Rebellion Williams gewinnt die virtuellen 24h Le Mans

Von Oliver Müller
24h Le Mans
Sieger der virtuellen 24h Le Mans: Der Oreca 07 von Rebellion Williams Esport

Sieger der virtuellen 24h Le Mans: Der Oreca 07 von Rebellion Williams Esport

Louis Deletraz, Raffaele Marciello sowie die beiden SimRacer Nikodem Wisniewski und Kuba Brzezinski triumphieren bei den ersten virtuellen 24h von Le Mans. Porsche-Werksteam holt sich den Sieg in der GTE-Klasse.

Die ersten virtuellen 24 Stunden von Le Mans sind nun in den Geschichtsbüchern verewigt. Nach einem actionreichen und in Teilen auch wirklich spannenden Rennverlauf siegte am Ende der Oreca 07 von Rebellion Williams Esport mit dem Piloten-Quartett Louis Deletraz, Raffaele Marciello, Nikodem Wisniewski und Kuba Brzezinski. Die virtuellen 24 Stunden von Le Mans wurden auf der Simulationsplattform rFactor2 ausgetragen. Um den Gesamtsieg kämpften dabei 30 baugleiche Oreca 07 aus der LMP2-Klasse. Die in der realen Welt sonst jeweils siegreichen LMP1 nahmen an dem Online-Event nicht teil.

Tatsächlich haben sich seit dem Sonntagmorgen drei Favoriten auf den Rennsieg herauskristallisiert. Neben dem siegreichen Fahrzeug waren das noch der Rebellion Williams-Schwesterwagen von Agustin Canapino, Jack Aitken, Marc Gassner und Michael Romanidis und der Oreca von ByKolles-Burst Esport mit Tom Dillmann, Esteban Guerrieri, Jernej Simončič und Jesper Pedersen, der auch schon die Pole-Position inne hatte.

Lediglich diese drei Wagen lagen in den letzten Rennstunden noch innerhalb der Führungsrunde, wobei der letztendliche Sieger bereits seit den frühen Sonntagmorgen-Stunden (boxenstoppbereinigt) immer vorne lag. Die Entscheidung um Platz zwei fiel circa 20 Minuten vor Ende, als Simončič (ByKolles-Burst Esport) den Wagen von Romanidis überholte und seinem Team somit den Silber-Rang sicherte. Rebellion vor ByKolles und Rebellion – ein Podium, das in der realen Welt am Rande der Unmöglichkeit gewesen wäre!

Insgesamt mussten die virtuellen 24h von Le Mans zweimal wegen Serverproblemen mit der roten Flagge unterbrochen werden. Einmal am Samstagabend für knapp eine halbe Stunde und dann nochmals am Sonntagvormittag für circa 35 Minuten. Nach den Unterbrechungen durften zudem jeweils einige zuvor schon ausgeschiedene Fahrzeuge wieder ins Renngeschehen eingreifen. So rutschte beispielsweise auch der Oreca 07 rund um die Formel-1-Piloten Max Verstappen und Lando Norris wieder ins Feld, obwohl nach einem Crash in der Nacht bereits aufgegeben wurde.

Ähnlich war es am Samstagabend beim Fahrzeug mit Fernando Alonso und Rubens Barrichello, das eigentlich wegen Spritmangels auf der Hunaudières-Geraden ausrollte. Für (nicht-virtuelle) Motorsport-Fans sind solche Dinge aktuell noch etwas gewöhnungsbedürftig. Alles in allem wirkten die virtuellen 24h von Le Mans aber doch schon sehr real und boten einen neuen und unerwarteten Spannungswert.

In der GTE-Kategorie gab es den Favoritensieg des Porsche-Werksteams. Der 911 RSR von Nick Tandy, Ayhancan Güven, Joshua Rogers und Tommy Østgaard hatte über die meisten Teile des Rennens die Klasse angeführt. Über die Distanz stellte sich die Corvette C7.R von Daniel Juncadella, Mathias Beche, Erhan Jajovski und Risto Kappet (R8G Esports Team) als der größte Rivale heraus.

Die entscheidende Szene ereignete sich circa drei Stunden vor Rennende, als die Corvette beim Überrunden auf einen anderen Porsche und einen Ferrari 488 GTE auflief. Diese waren sich im eigenen Infight nicht einig und drücken die zweitplatzierte Corvette in die Leitplanken. Aus einem Rückstand von 15 Sekunden wurde ein Rückstand von zwei Minuten und 15 Sekunden – und der Weg zum (verdienten) Porsche war letztendlich geebnet. Vor die Corvette schob sich final noch der Aston Martin Vantage von Nicki Thiim, Richard Westbrook, Lasse Sorensen und Manuel Biancolilla auf Platz zwei. Somit standen sogar drei verschiedene Marken auf dem GTE-Podium. Hier das Ergebnis der virtuellen 24h von Le Mans zum Nachlesen

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