Rob Leupen: Jetzt ist einfach einmal Rückgrat gefragt

Von Oliver Müller
FIA WEC

SPEEDWEEK.com traf sich mit Rob Leupen, um über die geplanten Regeln für die FIA WEC zu sprechen. Der Team Direktor von Toyota wünscht sich endlich wieder weitere Hersteller in der Königsklasse der Sportwagen-WM.

In der FIA WEC steht ab der Saison 2020/21 eine Neuausrichtung für die große Prototypen-Klasse an. Doch noch kein Hersteller hat sich offiziell zu dem von FIA und ACO entworfenen Reglement bekannt. Toyota möchte in der Sportwagen-WM gerne weiterhin dabei bleiben, wartet jedoch noch immer auf die finale Ausformulierung des technischen Regelbuchs. Über die ständigen Verzögerungen ist der japanische Hersteller inzwischen recht verärgert, wie Team Direktor Rob Leupen gegenüber SPEEDWEEK.com bestätigt. Das ist nun der zweite Teil des exklusiven Interviews mit dem Geschäftsführer der Toyota Motorsport GmbH.

Herr Leupen, in der neuen großen Prototypen-Klasse der FIA WEC soll es ab 2020 auch erstmals eine BoP geben. Wie steht Toyota zu dieser Idee?

«Um andere Hersteller anzulocken, wurde nun eine weitere Schiene aufgemacht. Diese erlaubt auch den Einsatz von Hypercars, die von Straßenautos abstammen. Wenn das nun alle glücklich macht, dann ist das für uns auch in Ordnung. Dann wird es eben eine BoP (Balance of Performance, d. Red.) geben. Wir wollen endlich wieder gegen andere Werke antreten, insofern stellen wir uns nicht dagegen. Für mich ist es aber wichtig, dass es fairen Motorsport geben wird.»

Denken Sie, dass andere Hersteller nun endlich in die Klasse einsteigen werden?

«Jetzt wurden die Regeln so gestaltet, dass alle vermeintlich zufrieden sind. Dennoch frage ich mich, und möchte in diesem Zusammenhang FIA und ACO den Rücken stärken, wo die anderen Hersteller denn nun abgeblieben sind. Wir sind sehr große Schritte in deren Richtung gegangen, doch ein öffentliches Bekenntnis zur FIA WEC habe ich noch nicht gesehen. Jetzt ist einfach einmal Rückgrat gefragt.»

Wie wird der Toyota-Rennwagen für die FIA WEC 2020 aussehen?

«Wir bleiben bei dem Konzept des Prototypen. Ganz einfach schon deswegen, weil Toyota kein Hypercar im Programm hat. 2018 haben wir in Le Mans das 'GR Super Sport Concept' präsentiert. Das möchte Toyota gerne in der FIA WEC sehen und daran werden wir arbeiten. Wir werden ein Hybrid-System verbauen, welches die Vorderachse antreibt und ab 120 km/h zur Verfügung steht.»

Nach derzeitigem Stand: Sehen sie Toyota langfristig in der FIA WEC?

«Das neue Reglement ist auf fünf Jahre ausgelegt. Die FIA WEC ist neben der Rallye-WM eine sehr gute Unterstützung, um das Image von Toyota weiterzuentwickeln. Das ist gut für uns von der Toyota Motorsport GmbH in Köln und auch gut für die Rennszene im Allgemeinen. Deswegen würden wir gerne in der WM dabei bleiben. Das wäre dann nicht für nur eine Saison, sondern längerfristig.»

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