Chambliss bremst Champ ein

Von Nadja Zele
Kirby Chambliss gibt in Budapest das Tempo vor

Kirby Chambliss gibt in Budapest das Tempo vor

Was hat Kirby Chambliss in den Motor gepackt? Im Qualifying von Budapest hängte der Amerikaner mit 1:10.76 Hannes Arch (+0.72) locker ab. Paul Bonhomme (+2.04) verblasste auf Platz 6.

Kirby Chambliss: «Ich habe im ersten Lauf alles gegeben, hatte aber auch Glück mit den Bedingungen im Track». Dass der Motor seiner Edge 540 stärker ist als die der Konkurrenz auf Platz eins bis vier, glaubt er nicht. «Ich muss einfach morgen noch einmal gut fliegen, dann können wir hier vielleicht wirklich gewinnen. Es ist ein guter Rennkurs hier, aber wenn Du nicht optimal auf die ersten zwei Air Gates vorbereitet bist, kannst du einpacken. Du musst dir komplett sicher sein, wo Du sein wirst, bevor Du den Abschnitt anfliegst.»

Kirby Chambliss weiss, dass er diese Saison keine Chancen auf den Weltmeistertitel mehr hat. «Mathematisch gesehen ist es einfach unmöglich. Deshalb versuche ich jetzt einfach jedes Rennen zu gewinnen. Alles zu geben.» Realistisch gesehen werden in das Endspiel in Barcelona (3. und 4. Oktober) wohl am ehesten die ersten vier Piloten einziehen. Chambliss ist derzeit mit 18 Punkten auf Platz 8, was sich allerdings nach dem Rennen in Budapest schlagartig ändern könnte. Den einen Punkt fürs Qualifying hat er sich jedenfalls schon gesichert, und morgen wird er sich sicher auch problemlos aufs Podium stürzen. Oder doch nicht? Hannes Arch: «Chambliss ist kein konstanter Pilot. Ich glaube nicht, dass er morgen so schnell fliegen wird, wie heute.» Und wie schätzt der Champ sein eigenes Können ein? «Ich habe heute zwei grosse Fehler gemacht. Dafür ist die Laufzeit gut. Ich bin um 30km/h zu langsam in den Track hinein geflogen, dort verloren und dann noch beim Wendemanöver. Da bin ich zu aggressiv hinein, der Flieger hatte einen Strömungsabriss, wodurch ich mindestens eine halbe Sekunde verloren habe.»

Das vierte von insgesamt sechs Rennen ist das wohl wichtigste der Saison. Hier versuchen alle sich einen Vorsprung zu holen. Paul Bonhomme hoffte auch darauf. Im Qualifying eher mässig als gut geflogen, glaubt er nicht, dass er es aufs Podium schafft. «Wir haben ein gravierendes Problem mit dem Motor. Das bedeutet, dass ich einfach absolut gut fliegen muss. Ich denke nicht, dass ich morgen unter die ersten drei komme, aber wir werden in Porto wieder stark sein.»

Beeindruckend in der Budapest-Quali die Leistung von Matthias Dolderer. Der Rookie aus Deutschland hat sich mit einem Rückstand von nur 1.16 auf Chambliss sicher auf Platz 4 gebracht und ist damit morgen in die Super 8. «Nach dem Schrott, den ich im gestrigen Training zusammengeflogen bin, ist es heute super gelaufen. Es kommt mir ein bisschen so vor, als ob der Kurs etwas anders war als gestern. Einfach durch die verschiedene Strömung der Donau und dem Wind. Es ist super gelaufen, ich bin sehr happy. Der vierte Platz beim Qualifying ist geil, mehr als erwartet!»

Qualifying (1 und 2), die Resultate:

  1. Kirby Chambliss 1:10.76 (Q1)
  2. Hannes Arch 1:11.48 (Q2)
  3. Matt Hall 1:12.01 (Q2)
  4. Matthias Dolderer 1:12.37 (Q2)
  5. Nicolas Ivanoff 1:12.63 (Q2)
  6. Paul Bonhomme 1:12.80 (Q2)
  7. Michael Goulian 1:12.86 (Q1)
  8. Peter Besenyei 1:13.43 (Q2)
  9. Mike Mangold 1:14.13 (Q2)
10. Alejandro Maclean 1:14.24 (Q2)
11. Nigel Lamb 1:14.53 (Q1)
12. Pete McLeod 1:14.77 (Q2)
13. Glen Dell 1:15.30 (Q2)
14. Yoshihide Muroya 1:15.38 (Q2)
15. Sergey Rakhmanin 1:16.85 (Q2)

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