Formel-1-Star Lewis Hamilton: Loblied auf Ross Brawn

Von Otto Zuber
Formel 1
Lewis Hamilton: «Ross Brawn war einer der Gründe, warum ich zu Mercedes stiess»

Lewis Hamilton: «Ross Brawn war einer der Gründe, warum ich zu Mercedes stiess»

Mercedes-Champion Lewis Hamilton betont, welchen Einfluss der frühere Mercedes-Technikchef auf das Team der Silberpfeile hatte und erklärt, dass der Brite den Grundstein für den heutigen Erfolg der Sternmarke gelegt hat.

Auch wenn Ross Brawns neues Buch «Total Competition» verrät, dass der frühere Technikchef der Silberpfeile das Mercedes-Team Ende 2013 nicht im besten Einvernehmen verlassen hatte – Formel-1-Champion Lewis Hamilton ist überzeugt, dass der Wegbegleiter des grossen Michael Schumacher die Basis für den Erfolg der Sternmarke in der V6-Turbo-Ära geschaffen hat.

«Ich denke, Ross hat über die Jahre das aufgebaut, was uns heute die Chance gibt, erfolgreich zu sein. Er hat eine Grundlage geschaffen, für die ich ihm sehr dankbar bin. Als wir 2014 und 2015 die Titel holten, habe ich das immer mit ihm zu teilen versucht, denn er hat jahrelang Spitzenarbeit geleistet, ohne dafür einen Titel zu bekommen», erklärte der 31-Jährige im Fahrerlager von Mexiko.

«Ich habe es geliebt, mit Ross zu arbeiten», schwärmt Hamilton. «Und zwar von Anfang an. Ich kann mich noch gut erinnern, wie er in der Küche meiner Mutter mit mir Tee trank und mir sagte, dass er mich besucht, um über einen möglichen Wechsel zu sprechen und wie sehr er es begrüssen würde, wenn ich für ihn fahren würde. Ich fühlte mich sehr geehrt, dass er mich wollte. Und mit ihm zu arbeiten war einfach grossartig. Er sorgte für eine gute Atmosphäre, war für jeden sehr zugänglich. Ich glaube, jeder kam mit ihm aus.»

Entsprechend traurig war der dreifache Weltmeister, dass sein Landsmann das Team Ende 2013 verliess und der Formel 1 ganz den Rücken kehrte. «Ich war ehrlich gesagt sehr traurig darüber, denn er war einer der Gründe, warum ich zu Mercedes stiess. Dann verliess er das Team kurz darauf, was natürlich nicht so schön war. Die Teamchefs machen dich als Fahrer nicht schneller, aber sie können die Bedingungen schaffen, in denen du dich schnell entwickelst. Genau das hat Ross auch getan.»

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