24h Daytona: Audi-Attacke auf das «Rolex 24»

Von Oliver Runschke
Grand-Am
Der Rum Bum-Audi von Winkelhock/Haase/Biela/Plumb

Der Rum Bum-Audi von Winkelhock/Haase/Biela/Plumb

Beim zweiten Auftritt von Audi in Daytona treiben die Ingolstädter grossen Aufwand um mit dem R8 in der Grand-Am Fuss zu fassen.

Die Grand-Am-Premiere von Audi im vergangenen Jahr war ein klassischer Fehlstart und Motivation, in diesem Jahr anzugreifen. «So etwas wie im vergangenen Jahr möchte ich nicht noch einmal erleben, das entsprach nicht dem Anspruch, den wir haben», sagt Audi-Kundensportleiter Romolo Liebchen. «Wir haben uns vorgenommen nur gut vorbereitet nach Daytona zurückkehren.»

Im vergangenen Januar war der R8 Grand-Am nicht nur unzuverlässig, sondern auch zu langsam. «Wir mussten massiv nachbessern, da wir allerdings andere Projekte wie die 24h auf dem Nürburgring und die 24h von Spa hatten, konnten wir erst recht spät mit der Weiterentwicklung der Grand-Am-Version beginnen.»

Eine grosse Herausforderung war dabei die Anpassung des R8 an die Continental-Einheitsreifen. «Wir haben die Reifen komplett unterschätzt», so Liebchen. «Dieser Reifen ist extrem anders als andere Reifen. Wir hatten es schon im Vorfeld von anderen Seiten gehört, allerdings hat der Reifen dann unsere kühnsten Erwartungen übertroffen.»

Bisher machten Audi-Piloten allerdings nicht die Reifen sorgen, sondern eher der Topspeed des Audi R8. Im Training landeten die Audi auf den Startplätzen fünf (Albuquerque/Mortara/Jarvis/von Moltke – Alex Job Racing), zehn (Rast/Stippler/Basseng/Baas – APR , 15 (Winkelhock/Haase/Biela/Plumb – Rum Bum Racing) und 26 (BellFigge/Lacey/Farano/Empringham – APR).

Der Topspeed-Charakter von Daytona ist nicht ideal für den Audi R8. «Auf den langen Vollgaspassagen fehlt uns Topspeed und das können wir über den Abtrieb in den Kurven nicht kompensieren, denn die Flügel der Grand-Am-Version des R8 sind wesentlich sind wesentlich kleiner als beim GT3-Auto», erklärte Christopher Haase, der zusammen mit Markus Winkelhock, Frank Biela und Matt Plumb für Rum Bum Racing startet. Haase hat nicht unrecht: Der Heckflügel – ein Einheitsbauteil in der GT-Klasse, ist so winzig, dass man mitleid haben könnte und auch der vom Reglement vorgegebene Frontsplitter hat seinen Namen nicht verdient. «Durch die fehlende Traktionskontrolle und das fehlende ABS ist das Auto auch anders zu fahren als die GT3-Version.»

Das Audi in der GT-Klasse in den USA Fuss fassen will, wird nicht zuletzt auch am Auftritt im Fahrerlager sichtbar. Rund 35 Personen von Audi unterstützen die drei Kundenteams in Daytona. Liebchen: «Die Entscheidung mit Alex Job und Rum Bum zu starten ist erst Mitte Dezember gefallen. Daher unterstützen wir alle Teams mit Personal, die Schlüsselpositionen sind mit Personal von uns und den Teams doppelt besetzt, denn das ist wohl der beste Weg damit die Teams das Auto schnell kennenlernen können. Durch unseren Kundensupport und die ordentliche Betreuung unserer Kundenteams haben wir an diesem Wochenende auch viele Anfragen von weiteren Teams bekommen, darunter einige so hochkarätige, dass ich selbst etwas verblüfft bin.»

Im Zuge der Verschmelzung von ALMS und Grand-Am im kommenden Jahr will sich auch Audi im US-GT-Bereich etablieren: «Wir gehen davon aus, dass durch die Fusion zwischen ALMS und Grand-Am der Sportwagensport in den USA wieder mehr an Bedeutung gewinnt. Wir haben ein sehr gutes Verhältnis zur Grand-Am-Organisation und wollen dies für die Zukunft weiter entwickeln.»

Wie viele Audi R8 Grand-Am nach den 24h von Daytona in der Grand-Am starten steht noch nicht fest. «Wir hoffen, dass unsere Kundenteams nach Daytona weiterfahren. Ein gutes Ergebnis an diesem Wochenende wäre dafür sicherlich sehr hilfreich.»

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