MotoGP: Ducati-Erfolg kam nicht vom Motor

Red Bull Air Race: Wie alles begonnen hat

Von Nadja James
Peter Besenyei war anfangs vom Erfolg der Air Race-WM nicht überzeugt. Doch das Debüt 2003 in Zeltweg begeisterte die Zuschauer.

«Wie wäre es mit einem Rennen in der Luft?» Als Peter Besenyei diese Frage vor nunmehr zwölf Jahren hörte, packte ihn nicht wirklich der Enthusiasmus. «Ehrlich gesagt, ich war vom Erfolg dieser Idee nicht überzeugt. Als Kunstflugpilot dachte ich mir, dass die Teilnahme an verschiedenen Wettbewerben und Meisterschaften viel interessanter wäre, als eine neue Rennserie ins Leben zu rufen.»

«Dennoch, ich packte mit an und stellte ein Team zusammen. Nach einem Jahr des Nachdenkens, Planens und Diskutierens hatten wir ein Konzept für das Red Bull Air Race», erinnert sich der Ungar. «Es sollte ein Rennen durch Tore werden, die wir Gates benannten, wenige Meter über dem Boden und gegen die Zeit. Und wir einigten uns auf den Einsatz von Experimentalflugzeugen. Die erste Herausforderung, die es zu bewältigen galt, war die Markierung der Rennstrecke. Wir haben alles versucht: Trockeneis, Fontänen, Laser, Karton, Balsaholz, Ballons... Schliesslich einigten wir uns auf aufblasbare Pylonen aus dünnem Segeltuch, Spinnaker.»

Das Schlüsseljahr 2003

«Wir hatten also die Streckenmarkierung. Vom Rennformat und den Regeln fehlte allerdings noch jede Spur. Wir wussten, dass wir gegen die Zeit fliegen wollten. Das war es dann aber auch schon. Es war ein neuer Sport, einzigartig. Wir wagten den Sprung ins kalte Wasser und hoben im Juni 2003 im Rahmen der Airpower in Zeltweg, Österreich, ab», blendet Peter Besenyei zurück.

«Wir waren ein Side-Act, testeten das Konzept und beobachteten die Reaktionen der Zuseher. Die zeigten sich hellauf begeistert; auch die Medien rissen sich um uns. Das war für uns Ansporn genug, um weiterzumachen. Erst zu diesem Zeitpunkt habe auch ich eingesehen, dass in diesem Projekt ein grosses Potenzial steckte. Dann kam das erste echte Rennen, auf dem Flughafen Tököl in Ungarn. Ich war so nervös, dass ich für gutes Wetter und Windstille gebetet habe. Ich redete mir ein, dass das erste Rennen nicht erfolgreich genug werden würde. Doch all meine Befürchtungen wurden am Tag der Tage zunichte gemacht», seufte Besenyei. «Das Wetter war optimal und es kamen tausende Zuseher, die das Geschehen liebten. Damit war ein neuer Sport geboren.»

 

 

AirRace Kaender 2014

 


Die Red Bull Air Race Champions

Jahr 1. 2. 3.
'03 Peter Besenyei (H) Klaus Schrodt (D) Kirby Chambliss (USA)
'04 K. Chambliss (USA) Peter Besenyei (H) Steve Jones (GB)
'05 Mike Mangold (USA) Peter Besenyei (H) K. Chambliss (USA)
'06 K. Chambliss (USA) Peter Besenyei (H) Mike Mangold (USA)
'07 Mike Mangold (USA) P. Bonhomme (GB) Peter Besenyei (H)
'08 Hannes Arch (A) P. Bonhomme (GB) K. Chambliss (USA)
'09 P. Bonhomme (GB) Hannes Arch (A) Matt Hall (AUS)
'10 P. Bonhomme (GB) Hannes Arch (A) Nigel Lamb (GB)


Erfolgreichste Red Bull Air Race-Piloten

Pos Pilot Siege
1. Paul Bonhomme (GB) 13
2. Mike Mangold (USA) 9
3. Peter Besenyei (H) 8
Kirby Chambliss (USA) 8
5. Hannes Arch (A) 7
6. Steve Jones (GB) 2
Nicolas Ivanoff (F) 2
8. Michael Goulian (USA) 1


Bisherige Stationen der Red Bull Air Races

Reihenfolge in
Land Ort '03 '04 '05 '06 '07 '08 '09 '10
AUS Perth 9. 12. 9. 2.
A Zeltweg 1. 3.
BRA Rio de Janeiro 2. 3.
CAN Windsor 3. 4.
D Berlin 3.
Eurospeedway 6.
H Budapest 2. 2. 6. 6. 8. 7. 4. 7.
IRL Rock of Cashel 4.
MEX Acapulco 11.
NL Rotterdam 2. 5.
POR Porto 9. 8. 5.
Lissabon 8.
RUS St. Petersburg 4.
E Barcelona 2. 5. 6.
CH Bern 6.
SWE Stockholm 4.
TR Istanbul 5. 4.
ARE Abu Dhabi 1. 1. 1. 1. 1. 1.
GB Longleat 5. 7.
RAF Kemble 1.
London 7. 6.
USA Monument Valley 3.
Reno 3.
San Diego 10. 2. 2.
San Francisco 7. 8.
Detroit 3.
New York 5.

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