Mauno Hermunen düpiert Supermoto-Weltelite

Von Markus Niegtsch
Supermoto-WM
Zweites Rennen, erste Runde: Hermunen (131), dahinter Lazzarini (30) und Winstanley (251)

Zweites Rennen, erste Runde: Hermunen (131), dahinter Lazzarini (30) und Winstanley (251)

Der Finne dominiert den Saisonauftakt nach Belieben und führt die WM-Tabelle an. Ivan Lazzarini mit seinem neuen eigenen Team überraschte, und Adrien Chareyre stehen harte Zeiten bevor.

Die neue Supermoto-WM-Saison begann im italienischen Capua wie die alte aufgehört hatte – mit dem alles überschattenden Duell zwischen den beiden TM-Piloten Mauno Hermunen (FIN) und Thomas Chareyre aus Frankreich. Patzte der Finne mit Platz 3 im Zeittraining noch, so war ihm in den beiden Rennen das Rennglück hold und er konnte einen ungefährdeten Doppelsieg einfahren.

«Dieses Jahr habe ich einen guten Start in die Saison, nicht so wie letztes Jahr in Ottobiano (Anm.: Hermunen wurde damals wegen angeblich unerlaubter Hilfe im ersten Lauf disqualifiziert)», war der Doppelsieger erleichtert. «Ich habe mir zwar letztes Wochenende in Viterbo mein Bein verletzt, aber es hat mich beim Fahren nicht behindert. Im ersten Rennen hatte ich einen passablen Start und lag hinter Ivan, an dem ich mich dann vorbei gekämpft habe. Der Start im zweiten Lauf war besser. Ich konnte mich an die Spitze setzen und von da an das Rennen kontrollieren. Ich musste mich in beiden Läufen nicht großartig anstrengen und nur den Abstand zu Thomas kontrollieren. Das war aber eigentlich ganz einfach», diktierte der 25-jährige ins Mikrofon.

«Für uns geht es nur um den Vize-WM-Titel»

Ein Fahrerkollege, dessen Name uns soeben entfallen ist, beurteilt die Situation folgendermassen: «Mauno ist aktuell der schnellste Mann auf dem schnellsten Motorrad. Eine für uns denkbar schlechte Kombination. Wenn er jetzt noch vom Pech aus dem letzten Jahr verschont bleibt, geht es bei uns nur darum, wer Vizeweltmeister wird.»

Thomas Chareyre kämpfte im Nassen mit dem Grip und konnte sich in den Rennen auf trockener Piste nach vorne kämpfen. «Ich hatte ein miserables Training; mir ging es heute nur darum Schadensbegrenzung zu betreiben», liess der Weltmeister wissen. «Mauno war außer Reichweite und mit den beiden zweiten Plätzen habe ich das Optimum herausgeholt.»

Lazzarini: Kaum Training wegen Aufbau seines Teams

Polesetter Ivan Lazzarini musste sich in beiden Läufen geschlagen geben. «Ich habe wieder richtig Spaß am Rennen fahren und dadurch klappt es auch einfach. Ich habe mir in beiden Rennen einen Podiumsplatz erhofft», berichtete der Mann aus Pesaro. «Im ersten Lauf hat es gut geklappt, aber im zweiten Lauf wurde ich gegen Rennmitte müde und musste Sylvain Bidart vorbei lassen.» Lazzarini war in den letzten zwei Monaten mit dem Aufbau des eigenen Teams und der Teamstruktur so beschäftigt, dass er kaum zum Trainieren kam. Das rächte sich jetzt, wie der Italiener zugeben musste.

Der Weltmeister von 2011, Adrien Chareyre, hat hingegen ein charakterbildendes Jahr vor sich. Im Qualifying Drittletzter, konnte sich der Aprilia-Pilot in den Rennen nach vorne arbeiten und schaffte im zweiten Rennen mit Platz 10 den Sprung in die Top-Ten. «Wir haben erwartet, dass es hier sehr schwer werden würde, aber nicht so schwer. Am Motorrad liegt es nicht, das ist optimal vorbereitet. Ich hoffe, dass die neuen Golden-Tyre-Reifen, die wir zum nächsten Rennen bekommen sollen, uns den erhofften Schritt nach vorne ermöglichen», wünscht der Ältere der beiden Chareyre-Brüder. Trotz der unbefriedigenden Situation hat er seinen Humor nicht verloren. «Das Brot zum Abendessen war das Beste, was ich heute erlebt habe!»

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