Kimi Räikkönen: «Trafen die richtigen Entscheidungen»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Kimi Räikkönen steckte eine Weile hinter Valtteri Bottas fest

Kimi Räikkönen steckte eine Weile hinter Valtteri Bottas fest

Ferrari-Star Kimi Räikkönen sicherte sich im GP auf dem Suzuka Circuit den vierten Platz und erklärte hinterher: «Mit diesem Ergebnis müssen wir zufrieden sein, denn mehr lag nicht drin.»
Kimi Räikkönen, konntest du nach dem verregneten Qualifying vom Freitag fürs Qualifying und Rennen das Maximum aus dem Auto herauskitzeln?

Wir hatten eine wage Vorstellung, nachdem wir am Samstagmorgen noch eine Stunde trainieren durften, und wir haben im Qualifying auch die härteren Reifen ausprobiert, die sich ziemlich gut anfühlten. Nach dem Abschlusstraining hatten ich und Sebastian Vettel das Gefühl, dass dies der richtige Reifen fürs Rennen ist, und so haben wir auch die Strategie ausgelegt. Ich denke, wir haben heute die richtigen Entscheidungen getroffen und das Beste aus unseren Startpositionen gemacht. Das Ergebnis ist ja offensichtlich auch richtig gut ausgefallen.

Warst du zufrieden mit deinem Tempo und dem Fahrgefühl, nachdem du im dritten Qualifying-Segment noch nicht ganz glücklich gewesen bist?

Gestern war das Gefühl fürs Auto in Ordnung, wir waren abgesehen vom ersten Versuch im Top-Ten-Stechen die Drittschnellsten. Leider konnten wir am Schluss keinen letzten Versuch starten, da die rote Flagge geschwenkt wurde. Das hat unser Ergebnis natürlich beeinflusst, doch das Auto fühlte sich ziemlich gut an.

Auch im Rennen war das so, aber ich steckte mehrmals hinter einigen Gegnern fest. Wir versuchten, auf die eine oder andere Weise an ihnen vorbei zu kommen, und nachdem ich einige Zeit feststeckte, kam ich schliesslich als Vierter über die Ziellinie. Wir haben heute das Beste aus unseren Möglichkeiten gemacht und das Auto fühlt sich gut an. Wir hatten auch eine gute Strategie und kamen so an den Williams-Rennern vorbei.

Natürlich sind der dritte und vierte Platz nicht ideal, aber wir wussten, dass dies nicht die beste Strecke für uns ist. So gesehen müssen wir zufrieden sein, denn wir waren das zweitstärkste Team und wir entwickeln uns in die richtige Richtung.

Felipe Massa und Daniel Ricciardo gerieten beim Start aneinander – hat das dein Rennen beeinflusst? Und dachtest du, dass du eine Chance hättest, weiter nach vorne zu kommen, als du die beiden Mercedes im Zweikampf gesehen hast?

Ich sah Ricciardo näher kommen, denn er erwischte einen ziemlich guten Start, steckte dann aber zwischen zwei Autos fest.

Ich hatte auch einen guten Start und sah nicht, was danach passierte. Ich schaffte es in der ersten Kurve fast an einem der Williams-Renner vorbei, aber es war etwas eng und dann kam der eine Mercedes von der Strecke ab und war plötzlich wieder auf der Piste. Ich versuchte, in einer Linkskurve am Silberpfeil vorbei zu ziehen, es war in Kurve 4 oder 5, als ich neben Rosberg zog. Er beschleunigte aber einfach, und blieb dadurch vorne.

Zu Beginn des Rennens versuchte ich noch, den Mercedes auf den Fersen zu bleiben und sie zu bedrängen, aber sie sind auf der Strecke sehr schwer zu schlagen. Deshalb konzentrierte ich mich schliesslich darauf, die Reifen zu schonen und mein Rennen zu fahren.

Der Suzuka Circuit gleicht der Strecke in Silverstone, wenn es um den Abtrieb der Fahrzeuge geht. Hat Ferrari in diesem Bereich seit dem Grossbritannien-GP zulegen können?

Ich denke, dass diese Strecke – ähnlich wie Silverstone – nicht das beste Pflaster für uns ist. Aber wir waren heute ziemlich konkurrenzfähig, deshalb müssen wir auch ziemlich zufrieden sein. Ich glaube, wir leisten ganze Arbeit, denn wir verbessern uns auf allen Gebieten, verstehen die Reifen besser und entwickeln das Gesamtpaket weiter. Wir haben heute das Maximum aus dem Auto herausgeholt, mehr lag nicht drin. Und wir gehen in die richtige Richtung. Es gibt immer ein paar Strecken, die schwieriger sind, andere liegen uns etwas besser. Das gehört einfach dazu.»

Auf den letzten acht runden musstest du einige Gegner überrunden, die gegeneinander kämpften. Wie schwierig ist das, wenn man gleichzeitig darauf Acht geben muss, dass der Hintermann nicht aufholt?

Es war nicht so schlimm. Ich verlor etwas Zeit, als ich an den ersten beiden Autos vorbeizog, doch der Rest fuhr wirklich nahe beieinander, deshalb haben alle gleichzeitig verlangsamt, damit ich ohne grosse Probleme an ihnen vorbei kam. Natürlich ist es auf dieser Strecke nie einfach, einen Gegner zu überrunden, weil es so viele Kurven gibt. Aber heute war das nicht so arg.

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