Aston Martin Schock: FIA WEC hält an Hypercars fest
Trotz der Neuevaluierung des Prototypen-Engagements von Aston Martin setzt die FIA WEC weiterhin auf die LMH-Klasse. Dort sind mit Toyota bzw. den Privatiers ByKolles und Glickenhaus aktuell aber nur drei Player im Boot.
Die FIA WEC befindet sich einmal wieder in einer großen Krise.
Auch Pierre Fillon vom Le-Mans-Veranstalter ACO (Automobile Club de l'Ouest) ist noch immer von der Hypercar-Idee überzeugt. "In Bezug auf die Le Mans Hypercar - die nächste Top-Kategorie des Wettbewerbs - glauben wir weiterhin, dass ein Hersteller dort seinen rechtmäßigen Platz hat. Ein Antritt bei den 24 Stunden von Le Mans und in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft ist auf diesem Niveau an Technologie und Budget für einen Hersteller eine unbestreitbare Gelegenheit, seine Wettbewerbsfähigkeit unter Beweis zu stellen."
Tatsächlich sehen die Hersteller dies aktuell wohl anders. Nach der Aston-Martin-Entscheidung bleiben aktuell nur Toyota, Glickenhaus und ByKolles als LMH-Player übrig. Dazu kommt theoretisch noch Peugeot. Die Franzosen haben im Dezember ihren WEC-Einstieg mit einem Hypercar ab 2022 angekündigt. Im Januar 2020 hat die FIA WEC jedoch eine Zusammenarbeit mit der IMSA-Serie beschlossen, um die neue DPi-Generation (LMDh genannt) ebenfalls um Gesamtsiege in der WM mitfahren zu lassen. Diese Fahrzeuge sind erheblich kostengünstiger. Somit überlegt Peugeot gerade auf LMDh umzusatteln.
WEC-Boss Gérard Neveu zählt Peugeot derzeit aber noch immer zu den LMH-Playern. "Wir haben immer noch Toyota und Peugeot sowie andere Teilnehmer, die Le Mans Hypercar-Interesse bekundet haben. Mit der Ankunft der LMDh werden wir viele neue Hersteller begrüßen. Natürlich wäre es besser, wenn auch Aston Martin anwesend wäre. Aber es ist wichtig, dass wir so viele Hersteller wie möglich haben. Das ist der strategische Plan, an dem wir für die Zukunft arbeiten", kommentiert er die Aston-Martin-Entscheidung.
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