Dolderer auf Punktejagd in Kanada

Von Barbara Proske
Air Race
Dolderer auf Punktejagd in Kanada 310509

Dolderer auf Punktejagd in Kanada 310509

Am Boden und in der Luft bereitet sich der deutsche Pilot auf Rennen Nummer 3 vor.

Er ist neben Matt Hall momentan der zweitbeste Rookie im Pilotenfeld der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft 2009. Die Augen der ‘älteren’ Piloten ruhen auf den Newcomern die ihre Entwicklung akribisch beobachten um zu sehen ob es nur Anfängerglück war oder sie sich zu ernst zu nehmenden Konkurrenten entwickeln.

Bereits beim Saisonauftakt in Abu Dhabi holte der Deutsche nach einer bemerkenswerten Leistung in den Top 12 seinen ersten WM Punkt. Im Training und Qualifying in San Diego konnte der 38 jährige ähnlich gute Resultate zeigen. Am Renntag gelang Dolderer zwar ein straffreier Lauf im Wild Card Bewerb, aber er flog zu konservativ, verlor durch eine weite Linie wichtige Zeit und landete am Ende auf Platz 13.
Sein Ziel hat er dennoch erreicht: «Ich bin mit meiner persönlichen Leistung und der meines Teams sehr zufrieden. Geplant war und ist es, in der ersten Saisonhälfte Strafpunkte zu vermeiden und saubere Runs zu fliegen, und das ist mir bislang gelungen», so Dolderer.

Das Flugzeug selbst ist momentan noch nicht voll konkurrenzfähig und bis zum Beginn der Europa Rennen gibt es noch jede Menge Arbeit für Team 21. «Zurzeit ist unser Flieger noch 20 kg schwerer als beispielsweise Matt Hall’s MXS-R. Wenn man 10G zieht ist das ein Riesenunterschied», erklärt Dolderer. «Vor Windsor wird es keine grossen Modifikationen geben, wir werden versuchen das Optimum aus dem bestehenden Setup herauszuholen und nach Kanada mit den Arbeiten beginnen».

Die Rennfreie Zeit nutzt der Tannheimer um sich körperlich und mental auf den nächsten Stopp in Windsor Ontario vorzubereiten. Für die nötige Grundfitness absolviert Matthias täglich 1-2 Laufeinheiten und geht schwimmen, zudem stehen auch Sportarten wie Fussball oder Badminton auf dem Programm. Dolderer verbringt auch viel Zeit in der Luft um mit Hilfe von Kunstflugmanövern seine G-Toleranz zu trainieren und sich mental auf den Rennkurs, der um einiges anspruchsvoller ist, als bei den vorherigen Rennen, vorzubereiten.

Obwohl der Job eines Rennpiloten ein harter Beruf ist, ist für Matthias ein Traum in Erfüllung gegangen.
«Für mich hat sich die harte Arbeit der vergangenen Jahre mehr als gelohnt. Ich lebe meinen Traum. Im Red Bull Air Race mitzufliegen, ist das Beste, was ich mir vorstellen kann. Es ist eine grosse Herausforderung und vereint alles, was ich an Motorsport und Fliegen so liebe».

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