Markus Jell im GP: Zufrieden, aber es geht noch mehr

Von Thorsten Horn
Markus Jell hatte den Speed fürs Finale

Markus Jell hatte den Speed fürs Finale

Markus Jell war bei den Eisspeedway-GP 1 und 2 in Inzell die klar zweitstärkste deutsche Kraft. Mit jeweils zehn Punkten wurde er etwas unter Wert geschlagen, denn das Finale war an beiden Tagen möglich.

Am ersten Tag des diesjährigen Inzeller Eisspeedway-Fests erfuhr Markus Jell in den Heats zehn Zähler. Punkte gab er nur gegen die späteren Finalisten sowie einmal gegen Hans Weber ab, was ebenfalls keine Schande war. Damit hatte er zwar das Finale um zwei Punkte verpasst, aber im Prinzip trotzdem das erreicht, was er kann und was man ihm zugetraut hatte.

Etwas anders gestaltete sich das am zweiten Renntag, an dem er wieder zehn Punkte sammelte, diesmal aber in zwei Wiederholungsläufen mit nur noch drei Fahrern am Startband jeweils nur Dritter wurde. Die Gegnerschaft war so stark, dass man keineswegs von Enttäuschungen sprechen konnte. Doch mit etwas mehr Rennglück wäre mehr drin gewesen. Trotz der gleichen Punktzahl belegter er diesmal nur den achten Tagesrang.

Aber das ist Klagen auf hohem Niveau, was auch der Altfraunhofener im Anschluss so sah. «Das war mein erstes Rennen nach zehn Wochen Pause. Zuletzt war ich in der schwedischen Liga unterwegs. Von daher hatte ich ein bisschen ein komisches Gefühl, weil ich nicht wusste, wie alles funktioniert, die Technik und ich. Aber ich muss sagen, es war von der ersten Runde im Training an alles perfekt. Dadurch war ich für den Samstag richtig motiviert», begann der 41-Jährige seinen Rückblick aufs vergangene Wochenende mit SPEEDWEEK.com.

«Ich habe vom ersten Lauf an meinen Rhythmus gefunden und die Geschwindigkeit hat auch gepasst. Die Punkteausbeute war für mich in Ordnung. Ich war sogar ein bisschen überrascht, weil es echt gut gegangen ist und ich Fahrer geschlagen habe, mit denen ich normalerweise zwar kämpfen, sie aber nicht schlagen kann. Mit zehn Punkten war ich am Samstag mega zufrieden. Das war ein guter Tag für mich.»

Dass sogar das Finale für ihn möglich gewesen wäre, kommentierte der Flattrack-WM-Dritte von 2021 so: «Das habe ich erst am Ende gesehen, denn ich schaue nie zwischendurch auf die Punkte. Ich fahre Heat für Heat immer was geht. Zuerst habe ich mich ein kleines bisschen geärgert, mir aber gesagt: ‚Ärgere dich nicht, du hast mit dem nicht gerechnet, was du gekriegt hast.‘ Somit war ich dann doch recht glücklich.»

Anders sah sein Seelenleben am Sonntag aus, als er wieder zehn Punkte einfuhr und nur Achter wurde: «Da habe ich mich geärgert. Aber das kommt auch dadurch, weil alles im Moment so dicht ist und von den ersten zehn jeder jeden schlagen kann. Das ist möglich. Der eine hat Vorteile auf gutem Eis, ein anderer auf schlechtem.»

Letzten Endes verließ Jell Inzell als WM-Siebter und will beim WM-Finale in Heerenveen mit demselben Plan an den Start gehen ... und wenn möglich etwas mehr. «Ich muss zugeben, dass ich in Holland mindestens einmal ins Finale kommen möchte. Man muss ja immer noch was drauflegen. Ich schaue immer erst was geht, und setze mir dann gegebenenfalls neue Ziele.»

WM-Stand nach 2 von 4 Rennen:

1. Martin Haarahiltunen (S), 36 Punkte
2. Aki Ala-Riihimäki (FIN), 34
3. Max Niedermaier (D), 34
4. Heikki Huusko (FIN), 32
5. Franz Zorn (A), 21
6. Stefan Svensson (S), 21
7. Markus Jell (D), 20
8. Jimmy Hörnell Lidvalk (S), 18
9. Max Koivula (FIN), 18
10. Jimmy Olsen (S), 13
11. Jasper Iwema (NL), 11
12. Charly Ebner (A), 9
13. Andrej Divis (CZ), 8
14. Hans Weber (D), 7
15. Christoph Kirchner (D), 4
16. Franz Mayerbüchler (D), 3
17. Benedikt Monn (D), 3
18. Maximilian Niedermaier (D), 0

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