René Rast: Ist das zweite DTM-Jahr das schwerste?

Von Andreas Reiners
DTM
René Rast

René Rast

René Rast geht als Titelverteidiger in die neue DTM-Saison. Die relative Unbeschwertheit eines Rookies ist damit weg. Doch bei Rast ist das komplett anders.

Im Fußball gibt es so einen Spruch, den Aufsteiger sich immer anhören müssen. Gelingt den Klubs der Klassenerhalt, heißt es: «Das zweite Jahr ist immer das schwerste.» Übertragen auf die DTM würde das bedeuten: René Rast hat ein ziemlich schwieriges Jahr vor sich. Er war 2017 nicht nur der Rookie, er war der Sensationsneuling, der auf Anhieb zum Titel raste.

Da muss der Druck doch immens sein? Immerhin wird jeder verlangen, dass er den Titel verteidigt. Beziehungsweise zumindest wieder ein gewichtiges Wörtchen mitreden kann. Immerhin ist er der Meister.

Und die Gefahr, in der DTM durchgereicht zu werden, ist ja bekanntlich groß. Erst recht nach den Änderungen an den Autos.
Denn nach den Testfahrten in Hockenheim ist noch nicht klar, wie sich die Aerodynamik-Änderungen an den Autos beim Audi auswirken werden. Immerhin hatten die Ingolstädter in der Vergangenheit das beste Aero-Paket.

Rast bleibt aber cool. Bei ihm lief es eher umgekehrt: Eigentlich hatte er als Rookie nicht viel zu verlieren, hatte aber mehr Druck als jetzt. «Ich habe mir vor der vergangenen Saison mehr Druck gemacht, als ich es jetzt mache. Im vergangenen Jahr wusste ich nicht, wo ich stehe und ob ich die Pace habe, vorne mitzufahren. Ich habe gehofft, dass ich überhaupt einen Punkt sammele. Ich habe mir viel Druck gemacht und habe alles Mögliche versucht, damit es nicht so ist», sagte der 31-Jährige, der unermüdlich arbeitete, stundenlang Daten wälzte und sich auch ganze Nächte um die Ohren schlug.

Ändern wird er die Herangehensweise nicht. «In diesem Jahr habe ich die Gewissheit. Ich starte in die Saison und weiß, dass ich in der Lage bin oder war, vorne mitzufahren und die Meisterschaft zu gewinnen. Ich kann entspannter in das Jahr gehen, aber werde genauso weiterarbeiten und die gleichen Dinge tun, die ich letztes Jahr auch gemacht habe. Nur dass der Druck etwas weniger ist», sagte er. Er weiß aber auch: «Wenn ich dann im Laufe des Jahres wieder um den Titel mitkämpfen kann, wird es dann wohl wieder anders aussehen.»

Was das generelle Kräfteverhältnis und die Änderungen betrifft, meint Rast: «Ich denke, dass das Feld noch enger zusammenrücken wird. Dadurch, dass es weniger Aerodynamik gibt, hoffen wir, dass wir in den Kurven auffahren, die Abstände verringern und so am Ende der Geraden diesen einen Meter voraus sein können. Die Idee ist, dass wir besser überholen können, als in den vergangenen Jahren. Ob es umgesetzt werden kann, werden wir sehen.»

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