Rookies vor

Von Nadja Zele
Air Race
Matthias Dolderer beim Trackstudium

Matthias Dolderer beim Trackstudium

Matthias Dolderer auf Platz 5, Matt Hall auf 6. Aus Trainingszeiten kann man zwar noch keine klaren Schlüsse ziehen, beeindruckend ist die Leistung der neuen Wilden aber dennoch.

Dominiert haben das zweite Training von San Diego wie erwartet der amtierende Weltmeister Hannes Arch und Vize Paul Bonhomme. Die Aufmerksamkeit richtete sich aber auf zwei neue Namen. Allen voran Matthias Dolderer. Der Deutsche liegt mit 1:24:25 zwar 3.13 Sekunden hinter dem Leader, hat aber Grössen wie Kirby Chambliss, Peter Besenyei und Mike Mangold weit hinter sich gelassen.

Matthias Dolderer: «Es hat funktioniert! Ich bin im zweiten Training einfach sauberer geflogen. Nach dem ersten Training habe ich mir ganz genau überlegt, wo die Fehler waren, wo ich wann drehe, wie viel G ich wo ziehe. Ich bin im Kopf jede Sekunde ein paar Mal durchgegangen und habe mir die Fluglinie den anderen genau angeschaut. Morgen im dritten und vierten Training möchte ich das gleiche machen, nur noch ein bisschen verfeinert. Wenn es wieder klappt, freut es mich, wenn nicht, ist es auch nicht so schlimm. Ich glaube nicht, dass Arch und Bonhomme schon alles gegeben haben. Aber über Plätze denke ich momentan noch nicht nach. Ich werde mein Rennen fliegen und die beste Zeit für mich fliegen.»

Der Australier Matt Hall, der im ersten Rennen von Abu Dhabi auf dem sensationellen fünften Platz landete, reihte sich mit einer Zeit von 1:24.65, davon 2 Strafsekunden, hinter Dolderer auf Platz 6 ein. «Hier in San Diego wird ganz klar der Pilot das Rennen machen, der fehlerfrei fliegt», so Hall. Der Air Race Neuling und ehemalige Royal Australian Air Force Pilot studiert noch verschiedene Fluglinien durch den Kurs, bevor er in den nächsten beiden Trainingssessions sein volles Potenzial entfalten wird.

Hannes Arch analysiert momentan gemeinsam mit seinem Techniker Vito Wyprächtiger den Motor. «Wir lernen immer mehr dazu und die Performance wird von Runde zu Runde besser», so Arch. Im Qualifying und Rennen richtet der Österreicher den Fokus diesmal auf einen sauberen, sicheren Flug durch den Pylonen-Parcours. «Bis zu den Final Four werde ich konservativ fliegen. Erst dann gebe ich richtig Gas.»

Paul Bonhomme hinkt nun vielleicht gar nicht mehr so stark hinterher. Seit dem Rennen in Abu Dhabi hat der Brite vier Kilogramm abgenommen. Sein Flieger wiegt 12kg weniger. Trotzdem, das Gesamtpaket wiegt nachwievor 30kg mehr als das von Hannes Arch. Bleibt abzuwarten, wer in den nächsten beiden Trainingssessions vorne liegt. Ein klares Ergebnis bekommen wir aber erst am Qualifying- und Renntag geliefert.

Zweites Training:

1 Arch 1:21.12
2 Bonhomme 1:22.53 (+ 1.41)
3 Ivanoff 1:23.90 (+ 2.78) 4 Strafsek.
4 Maclean 1:24.03 (+ 2.91)
5 Dolderer 1:24.25 (+ 3.13)
6 Hall 1:24.65 (+ 3.53) 2 Strafsek.
7 Dell 1:25.06 (+ 3.94)
8 Lamb 1:25.52 (+ 4.40)
9 Muroya 1:26.99 (+ 5.87) 2 Strafsek.
10 Chambliss 1:27.08 (+ 5.96) 2 Strafsek.
11 Besenyei 1:27.35 (+ 6.23) 4 Strafsek.
12 Goulian 1:27.65 (+ 6.53) 2 Strafsek.
13 Mangold 1:28.50 (+ 7.38) 2 Strafsek.
14 Rakhmanin 1:30.46 (+ 9.34) 4 Strafsek.
15 McLeod 1:32.44 (+ 11.32)

Erstes Training:

1 Ivanoff 1:20.50
2 Chambliss 1:23.73 (+ 3.23)
3 Arch 1:24.28 (+ 3.78)
4 Mangold 1:24.46 (+ 3.96)
5 Bonhomme 1:24.50 (+ 4.00) 2 Strafsek.
6 Dell 1:25.29 (+ 4.79)
7 Besenyei 1:25.68 (+ 5.18) 2 Strafsek.
8 Maclean 1:27.34 (+ 6.84)
9 Goulian 1:29.18 (+ 8.68) 2 Strafsek.
10 Dolderer 1:31.02 (+ 10.52) 2 Strafsek.
11 Lamb 1:31.99 (+ 11.49) 8 Strafsek.
12 Muroya 1:34.90 (+ 14.40) 8 Strafsek.
13 Rakhmanin 1:41.96 (+ 21.46) 16 Strafsek.
14 McLeod 1:47.55 (+ 27.05) 6 Strafsek.
15 Hall Matt DSQ

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