in der ersten Runde, dass wir uns durch den starken Wind richtig harte Windschatten-Duelle liefern konnten» erklärte Schotman. «Dadurch konnte ich auch leicht hinter ihm bleiben. Einige Male fuhr ich an ihm vorbei, dann überholte er mich wieder. Das ging das ganze Rennen lang so. Ich sah auf meiner Boxentafel, dass wir einen großen Vorsprung hatten, also habe ich mir über die Jungs dahinter keine Sorgen gemacht. In der vorletzten Runde ging ich wieder an Tim vorbei. Allerdings machte ich in der letzten Runde einen Fehler und er überholte mich wieder. Danach konnte ich aber den Windschatten ausnutzen und mir in der letzten Kurve den Sieg sichern. Das Rennwochenende im Junior Cup hat mir sehr gut gefallen. Es macht richtig Spaß, mit der KTM zu fahren. Außerdem hatten wir im Rennen diesen fantastischen Kampf. Das war wirklich Klasse!»

Tim Georgi musste sich in der letzten Kurve knapp geschlagen geben und überquerte die Ziellinie 0,267 Sekunden hinter Schotman. Der Förderpilot der ADAC Stiftung Sport sammelt allerdings 25 Punkte als bester permanenter Starter im ADAC Junior Cup powered by KTM. Wildcard-Pilot Schotman erhält gemäß Reglement keine Meisterschafts-Punkte. Georgi und Schotman waren im Laufe des Rennens konstant schneller als ihre Verfolger.

«Ich hatte einen richtig guten Start und habe die Pace am Anfang vorgegeben», berichtete Georgi. «Dann habe ich Robert etwa zur Rennmitte vorbeigelassen, damit ich seine Linie studieren konnte. Wir sind aber fast die gleiche Linie gefahren und waren komplett auf einer Höhe. Daher konnte auch keiner von uns wegfahren. Das Rennen war extrem spannend. Wir haben uns ständig gegenseitig überholt. Am Ende lag ich vorne, aber er kam in der letzten Kurve wieder an mir vorbei. Die 25 Punkte habe ich trotzdem eingesackt, also ist alles gut gelaufen. Drei Mal 25 Punkte in Folge zu holen ist schlichtweg perfekt. Ein wenig denke ich jetzt schon an die Meisterschaft. Schließlich stehen nur noch zwei Rennen in Oschersleben und Hockenheim auf dem Programm.»

Lukas Tulovic eroberte den letzten Platz auf dem Podium. Er fuhr 24,356 Sekunden hinter dem Führungsduo ins Ziel. Auch der Förderpilot der ADAC Stiftung Sport erlebte ein ereignis- und actionreiches Rennen. Von Position 13 aus gestartet arbeitete sich Tulovic Runde für Runde nach vorne und setzte sich gegen Rennende gegen Matthias Meggle und Dennis Norick Stelzer durch. Sie belegten die Plätze vier und fünf.

«Ich konnte nach dem Start einige Plätze gutmachen», sagte Tulovic. «Dann ging es nicht mehr ganz so schnell und nach wenigen Runden hatten wir einen großen Rückstand. Dennoch konnte ich noch Positionen gutmachen und mir den dritten Platz sichern. Aber Robert und Tim waren schon so weit weg, dass ich keine Chance mehr hatte, sie einzuholen. Dafür kämpfte ich gegen Pedro und Matthias um den dritten Platz und konnte sie schlagen. Wir hatten einen spannenden Kampf. Es ist eine Erleichterung, auf dem Podest zu stehen, aber wir haben noch harte Arbeit vor uns. Tim liegt in der Meisterschaft jetzt sechs Punkte vor mir und es stehen nur noch zwei Rennen aus. Das wird ziemlich eng.»

Pedro John und Jonas Hähle lagen ebenso lange im Kampf um den dritten Podiumsplatz, mussten sich am Ende aber mit den Rängen sechs und sieben zufrieden geben. Der Belgier Michaël Verbrugghe sicherte sich den achten Platz. Toni Thurmayer setzte sich in der vorletzten Runde im Duell um die neunte Position durch. Jirka Mrkývka (CZ) sah die Zielflagge als Zehnter.

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