Motobox Kremer (Yamaha): «Eines der härtesten Rennen»

Von Tim Althof
Endurance-WM

Das Team Motobox Kremer Racing setzte sich trotz widriger Wetterbedingungen beim 24-Stunden-Rennen am vergangenen Wochenende in Le Mans in Szene. Die Yamaha-Mannschaft zeigte ein beherztes Rennen.

Mit Geoffroy Dehaye, Benjamin Colliaux und dem Deutschen Stefan Ströhlein ging es für die Motobox Kremer-Mannschaft von Manfred Kremer und Georg Haas in der letzten Woche zum dritten Endurance-WM-Lauf 2019/20 nach Le Mans, wo das legendäre 24-Stunden-Rennen auf dem Plan stand. Die Corona-Pandemie sorgte dafür, dass das Rennen von April in den August verschoben wurde, Zuschauer waren an der Strecke nicht zugelassen.

Mit der Unterstützung von Yamaha und mit dem neuen Reifenausrüster Michelin startete das Fahrer-Trio mit viel Abstimmungsarbeit in das Wochenende. «Wir betraten komplettes Neuland im Bereich des Fahrwerk-Settings, durch den Umstieg auf die Michelin-Reifen», erklärte Georg Haas und betonte anschließend: «Es war hilfreich, dass uns für die ganze Veranstaltung exklusiv ein Michelin-Reifentechniker zur Verfügung stand. Wir konnten außerdem auf das Knowhow von Klaus Thiele und der Firma KTS vertrauen.»

Auf Startplatz 26 ging es für das Team aus Oberneisen, Rheinland-Pfalz, in das Rennen auf dem Bugatti Circuit. Der französische Superbike-Pilot Benjamin Colliaux sorgte für eine starke Startphase und übergab anschließend an Teamkollege Geoffroy Dehaye, der nach kurzer Zeit mit einsetzendem Regen zu kämpfen hatte. Der dritte Fahrer im Team, der IDM Superstock 600-Champion des vergangenen Jahres, Stefan Ströhlein, der sein erstes 24-Stunde-Rennen fuhr, brachte das Team in der Rangfolge noch weiter nach oben.

Obwohl das Team am Samstag einen Ausrutscher zu verkraften hatte, und in der Nacht einmal Hand am Bike anlegen musste, weil die Beleuchtung der Startnummer versagte, kam das Team ohne große Zwischenfälle durch die Dunkelheit. Als am Sonntagmorgen erneut Regenschauer dazu kamen, entwickelte sich der EWC-Lauf zu einem Pokerspiel. Mit der nötigen Ruhe und der vorsichtigen Herangehensweise der Piloten und des gesamten Teams, sprang am Ende der 13. Gesamtrang und Platz 9 in der EWC-Wertung heraus.

Teamchef Manfred Kremer fand kaum Worte für das erste Rennwochenende in diesem Jahr. «Ich bin seit so vielen Jahren in diesem Sport dabei, doch für mich war es eines der härtesten Rennen in Le Mans. Mit dem Ergebnis sind wir super glücklich», erklärte er nach dem Rennen.

«Das Rennen hat sich für mich gut entwickelt, auch wenn es am Ende natürlich sehr hart und lang war. Ich habe zu jeder Zeit das Maximum gegeben und konnte immer konstant meine Runden ziehen», sagte Stefan Ströhlein nach seinem 24h-Debüt im Interview mit SPEEDWEEK.com. «Ich konnte mich immer besser an die neuen Reifen gewöhnen und bin sehr glücklich, dass das gesamte Team mit Platz 13 belohnt wurde. Ich möchte mich bei Georg Haas und Manfred Kremer für diese großartige Möglichkeit bedanken.»

In der Gesamtwertung steht die Yamaha-Privat-Mannschaft nach dem dritten von vier Rennen in dieser Saison auf dem 19. Rang, doch das Saisonfinale Ende September in Estoril bringt einen hohen Aufwand mit sich. «Das Rennen in Le Mans war perfekt organisiert und man hat gesehen, dass eine solche Veranstaltung, mit den richtigen Maßnahmen auch trotz Corona durchgeführt werden kann. Die Organisatoren haben alles dafür getan, dass wir zu jeder Zeit sicher sind und die Teilnehmer haben sich sehr vorbildlich an die Vorgaben gehalten», betonte Georg Haas und fügte an: «Leider hat man das Fehlen der Zuschauer zu jeder Zeit bemerkt, die Atmosphäre hat darunter stark gelitten.»

«Ob wir in Estoril mit dem Team am Start stehen werden, entscheiden wir demnächst. Für uns ist es ein enormer Aufwand durch ganz Europa zu Reisen und es wird auf Grund der Risikogebiete unterwegs zusätzlich erschwert», sagte er abschließend.


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