Vor Rennen in Kroatien: Spitze liegt eng beisammen

Von Oliver Feldtweg
Air Race
Kirby Chambliss in Aktion beim Rennen in Abu Dhabi vor fünf Wochen

Kirby Chambliss in Aktion beim Rennen in Abu Dhabi vor fünf Wochen

Beim zweiten Stopp der Red Bull Air Race World Championship am 12./13. April in Rovinj (Kroatien) kämpft Paul Bonhomme gegen ein internationales Feld der weltbesten Piloten.

Das zweite Rennen der Weltmeisterschaft 2014 führt das Red Bull Air Race nach Europa. Erstmals findet in der kroatischen Küstenstadt Rovinj ein Stopp der schnellsten Motorsport-Serie der Welt statt.

Nach einem spannenden Dreikampf beim Saisonauftakt in Abu Dhabi führt der Brite Paul Bonhomme die Gesamtwertung knapp vor dem Österreicher Hannes Arch und dem Kanadier Pete McLeod an.

Der zweite Saisonstopp in Rovinj am 12./13. April findet unweit von Zeltweg in Österreich statt, wo das erste Rennen des Red Bull Air Race bereits 2003 über die Bühne ging. Die Fans des Flugsports in der Balkan-Region freuen sich seit Monaten auf die High-Speed-Action knapp über der Wasseroberfläche. Vor wenigen Wochen lieferten sich Bonhomme und Arch in Abu Dhabi eines der heißesten Duelle in der Geschichte der Rennserie: Mit einer Zeit von 56,439 Sekunden setzte sich der Brite um nur wenige Hundertstel gegen seinen österreichischen Rivalen Arch (56,776 Sekunden) durch.

Vor der beeindruckenden Skyline Abu Dhabis belegten Bonhomme, Arch, McLeod und der Australier Matt Hall die ersten vier Plätze. Knapp dahinter landeten der Brite Nigel Lamb (5.), der Deutsche Matthias Dolderer (6.), der Tscheche Martin Sonka (7.) sowie der Franzose Nicolas Ivanoff (8.).

Durch die neuen Regeln für die Saison 2014, darunter die Einführung von Einheitsmotoren für alle Flugzeuge, hat die Leistungsdichte im Feld enorm zugenommen. Sogar die Piloten auf den Rängen 9 bis 12 beim ersten der insgesamt acht Rennen im Jahr 2014 – der Japaner Yoshihide Muroya (9.), der Ungar Peter Besenyei (10.) sowie die beiden US-Amerikaner Kirby Chambliss (11.) und Michael Goulian (12.) – haben durchaus Chancen auf einen Podestplatz in der malerischen Hafenstadt Rovinj am Adriatischen Meer.

«Ich hätte nicht gedacht, dass es so eng wird, so Bonhomme, dessen Air-Race-Sieg in Abu Dhabi der 14. seiner Karriere und sein erster seit dem Rennen in New York im Jahr 2010 war. «Dass das Feld durch die neuen Regeln etwas zusammenrückt, hatte ich erwartet. Mit so einer Leistungsdichte hatte ich aber wirklich nicht gerechnet. Mittlerweile kann man sich keinen einzigen Fehler leisten.»

Für den Österreicher Hannes Arch und den Deutschen Matthias Dolderer aus Süddeutschland gilt der Stopp in Rovinj fast als Heimrennen. 2009 wurden beide in Budapest von ihren jeweiligen Fangruppen lauthals angefeuert. Auch 2014 hoffen sie auf große Unterstützung in der Hafenstadt an der Westküste der Halbinsel Istrien nahe Italien, Slowenien und Österreich.

«Rovinj ist die schönste Location der Saison», schwärmt Hannes Arch, der Weltmeister von 2008. Der Österreicher hat bisher sieben Red Bull Air Races gewonnen und rechnet am übernächsten Wochenende mit großer Unterstützung sowohl von den Locals als auch von angereisten Fans aus der Heimat. «Ich glaube, das Rennen in Rovinj wird eines der spannendsten aller Zeiten.»

Beim Red Bull Air Race müssen die Piloten ihre Maschinen möglichst schnell durch einen aus aufblasbaren Pylonen (genannt «Air Gates») bestehenden Slalomkurs lenken. Dabei erreichen sie Geschwindigkeiten von bis zu 370 km/h und werden bei den engen Kurven Fliehkräften von bis zu 10 G ausgesetzt.

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