F3-EM: Ferrari-Junior «Lello» setzt sich durch

Von Vanessa Georgoulas
FIA F3 European
Raffaele Marciello

Raffaele Marciello

Wie schon beim ersten Rennwochenende der Formel-3-EM in Monza gehörte Raffaele «Lello» Marciello auch in Silverstone zu den Hauptdarstellern.

Beim zweiten Saisontreffen der Formel-3-Europameisterschaft in Silverstone zeigten die Nachwuchspiloten drei spannende Rennen mit vielen heissen Duellen und spektakulären Überholmanövern. Vor allem Mücke-Pilot Felix Rosenqvist und Prema-Überflieger Raffaele Marciello präsentierten sich in Grossbritannien in hervorragender Form.

Beim Saisonauftakt in Monza stritt Raffaele Marciello noch mit Mücke-Star Pascal Wehrlein um die Vorherrschaft in der Formel-3- EM. Nachdem Wehrlein die Meisterschaft in Richtung Tourenwagen verlassen hat, hat Marciello in Silverstone in Wehrleins ehemaligen Teamkollegen Felix Rosenqvist einen neuen Gegner gefunden.

Die beiden Talente lieferten sich im dritten Lauf ein packendes Duell um den Sieg, der schliesslich an Marciello ging. Rosenqvist holte sich den Erfolg im zweiten Rennen, nachdem er den Neustart nach einer Safety-Car-Phase verpatzt hatte und kurzzeitig auf Rang 3 zurückgefallen war. Mit Wut im Bauch konnte sich der Schwede wieder nach ganz vorn kämpfen.

Ambitionierte Lokalmatadore

In der Formel-3-EM tummeln sich in diesem Jahr acht Piloten und vier Teams mit britischer Lizenz. Für sie war das Rennwochenende in Silverstone das erste Heimspiel des Jahres und sie gingen mit grossen Ambitionen in die drei Rennen. Am besten konnte Harry Tincknell seine Pläne umsetzen: Der Carlin-Pilot holte sich zwei Pole-Positions und siegte bereits im ersten Lauf: «In Monza sind wir gut in die Saison gestartet und darauf wollten wir hier in Silverstone aufbauen. Ich bin sehr glücklich, dass es so gut funktioniert hat – auch für mein Team, das im Winter sehr hart gearbeitet hat, um in diesem Jahr um den Titel in der Formel-3-EM kämpfen zu können.»

Als zweite grosse britische Hoffnung ging Alex Lynn an den Start. Eine Pole-Position liess sich der Prema-Pilot gutschreiben, am Ende der drei Läufe sprangen für ihn gleich zwei Podestplätze heraus. William Buller (ThreeBond with T-Sport) war hingegen nicht ganz zufrieden mit seinen Resultaten beim Heimrennen. Selbst die Unterstützung seines Vorjahres-Teamkollegen Carlos Sainz jr., der sich das Treiben vor Ort anschaute, half nichts: Bullers beste Platzierung war Rang 5. Dabei hatte er im zweiten Durchgang das Podium schon vor Augen, drehte sich dann aber ohne Fremdeinwirkung. «Es war mein Fehler, ich wollte einfach zu viel», gestand der 20-jährige Routinier.

Schneller Neffe

Einen Podestplatz durfte auch Gerhard Bergers Neffe Lucas Auer feiern. Der 18-jährige Tiroler kam im zweiten Lauf hinter seinem Teamkollegen Marciello als Dritter ins Ziel, und ärgerte sich: «Mein Start war eigentlich recht gut, aber dann steckte ich im ersten Gang fest und habe einigen Boden verloren. Nachdem das Safety Car die Strecke wieder verlassen hatte, konnte ich zusammen mit Raffaele nach vorne fahren. Über den dritten Platz freue ich mich aber trotzdem sehr.» Die anderen beiden Läufe beendete der Prema-Pilot unter den wachsamen Augen seines berühmten Onkels auf dem vierten und siebten Rang.

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